Archigram, Walking City (Project 064), 1964 (© Deutsches Architekturmuseum)

Zukunft von gestern

Zukunft von gestern

Archigram, Walking City (Project 064), 1964 (© Deutsches Architekturmuseum)
Archigram, Walking City (Project 064), 1964 (© Deutsches Architekturmuseum)

Die Frankfurter Ausstellung „Zukunft von gestern“ zeigt außergewöhnliche Utopien der Architektengruppen Future Systems und Archigram. Im Mittelpunkt stehen technische Zeichnungen, opulente Collagen und filigrane Originalmodelle. Die Werke des 1968 nach London emigrierten, tschechischen Architekten und Gründers von Future Systems Jan Kaplický aus den 1980er und 1990er Jahren werden konfrontiert mit den zwanzig Jahre früher entstandenen Entwürfen der Londoner Architektengruppe Archigram um Peter Cook, Ron Herron und Dennis Crompton. Das Gros dieser Utopien blieb auf dem Papier und war als Anregung für das (Über)leben in gesellschaftlichen Umbruchphasen erdacht.

Die Weltraumarchitektur von Archigram entstand in der Zeit der Mondlandung. Future Systems dagegen entwarfen ihre autarken maschinenartigen Wohnkapseln für eine düstere Welt in der Hochphase des Kalten Kriegs. Eröffnet wird die Präsentation mit der Vernissage am 13. Mai um 19 Uhr. Im Anschluss ist die Ausstellung „Zukunft von gestern. Visionäre Entwürfe von Future Systems und Archigram“ bis zum 18. September 2016 im Deutschen Architekturmuseum zu sehen. (kb, 10.5.16)

Noch mehr Zukunft? Mitte August erscheint das Sommer-Heft von moderneREGIONAL zum Thema „Spacedesign – die Zukunft der Moderne“ mit Beiträgen von den ufoartigen Schalenbauten Ulrich Müthers über das futuristische Design klassischer Verkehrsmittel bis zu den SciFi-Kulissen der Weltraumepen.