Wendeplatte bald unter Schutz?

Berlin-Mitte, Wilhelmstraße (Bild: Adam Carr, gemeinfrei)
Platte bis zum Horizont: die Wohnbebauung in der Berliner Wilhelmstraße (Bild: Adam Carr, gemeinfrei)

Fertiggestellt wurden sie 1992, doch atmen sie noch den Geist der späten DDR: die Berliner Plattenbauwohnblöcke nahe der ehemaligen Mauer. Zwischen der Behren- und Voßstraße, entlang der Wilhelmstraße, nahe dem DDR-Ministerium des Inneren entstanden seit den späten 80er Jahren beliebte Domizile für die Elite dieser Zeit. Hier wohnten keine Geringeren als z. B. Gregor Gysi, Angela Merkel oder Kati Witt.

Die standardisierte Konstruktion wurde – typisch für die späten Plattenbauten – mit Materialwechseln, Vor- und Rücksprüngen so abwechslungsreich als möglich gestaltet. Die Bebauung zwischen Voß-, Behren- und Wilhelmstraße prüfe das Bezirksamt aktuell, so der Berliner Tagespiegel, auf „Erhaltung der städtebaulichen Eigenart“ – es geht als o um die Frage einer Unterschutzstellung. Das Ergebnis dieser Prüfung sei allerdings noch offen. Ausgenommen von solchen Überlegungen wird das Gebiet der Wilhelmstraße 56–59, für das Baurecht besteht. Diese Häuser sollen nun, trotz lager Proteste der dortigen Mieter, durch 165 neue Wohnungen ersetzt werden. (kb, 2.12.15)