Wenn Beton Musik macht

Dual-Plattenspieler, 1960er Jahre (Bild: Hannes Grobe, CC BY 3.0)
Hier könnte bald Beton spielen: ein Dual-Plattenspieler der 1960er Jahre (Bild: Hannes Grobe, CC BY 3.0)

Die Rolling Stones sind ein Klassiker – nun auch im Betonbau. Denn der deutsche Ingenieur Ricardo Kocadag, Mitarbeiter der Bauwerkssicherheit bei der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung, hat nun die erste Beton-Schallplatte verwirklicht. Und diesen „rollenden Kunststein“ sogleich mit „I Can’t Get No Satisfaction“ bespielt. Diese Entwicklung kommt weniger aus der Musikecke. Vielmehr wurde das Material Ultrahochleistungsbeton“ für den Brücken- und Hochhausbau entwickelt.

„Der Werkstoff Beton wird stark unterschätzt und hat viel mehr Anwendungsmöglichkeiten als man denkt“, so wird von der Berliner Zeitung zitiert. Dem neuartigen Tonträger ging ein Jahr Forschung voraus. So wird das nun sehr filigran einsetzbare Material nicht mehr allein aus Zement, Wasser und Zuschlagstoffen (Sand oder Kies) hergestellt. Bei der Aushärtung kommen noch verschiedene Pülverchen hinzu, um die feine Struktur zu gewährleisten. Wer sich selbst vom Wohlklang der Kunstplatte überzeugen möchte, kann online Hörproben abrufen. (kb, 18.1.15)