Ennepetal, Haus Ennepetal (Bild: Key-dete, mapio.de)

Was wird aus Haus Ennepetal?

Signalfarben fördern in der Tierwelt ja angeblich das Überleben („Ich bin ein gelber Frosch, ich bin super giftig und gefährlich …“). In der Architektur trifft dieses Prinzip nicht immer. Gerade die 1970er-Jahre-Bauten zwischen Brutalismus und Postmoderne, die mit Gelb nicht geizten, stehen gerade unter Abrissdruck. So auch in Ennepetal, wo die unübersehbare Stadt-/Multifunktionshalle mit dem fantasievollen Namen „Haus Ennepetal“ steht. Von 1975 bis 1978 verband der Dortmunder Architekt Peter Scheele dafür ein Backstein-Erdgeschoss mit betonsichtigen Elementen, farbig gefassten Baugliedern und knallgelb lackierten Alu-Verkleidungen zum wabenförmigen Ensemble.

Doch „Haus Enneptal“ ist baufällig, heißt es. Jüngst berichtete die Westfalenpost: „Die Politik hat den Weg für den Abriss des Hauses Ennepetal in Verbindung mit dem zweigeteilten Neubau des Mehrgenerationenhauses und eines Veranstaltungszentrums bereitet.“ Demnach ist die Sache für Hauptausschuss und Rat in Enneptal entschieden: Der moderne Bau soll weg, ein Wettbewerb für die Neubebauung ausgeschrieben und möglichst rasch mit der Umformung des ganzen Areals und seiner Umgebung begonnen werden. Die Planungen bilden Teil eines vor Ort lange und heiß diskutierten „Integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzepts“. (kb/db, 24.10.17)