"Von Mosaikpflaster und Schmuckbeeten" (Bild: Buchcover, Jovis Verlag)

Von Mosaikpflaster und Schmuckbeeten

Dass Wolfsburg mehr zu bieten hat als eine große deutsche Automarke, dürfte sich bei Modernefans schon herumgesprochen haben. Da sind die Inkunabeln von Aalto und Co., aber auch die grünen Stadtteile und Plätze der 1950er und 1960er Jahre. Dieser besondere Wert, Stadt und Natur auf engem Raum verbunden zu wissen, ist für die Wolfsburger vielleicht schon zur Selbstverständlichkeit geworden. Doch viele dieser modernen Ruhepunkte sind vom Wandel betroffen und vom Verlust bedroht. Zu groß wird der Druck auf den öffentlichen Raum.

Vor diesem Hintergrund versteht sich eine neue Veröffentlichung im Berliner Jovis Verlag als Plädoyer für den Wert der nachkriegsmodernen Plätze und Grünanlagen. Unter dem schönen Titel „Von Mosaikpflaster und Schmuckbeeten“ werden diese Kulturdenkmäler anhand von Entwürfen sowie Gestaltungsplänen detailreich vorgestellt und Anregungen zu ihrer zeitgemäßen Aneignung dargelegt. Ein besonderes Plus: Teils noch unveröffentlichte Aufnahmen von Heinrich Heidersberger aus den frühen 1960er Jahren sowie eine aktuelle Fotoserie von Ali Altschaffel lassen das Wolfsburg der ersten Nachkriegsjahrzehnte wieder lebendig werden. (kb, 2.6.18)

Von Mosaikpflaster und Schmuckbeeten. Plätze und Grünanlagen in Wolfsburg 1950 bis 1970 (Stadt – Raum – Geschichte 3), hg vom Forum Architektur der Stadt Wolfsburg, Hardcover, 29,7 x 20 cm, 128 Seiten, 130 Farb- und Schwarzweiß-Abbildungen, ISBN 978-3-86859-528-4.

Titelmotiv: „Von Mosaikpflaster und Schmuckbeeten“ (Bild: Buchcover, Jovis Verlag)