Weil am Rhein, Vitra-Werk, Feuerwehrhaus (Bild: Pjt56, CC BY SA 4.0)

Zaha Hadid ist gestorben

Zaha Hadid ist gestorben

Weil am Rhein, Vitra-Werk, Feuerwehrhaus (Bild: Pjt56, CC BY SA 4.0)
Weil am Rhein, Vitra-Werk, Feuerwehrhaus (Bild: Pjt56, CC BY SA 4.0)

Noch Ende letzten Jahres wurde bekanntgegeben, dass Zaha Hadid als erste Frau die Royal Gold Medal erhielt. Schon 2004 kürte man die Architekturprofessorin und Designerin zur ersten weiblichen Pritzker-Preisträgerin. Dabei spielte die Künstlerin, die ihren Stil selbst „kinetisch“ nannte, schon seit Jahrzehnten mit den Grenzen: Sie wurde in Bagdad geboren und hatte die britische Staatsangehörigkeit, sie entwarf die Bibliothek der Wirtschaftsuniversität Wien (2013) und das Bühnenbild für die Welt-Tour der Pet Shop Boys (1999/2000), sie wurde bekannt im späten 20. und berühmt im frühen 21. Jahrhundert.

Schon als Kind soll Hadid ihr Zimmer in Bagdad im Stil des Bauhaus umgestaltet haben. Sie studierte Mathematik und Architektur in Beirut und London. Im deutschsprachigen Raum machte sie sich 1993 mit dem Feuerwehrhaus für das Vitra-Werk in Weil am Rhein bekannt, um 2005 mit dem Wolfsburger phaeno-Museum eine breitere Öffentlichkeit für sich zu gewinnen. Zur Verleihung der Royal Gold Medal würdigte Peter Cook vom Architekturmagazin „Baumeister“ Zaha Hadid 2015 mit den Worten: „Wir haben Zaha ausgewählt: überlebensgroß, frech wie Oskar, und sicherlich auf einer Mission. Unsere Heldin.“ Zaha Hadid starb, wie die FAZ meldete, am 31. März an einem Herzinfarkt in einem Krankenhaus in Miami. (db/kb, 31.3.16)