Ausstellung "Schwimmen im Geld" (Bild: Stephan Schwabe)

Wie einst Dagobert Duck

Das sprichwörtliche „Schwimmen in Geld“ verbindet man nicht zuletzt mit dem steinreichen Entenhausener Dagobert Duck. Dessen liebste Beschäftigung ist es, täglich ein Bad im eigenen Geld zu nehmen. Vice versa lässt sich die bildhafte Redewendung aber auch auf die Haltung eines eigenen Schwimmbads münzen: eine besonders kostspielige Form des Privatvergnügens. Und genau dieses war in der Bundesrepublik der Nachkriegszeit weit verbreitet. Damals wurden Fortschritt und Wohlstand zum zentralen Versprechen von Politik und Gesellschaft – und das private Hallenbad avancierte zum Statussymbol einer ganzen Generation.

Reiches Anschauungsmaterial bietet eine Ausstellung, die aktuell in Dortmund zu sehen ist. Unter dem Titel „Schwimmen in Geld – private Hallenbäder des deutschen Wirtschaftswunders“ werden Fotos aus der gleichnamigen Publikation des Architekten Richard Schmalöers gezeigt. Sie dokumentieren private Schwimmbäder im Ruhrgebiet der 1950er bis 1970er Jahre. So wird erstmals das Bild eines Bautyps vermittelt, der bisher kaum für die Öffentlichkeit zugänglich war. Die Schau findet passenderweise in einem solchen statt: in den Räumen jenes unterirdischen Schwimmbades, das 1966 vom Architekten Wilhelm Menne unter dem Garten des Einfamilienhauses in der Sckellstraße 12 gebaut wurde. Die Präsentation endet am 21. September und ist Teil einer Doppelausstellung, zu der auch „Doppelplusmodern“ gehört. (fk, 21.8.18)

Ausstellung „Schwimmen im Geld“ (Bild: Stephan Schwabe)