Wohnen mit Chrom

Fauteuil Gispen 407 (W. H. Gispen, 1933) (Bild: Marc Chang Sing Pang)
Fauteuil Gispen 407 (W. H. Gispen, 1933) (Bild: Marc Chang Sing Pang)

Wenn nach einem ein Sandwich oder ein Möbelstück benannt wird, hat man es geschafft. Willem Hendrik Gispen oder Mies van der Rohe haben es geschafft. Ihre Freischwinger inszenieren das moderne Sitzen mit Polsterflächen zwischen viel Chrom. Verchromte Stahlmöbel gehörten zur frühen Moderne dazu wie Flachdach und Neonröhre. In München will nun die Tagung „Wohnen mit Chrom“ am 21. November 2014 den Besonderheiten dieses Materials nachgehen.

Als 3. Forschungsgespräch des DFG-Projekts „Kommentiertes Werkverzeichnis der Möbel und Möbelentwürfe Ludwig Mies van der Rohes“ widmen sich im Münchener Zentralinstitut für Kunstgeschichte (Katharina-von-Bora-Straße 10, 80333 München, Raum 242, 2. OG) sprechen Kunsthistoriker, Restauratoren und Hersteller über Fragen der Produktion, Rezeption und Konservierung der glänzenden Möbeloberflächen. Die Themen reichen von der Rolle der „Neuzeitliche Stahlmöbel“ in der Zwischenkriegszeit bis zur Herstellungs- und Bedeutungsgeschichte von Chrom. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, das ausführliche Programm ist online abrufbar. (kb, 16.11.14)