Wolfsburg-Rabenberg, St. Heinrich (Bild: Kirchenfan, CCC0, 2008)

Wolfsburg: St. Heinrich dankt ab

Als Wolfsburg in der NS-Zeit als „Stadt des KdF-Wagens“ (später VW) gegründet wurde, waren im Stadtbild ausdrücklich keine Kirchen vorgesehen. Nach Kriegsende entstanden hier gleich mehrere prominente Kirchenbauten von renommierten Architekten von Alvar Aalto bis Gerhard Langmaack. Im Stadtteil Rabenberg wählte der Architekt Peter Koller jun. 1961 die äußerwöhlnliche Form einer Krone auf ovalem Grundriss – als Verneigung vor dem Namenspatron St. Heinrich. Der usrpünglich geplante Turm wurde nicht mehr umgesetzt. 1971 erfolgten eine liturgische Neuordnung und Erweiterung um das Pfarrzentrum, in den 1980er Jahren eine Sanierung des Kirchenraums und künstlerische Neuausstattung.

Nachdem man noch 2008 in eine Dachsanierung des denkmalgeschützten Bauwerks investiert hatte, folgte 2014 der Beschluss: Die Kirche soll verkauft werden. Am 22. März 2019 wird der Kirchenraum nun endgültig profaniert. Grundstück und Gebäude wurden bereits vor Monaten an einen Architekten veräußert, der das Areal für Studentenapartments erschließen will. Für den Kirchenraum ist keine Wohnnutzung, sondern eine kulturelle Funktion in Aussicht gestellt. Die Bauarbeiten im angrenzenden Kloster und Pfarrheim haben bereits begonnen, die ersten Studenten könnten Ende des Jahres einziehen. (kb, 16.3.19)

Wolfsburg-Rabenberg, St. Heinrich (Bild: Kirchenfan, CC0 1.0, 2008)