Checkpoint_Charlie_Berlin (Bild: Adrian Purser, CC By SA 3.0)

Was wird aus Checkpoint Charlie?

Er ist Sinnbild des Kalten Krieges und eine der meistfrequentierten Touristenattraktionen der Bundeshauptstadt: Der Grenzübergang Checkpoint Charlie in der Berliner Friedrichstraße. Die raumgreifenden Grenzanlagen wurden nach der Wiedervereinigung zwar entfernt, eine originalgetreue Replik der amerikanischen Kontrollbaracke hält die Erinnerung aber im Straßenbild ebenso präsent wie die großen umliegenden Freiflächen, die seit Kriegsende unbebaut sind. Dies könnte sich jedoch bald ändern.

Die weitere Entwicklung der brach liegenden Grundstücke steht in Berlin derzeit auf der politischen Agenda. Eine Investorengruppe strebt die Bebauung der Freiflächen an, das Land Berlin setzt sich für ein Museum, Wohnungen und Gewerbeflächen in den neuen Gebäuden ein. Ob diese Pläne in die Tat umgesetzt werden, ist aber noch offen: Der angestrebte Bebauungsplan soll auf einer umfassenden Bürgerbeteiligung fußen. Den Auftakt bilden eine Ortsbegehung am 28. Mai 2018 um 16.30 Uhr (Treffpunkt: Ecke Friedrichstraße/Zimmerstraße) und eine Informationsveranstaltung am Abend desselben Tages (18:00 Uhr, asisi Panorama Berlin am Checkpoint Charlie, Friedrichstraße 205). Bereits im Vorfeld gibt es Stimmen, die der Bebauung skeptisch gegenüber stehen. So empfiehlt das Berliner Landesdenkmalamt, die Umgebung des Checkpoints in der heutigen Form so weit wie möglich zu erhalten, da nur so die stadträumliche Wirklichkeit des Kalten Krieges sichtbar bleibe. (jr, 27.5.18)

Berlin, Checkpoint Charlie (Bild: Adrian Purser, CC BY SA 3.0)