Graz, Kunsthaus, Bild: Schneider & Aistleinter, CC BY-SA 2.5

Zu Sir Peter Cook nach Köln

Zu Sir Peter Cook nach Köln

Graz, Kunsthaus, Bild: Schneider & Aistleinter, CC BY-SA 2.5
Biomorphe Vision, verewigt in Stahl und Glas: Kunsthaus Graz von Peter Cook und Colin Fournier (Bild: Schneider & Aistleinter, CC BY SA 2.5)

Die knalligen Archigram- Stadtentwürfe wie „Plug-In City“ oder „Instant City“ loteten aus, was Architektur zu leisten vermag, dienen heute noch gerne als Diskussionsgrundlage, wenn es um den gesellschaftlichen Nutzen der Technologie geht, und sind schon lange Teil der Popkultur. Ihr Schöpfer, Archigram-Gründungsmitglied Sir Peter Cook, feiert am 22. Oktober seinen 80. Geburtstag und wird nun in Köln mit einer Ausstellung gefeiert – die natürlich nicht bei der 1974 entschlummerten Archigram-Gemeinschaft endet.

Nach jahrzehntelanger freier Tätigkeit gründete Cook 2006 mit Gavin Robotham das Londoner Crab Studio – in dem manch experimentelle Ansätze in die Realität umgesetzt wurden. Zu den tatsächlich gebauten Visionen zählen unter anderem das Kunsthaus Graz (2000), einen Bauteil der Wirtschaftsuniversität Wien (2008-14) und zur IBA 1987 ein Wohnhaus in Berlin. Der AIT-ArchitekturSalon Köln präsentiert ab dem 6. Oktober mit „Crab: Peter Cook and Gavin Robotham …and its Archigram Antecedents“ die Utopien von Archigram sowie Projekte von Crab Studio von 1960 bis heute. Neben Zeichnungen, Skizzen, Modellen und großformatigen Fotografien wird die Atmosphäre des Londoner Büros rekonstruiert. Die Ausstellung, eine Kooperation mit der Architekturfakultät Bochum, läuft bis 9. Dezember. (db, 8.10.16)