Freiburg, Volksbank (Bild: Joergens.mi, CC BY SA 3.0)

Volkbank Freiburg wird abgerissen

Eine Ära verschwindet: Den wenigen nicht entstellten Bauten der Siebziger-Jahre-Moderne geht es flächendeckend an den Kragen. Nun wird das Hochhaus der Volksbank Freiburg gegenüber dem Hauptbahnhof abgerissen. Die Gründe: wie üblich. Sanierungsstau, energetische Probleme, Elektrik, Brandschutz… Gemeinsam mit ihm fällt das 1983 gebaute Hotel „Rheingold“, dessen Architekt der spätere Freiburger Münster-Baumeister Manfred Saß war. Die Volksbank hatte sich nach längeren Planungen für Abriss und Neubau entschieden; das Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart hatte das markante Gebäude mit den goldspiegelnden Fenstern 2015 untersucht und als nicht denkmalwürdig eingestuft. Damit war der Weg frei für die Neuplanung, für die man den Hamburger Hadi Teherani engagierte, der (zumindest gefühlt) in sämtlichen Großstädten Deutschlands Großbauten entwirft.

Der 38 Meter hohe Volksbank-Turm wurde 1970 wurde von der Schweizer Architekturgruppe Suter + Suter geplant und 1974 fertig gestellt. Prominente Projekte des 1995 spektakulär pleite gegangenen Büros waren das Lonza-Hochhaus und das ehemalige Ciba-Hochhaus (beide in Basel). Das Freiburger Gebäude sorgte seinerzeit für etliche weitere Aufträge des in Lörrach ansässigen Deutschland-Büros von Suter + Suter. Der Volksbank-Abriss soll bis Ende 2017 vollzogen sein, der Neubau im Januar 2018 beginnen. Auch das Hotel „Rheingold“ soll wieder entstehen, ebenso eine neue Aula fürs benachbarte St. Ursula-Gymnasium. (db, 31.10.17)

Freiburg, Volksbank (Bild: Joergens.mi, CC BY SA 3.0)