Basel, Betonausstellung (Bild: Schweizer Architekturmuseum)

Baseler Beton

Beton ist nach wie vor der am häufigsten verwendete Baustoff der Erde. Doch er ist auch Symbol für unwirtliche Architektur, kapitalistische Verdrängung und Hauptträger der Grauen Energie – und in seiner derzeitigen Anwendung ein Klimakiller. Das wachsende Bewusstsein für seine erheblichen ökologischen Auswirkungen hat deutlich gemacht, dass der Status quo des Bauens mit Beton nicht mehr haltbar ist. Doch gerade jetzt, da lang vorherrschende Argumente für das Material infrage gestellt werden, ist es an der Zeit, einen genaueren Blick darauf zu werfen, was Beton ist und war – um darüber nachzudenken, was er noch sein könnte.

Das Schweizerische Architekturmuseum Basel (S AM) präsentiert derzeit neun Sichtweisen auf den Umgang mit Beton. Es werden unter anderem Originalzeichnungen, Modelle und Fotografien aus den drei wichtigsten Architekturarchiven der Schweiz gezeigt, um dieses komplexe und kritische Material zu beleuchten. Der historische Rahmen der Ausstellung wird durch ein Veranstaltungsprogramm ergänzt, das die heutige Verwendungdes Baustoffs und seine mögliche Zukunft thematisiert. An der Schau, die bis 24. April läuft, sind nahezu alle maßgeblichen Institutionen der Schweiz beteiligt; sie ist eine Koproduktion von S AM, gta Archiv/ETH Zürich, Archives de la construction moderne/EPF Lausanne, Archivio del Moderno dell’Academia di Architettura/USI. Künstlerische Leitung: Andreas Ruby, Wissenschaftliche Leitung: Sarah Nichols, Kuratorisches Team: Sarah Nichols, Yuma Shinohara, Andreas Kofler, Szenografie: Graber & Steiger Architekten (db, 23.1.21)

Basel, Betonausstellung (Bild: Schweizer Architekturmuseum)