Bremen, Getreideverkehrsanlage (Bild: Inselmann, CC BY SA 3.0)

Wenn eine Getreideverkehrsanlage …

Wenn eine Getreideverkehrsanlage …

Bremen, Getreideverkehrsanlage (Bild: Inselmann, CC BY SA 3.0)
Bremen, Getreideverkehrsanlage, Silo I (Bild: Inselmann, CC BY SA 3.0)

Nicht nur in puncto Namenspoesie kann die Bremer „Getreideverkehrsanlage“ bundesweit mehr als mithalten. Allein das 200 Meter lange und 40 Meter hohe Silo I in der Bremer „Überseestadt“ wurde von 1914 bis 1916 für 32.000 Tonnen Getreide errichtet. Weitere Bauten kamen in rascher Folge hinzu, wurden teils erweitert und erneuert. Nun wurde die markante Anlage auf einem Grundstück von stattlichen 47.500 Quadratmetern Größe nach einer von der Stadt initiierten Ausschreibung durch die Wirtschaftsförderung Bremen (WFB) an einen neuen Eigentümer übergeben: die J. Müller AG.

Der Mietvertrag mit D. Wandel GmbH & Co. KG läuft in Kürze aus. An der Nutzung – „Umschlag von Getreide und anderen Agrarprodukten sowie Kaffeelagerung“ – soll sich jedoch nichts ändern. Nur müsse der neue Eigentümer die als „stark sanierungsbedürftig“ beschriebenen Bauten, so NWZ online, an „aktuelle Sicherheitsstandards“ anpassen. Was immer das konkret bedeuten wird, die Denkmalpflege dürfte ein Wort mitreden, denn seit 2006 stehen Teile der Anlage unter Schutz: aus der Zeit um den Ersten Weltkrieg Silo I, das Verwaltungsgebäude, Teile von Pier und Elevator sowie das Maschinenhaus II, aus den 1920er Jahren Silo II, sowie weitere Teile von Pier und Elevator aus den ersten Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg. (kb, 25.11.16)