„Zeichnen heißt Begreifen“ sagt Peter Junghanß (*1942), „und was man aufzeichnen kann – das hat man begriffen.“ Die aktuellen Arbeiten von Peter Junghanß – ob Rohrfederzeichnungen oder Kaltnadelradierungen – wirken spontan und zugleich präzise, sie leben von der Bewegung der Linie und der Unmittelbarkeit des Moments. Das war nicht immer so: Seine Grafiken aus den 1980er Jahren beispielsweise sind motivisch und rütteln deutlich am gewalttätigen System der DDR, wenn ein kleiner eingesperrter und überwachter Vogel die Selbstverständigung, Widerspenstigkeit und den Irrwitz des Überwachungsstaates symbolisiert oder sich die berühmte volkstümliche Weihnachtspyramide in ein Schlachtfeld verwandelt.

In seinen Architektur- und Landschaftsdarstellungen ebenso wie seinen Portraitzeichnungen entwickelt der promovierte Künstler und Architekt eine visuelle Sprache, die sowohl impulsiv als auch strukturiert ist, stets mit einer eigenen Signatur. Eine Auswahl aus diesem Werk zeigt vom 11. September bis 14. November 2025 das Haus der Architekten in der Goetheallee 37 in Dresden mit der Ausstellung „Zeichnung und Druckgrafik. Peter Junghanß“. Die Vernissage findet am 10. September 2025, 18:00 Uhr mit einer Einführung von Tilman Wendland und Musik von Florian Mayer (Viola) statt. (pk, 7.9.25)

Peter Junghanß, Blick in eine Taifun-Fabrik, 2017, Rohrfeder- und Pinsel auf getöntem Papier, 100 x 63 cm

Peter Junghanß, Blick in eine Taifun-Fabrik, 2017, Rohrfeder- und Pinsel auf getöntem Papier, 100 x 63 cm

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