Eigentlich geht es bei einem Wasserturm um ganz nüchterne physikalische Rahmenbedingungen: Wasser wird auf einem Unterbau möglichst hoch gelagert, um es bei Bedarf mit entsprechend Druck ausgeben zu können. Doch an den aufragenden Konstruktionen hängt nicht nur viel technisches Know-how, sondern für ihren Wiedererkennungswert oft auch Emotion und Identität. Am 16. April 2026 widmet sich ein Online-Vortrag im Bezirksverein Berlin-Brandenburg e. V. (AK Technikgeschichte) des VDI (Verein Deutscher Ingenieure e. V.) von 17.30 bis 19.00 Uhr dem Thema „Wassertürme im Wandel“, der die Baugattung als Phänomen zwischen Architektur und Ingenieurbaukunst ins rechte Licht rücken soll.

Für das Herzstück, das Wasserbecken, wurden im 19. und 20. Jahrhundert unterschiedlichste Formen erprobt: das genietete Flachbodenbecken, das Stützbodenbecken oder das Kugelbehältnis, nicht zu vergessen die Eisenbetontürme aus einem Guss. Dabei reicht die Bandbreite der ursprünglichen Funktionen von der Infrastruktur für Gewerbeareale und Dampflokomotiven über die Trinkwasserversorgung bis zu Brauch- und Löschwasser in Industrieanlagen. Neben oder nach dem Wasser können den Türmen weitere Nutzungen zuwachsen: Wohnraum und Lagerfläche, Aussichtsplattform und Glockenstuhl. Anmeldungen zum virtuellen Vortrag sind online möglich. (kb, 13.4.26)

Möglingen, Wasserturm (Bild: Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart (LAD), Imre Boros, 2023)

Möglingen, Wasserturm (Bild: Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart (LAD), Imre Boros, 2023)

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