Vor fast genau 200 Jahren, am 7. Oktober 1825, wurde das Polytechnikum Karlsruhe gegründet. Entstanden ist es aus der Zusammenlegung der Bauschule des Architekten Friedrich Weinbrenner, der von Johann Gottfried Tulla gegründeten Ingenieurschule sowie den Realklassen des Karlsruher Lyzeums. Später aufgestiegen zur Technischen Hochschule und 1967 zur Universität Karlsruhe, wurde daraus 2009 – durch die Fusion mit dem Forschungszentrum Karlsruhe – das Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Zum Jubiläum zeigt die KIT-Fakultät für Architektur nun zwölf prägende Bauwerke der Stadt in einer Ausstellung und legt den Fokus dabei auf die gestalterischen Wechselwirkungen zwischen KIT bzw. seiner Vorgängerinstitutionen und der Stadt Karlsruhe. Zu sehen ist die Schau bis 5. Oktober täglich von 10.00 bis 18.00 Uhr im Erdgeschoss des Regierungspräsidiums Karlsruhe (Am Rondellplatz, Karl-Friedrich-Straße 17), der Eintritt ist frei.

Zwölf prägnante Gebäude, die in den vergangenen zweihundert Jahren unter maßgeblicher Beteiligung von Mitgliedern der Architekturfakultät des KIT entstanden sind, werden jeweils in einem „Baukasten“ vorgestellt: Brunnenhaus in Durlach (Friedrich Weinbrenner, 1824), Kapelle des Alten Friedhofs (Friedrich Eisenlohr, 1841-1842). Doch auch die (klassische) Moderne ist reich vertreten. Etwa mit einem Doppelhaus in der Siedlung Dammerstock (Alfred Fischer, 1928-1929), dem Wohnblock mit Ladenzeile an der Ebertstraße (Hermann Alker, 1930), dem Sozial- und Verwaltungsgebäude der Raffinerie DEA-Scholven (Egon Eiermann, 1961-1963) und der Haltestelle Kronenplatz des Stadtbahntunnels (Ludwig Wappner/allmannwappner, 2004-2021). Ausgestellt werden Zeichnungen, Modelle, Fotos und Filme, die in den vergangenen vier Semestern im Rahmen von Seminaren und Entwürfen an der KIT-Fakultät für Architektur entstanden. Begleitend zur Ausstellung ist ein Katalog erschienen: Federico Garrido, Joaquín Medina Warmburg, Marco Silvestri (Hrsg.): „Baukasten Karlsruhe – 200 Jahre Polytechnische Architektur Karlsruhe“, KIT-Fakultät für Architektur 2025, 200 Seiten mit farbigen Abbildungen, broschiert, mehr unter https://www.arch.kit.edu/ (db, 9.9.25)

Karlsruhe, MiRO, ehem. Verwaltung DEA-Scholven (Bild: Michael Kauffmann, CC BY 2.0 DE)

Karlsruhe, MiRO, ehem. Verwaltung DEA-Scholven (Bild: Michael Kauffmann, CC BY 2.0 DE)

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