Sie ist frisch eröffnet, die Ausstellung „Zwischen Aufbruch und Abbruch“, die sich den Kirchenbauten im Bistum Fulda seit 1946 widmet. Diese Gesamtschau, zu sehen im Dommuseum Fulda, erscheint an einem markanten Punkt dieser 80-jährigen Geschichte. Denn auch im Bistum Fulda wird seit einigen Jahren der Gebäudebestand gesichtet, bewertet und ausgedünnt. Entsprechend bildet die Ausstellung eine wichtige Dokumentation des Ist-Zustands, bevor sich viele dieser Bauten durch Schließung und neue Nutzung entscheidend verändern oder durch Abriss verschwinden.

Das Kuratorinnen-Team – Astrid Schlegel, Dr. Johanna Anders und Dr. Verena Smit – versteht die Präsentation nicht als eine spröde historische Aufarbeitung. Auch und gerade die damals Beteiligten, die Mitwirkenden am damaligen Kirchbauboom, sollen sich mit ihren Erfahrungen und Erinnerungen wiederfinden. Daher werden die klassischen Medien wie Modelle, Pläne, Entwürfe und Fotografien ergänzt durch Kunstwerke und einen eigens produzierten Film. Und zur Vertiefung und nachhaltigen Sicherung gibt es die 260 Kirchen des Bistums, die nach 1946 entstanden sind, jetzt auch als Online-Datenbank zum Durchstöbern. Der dortige Wissensstand speist sich, neben den aktuellen Recherchen und Fotodokumentationen im Rahmen der Ausstellung, vor allem aus dem Inventar der Diözese und der Dissertation von Johanna Anders zu den nordhessischen Diasporakirchen. Im Dommuseum Fulda ist die Ausstellung „Zwischen Aufbruch und Abbruch“ noch bis zum 10. Januar 2027 zu sehen. (kb, 6.6.26)

Wolfhagen, St. Maria (Bild: Martin Lueders, via google-Maps, 2022)

Wolfhagen, St. Maria (Bild: Martin Lueders, via google-Maps, 2022)

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