Modernisierung und Wiederaufbau

"Berliner helfen beim Aufbau" (Bild: Bundesarchiv Bild-Nr. 183-S93492, Foto: Rudolph, 1948)
„Berliner helfen beim Aufbau“ (Bild: Bundesarchiv Bild-Nr. 183-S93492, Foto: Rudolph, 1950)

Wiederaufbau – ein Begriff, der für den Städtebau der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts nicht greift. Vielmehr ging es um „einen langfristigen Prozeß der Modernisierung von Stätten“, so zumindest die These des Experten-Workshops „Zweifache Transformation: Städtebau zwischen Modernisierung und Wiederaufbau (1880–1960)“ vom 21. bis zum 22. November 2014. Veranstalter ist die Universität Paderborn (Warburger Str. 100, 33098 Paderborn, Raum: B3.231), hier die Fakultät für Kulturwissenschaften, dem Historischen Institut.

Der Blick geht von der „Entdeckung der Altstadt“ um 1900 über die Konzepte des Neuen Bauens in den 1920er Jahren bis zu den ideologischen Umgestaltungen der 1930er Jahre. Nach 1945 knüpften viele Akteure an die alten Planungen an – ein bislang häufig wenig beachteter Tatbestand. Daher geht es der Konferenz weniger um die Brüche, als vielmehr um die Kontinuitäten in dieser Entwicklung. In den Vorträgen werden, neben Überblicksthemen, die Städte Braunschweig, Warschau, Frankfurt/Main und Stuttgart behandelt (kb, 12.11.14)