Mehrere Tausend Buchstaben – überwiegend Schriftzüge und Spolien aus dem öffentlichen Raum der Nachkriegsjahrzehnte in beiden Hälften Berlins – hat das Berliner Buchstabenmuseum in seiner Sammlung, von den berühmten Zierfischen aus der Ost-Berliner Karl-Marx-Allee über verschnörkelte wie serifenlose Namen, Brands und Hinweise von Hotels, Geschäften und Firmensitzen. Das Museum hat einige einzigartige Exemplare vor der Verschrottung gerettet und damit einen wesentlichen Beitrag zur archigrafischen Geschichtsschreibung Berlins sowie zur Bekanntmachung der Archigrafie generell geleistet.

Öffentlich zu sehen waren sie erstmals im Jahr 2008, seitdem sind die ehrenamtlichen Betreiber:innen immer wieder von der Berliner Kulturortrochade betroffen gewesen. Seine jetzigen Räume im Hansaviertel muss der Verein nun räumen und schließt damit das Museum. Für die Unterbringung der Sammlung wird noch, wie sollte es anders sein, ein Ort gesucht. Wer etwas weiß oder finanziell unterstützen möchte, kann sich beim Buchstabenmuseum direkt melden oder gleich zu Better Place zappen. (pk, 3.8.25)

Berlin, Buchstabenmusem (Bild: Franziska Schöneberger)

Berlin, Buchstabenmuseum (Bild: Franziska Schoenberner)

Anmelden

Registrieren

Passwort zurücksetzen

Bitte gib deinen Benutzernamen oder deine E-Mail-Adresse an. Du erhältst anschließend einen Link zur Erstellung eines neuen Passworts per E-Mail.