Im Rahmen der World Design Capital 2026 rückt der Dyckerhoff-Industriestandort am Wiesbadener Rheinufer als bedeutendes Zeugnis der Industriekultur in den Fokus. Zwei Veranstaltungsformate eröffnen unterschiedliche Perspektiven auf das historische Erbe und die zukünftige Nutzung der denkmalgeschützten ehemaligen Kraftwerkhalle und des Verwaltungshochhauses von Ernst Neufert. In der Fachtagung „Zukunftsort Bestand: Standortentwicklungen am Wiesbadener Rheinufer“ am 10. und 11. September diskutieren Expert:innen aus Wissenschaft und Praxis, wie sich die Anforderungen einer modernen Arbeitswelt mit dem baulichen Erbe des Industriezeitalters verbinden lassen.
Am Beispiel der Kraftwerkshalle aus den 1890er Jahren und des 1961-63 errichteten Hochhauses werden Strategien für die Nachnutzung und Weiterentwicklung ehemals industriell genutzter Bauten vorgestellt und neue Impulse für einen zukunftsfähigen Umgang mit historischer Bausubstanz entwickelt. Die Fachtagung findet am Amöneburger Rheinufer in der Biebricher Straße statt – die genaue Adresse gibt es nach der Anmeldung in einer gesonderten Mail kurz vor Beginn der Veranstaltung. Ergänzend ermöglichen öffentliche Führungen am 11. September um 15.30 Uhr und 16.30 Uhr Einblicke in die industrielle Geschichte des Standorts und führen hinter die Kulissen von Kraftwerkshalle und Hochhaus. Anmelden dazu kann man sich hier. (db, 1.9.26)
Wiesbaden, Dyckerhoff-Hochhaus, Flugdach über dem Haupteingang (Bild: Kristin Schubert)

