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Frankfurt am Main, Technisches Rathaus (Bild: © Postkarte, Verlag Arthur F. Krüger)

Modernes Fotoalbum Dom/Römer

Beim Gang durch die neue Ausstellung im Deutschen Architekturmuseum reibt man sich verwundert die Augen. Ja, das sind immer wieder dieselben paar Quadratmeter überteuerten Frankfurter Bodens, die hier in alten, neuen, anderen Fotos ausgebreitet werden. In aller Detailtreue führen Kurator Philipp Sturm und Ko-Kurator Moritz Röger mit „Die immer neue Altstadt“ im versierten Galopp durch die Diskussionen, Planungen, Bauten, Abrisse und Wiederaufbauten der letzten rund 120 Jahre. Als würde der Weg durch die engen Gassen eben jener Altstadt führen, leitet die Ausstellungsarchitektur durch verwinkelte Bild- und Textwände. Immer wieder scheinen dazwischen Durchblicke zu großformatigen Stadtansichten auf. Ihnen gegenüber zitieren sich die Ausstellungsmacher in goldenen Lettern durch die Debatten der letzten Jahrzehnte. Noch 1973 witzelte die Frankfurter Allgemeine Zeitung, angesichts des neuen Betonbrutalismus am historischen Standort, von der „Trutzburg mit ein paar Blumentöpfen“. 2005 dann billigte der SPD-Vorsitzende Franz Frey den Bürgern 2005 „ein Recht auf Fachwerk“ zu, während der Frankfurter Planungsdezernent Martin Wentz 2015 schlicht von „Disneyland“ spricht. Die Ausstellung wird am 21. September 2018 um 19 Uhr eröffnet, ist anschließend bis zum 10. März 2019 zu besuchen. Natürlich gibt es ein reiches Begleitprogramm und einen opulent zu nennenden Katalog im Jovis Verlag. Und passenderweise findet sich das Hauptexponat, die neue neue Altstadt, nur wenige Gehminuten vom Museum entfernt. (kb/db, 21.9.18)

Köln, Amerika-Haus/Fritz-Thyssen-Stiftung, Tagung des Rheinischen Vereins am 6. September 2018 (Bild: Anke van Heyl)

Ein Selfie für Frau Ministerin

Was für Rockkonzerte gut ist, kann für eine Bautagung nicht verkehrt sein – dachte sich der Rheinische Verein (für Denkmalpflege und Landschaftsschutz mitsamt seinem Arbeitskreis Nachkriegsmoderne) und griff zum Handy. Mit einem Selfie aller Teilnehmer antworteten die Veranstalter auf das Video-Grußwort von Ina Scharrenbach, der nordrhein-westfälischen Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung. Ähnlich popkulturell kam das Tagungsthema daher: „Tausendfüßler, Laubfrosch und andere Charakter-Monster“, die oft geschmähten und dann doch wieder mit Spitznamen geadelten Nachkriegsbauten. Deren Schicksal, Bedrohung und Erhaltung stand am 6. September 2018 im Kölner Sitz der Fritz-Thyssen-Stiftung im Mittelpunkt von – ganz klassisch – Vorträgen, Workshops und Treppenhausgesprächen.

 

Eine(r) vor vielen

Nach einführenden Begrüßungen sprachen Prof. Dr. Hiltrud Kier (Universität Bonn), Dr. Ulrich Krings (Rheinischer Verein) und Alexander Kleinschrodt M. A. (Werkstatt Baukultur Bonn) eindrücklich über ihren Kampf um die 1950er, 1960er und folgenden Architekturjahrzehnte. Fast ist man versucht, von Zeitzeugenberichten zu sprechen (ja, Herr Kleinschrodt, Jahrgang 1985, so schnell geht das). In einem zweiten Block referierte Merlin Bauer über das erfolgreiche Kölner Projekt „Liebe Deine Stadt“ und Dr. Arnold Bartetzky (Leibniz-Institut für Geschichte und Kultur des östlichen Europa, Leipzig) führte im eleganten Galopp durch die selbstbewussten Stadtplanungen der Ost- und Sowjetmoderne.

 

Viele miteinander

Dazwischen, so der Anspruch der Tagung, sollten möglichst viele möglichst viel miteinander ins Gespräch kommen. Da arbeiteten Workshops zu Inventarisation, Denkmalpolitik und Materialfragen der Nachkriegsmoderne, um die Erfahrungen der einzelnen Initiativen für alle anderen fruchtbar zu machen. Zuletzt diskutierten auf dem Podium, unter der Moderation von Tobias Flessenkemper, u. a. Oliver Elser (Deutsches Architekturmuseum, Frankfurt), Anke von Heyl (Brutalismus im Rheinland, Köln), Dr. Jens Voß (Rheinische Post, Krefeld) und Prof. Dr. Matthias Müller (Rheinischer Verein, Mainz) über den aktuellen Balanceakt zwischen Abriss und Akzeptanz.

 

Jede mit jedem

Im Foyer und Treppenhaus des ehemaligen Amerika-Hauses (1955, Rolf H. Schickmann), selbst ein starker architektonischer Co-Referent der Tagung, waren die unterschiedlichsten Initiativen dazu eingeladen, sich in Info-Ständen vorzustellen: Architektur Forum Rheinland, BDA Köln, Brutalismus im Rheinland, City-Hof Hamburg, Denkmalverein Hamburg, Fachgruppe Städtebauliche Denkmalpflege, Forum StadtBauKultur Bonn, haus der architektur köln, Initiative, , Kerbero, Initiative „perle sucht dame“ Köln, Labor Ebertplatz, moderneREGIONAL, ostmodern.org, Ruhrmoderne, urbanophil, Werkstatt Baukultur Bonn und Freunde des Mainzer Rathauses. Damit war der eigentliche Zweck dieses Moderne-Familientreffens voll erreicht: Leute, sprecht miteinander! (kb, 12.9.18)

 

Titelmotiv: Köln, Amerika-Haus/Fritz-Thyssen-Stiftung, Tagung des Rheinischen Vereins am 6. September 2018 (Bild: Anke van Heyl)

Wörth, Europa-Gymnasium (Bild: Gregor Zoyzoyla)

Wörth: Boom-Town am Rhein

von Tobias Flessenkemper mit Fotos von Gregor Zoyzoyla

Das einst beschauliche Fischerdorf Wörth am Rhein wurde 1977 zur Stadt. Im neu gegründeten Rheinland-Pfalz waren die pfälzischen Landesteile in der Nachkriegszeit wirtschaftlich unterentwickelt. Ziel der Ministerpräsidenten Peter Altmeier (1947-69) und Helmut Kohl (1969-76) war die (industrielle) Entwicklung des gesamten neuen Bundeslands. In Wörth gelang der Coup, als sich hier in den 1960er Jahren das weltweit größte Mercedes-Benz LKW-Montagewerk ansiedelte. Die Region wurde zudem europäisches „Ölkreuz“, an dem Pipelines aus Marseille, Triest und Genua zusammenliefen. 1970 eröffnete dann Mobil Oil eine Groß-Raffinerie. Industrieansiedlungen und das Wachstum der Oberrhein-Region um Karlsruhe ließen die Bevölkerung explodieren: Zwischen 1950 und 1970 verdoppelte sie sich und wuchs auf heute über 17.000 Menschen an. Wörth war zur Boom-Town des Ölzeitalters geworden.

 

Die „neue Stadt“ im Wald

Wörth entschloss sich, einen neuen Stadtteil auf dem östlich gelegenen Dorschberg „im Wald“ oberhalb des am Altrhein gelegenen historischen Orts zu errichten. Mit dem neuen Rathaus wurde aber auch signalisiert, dass der Dorschberg mehr als eine Trabantenstadt sein sollte. Er erhielt wichtige Schulen und Kirchen, eine Einkaufspassage, Sport- und Grünanlagen. In zwei Bauabschnitten entstand zwischen 1967 und 1975 das heutige Europa-Gymnasium nach Entwürfen des Architekten Egon Seidel. Die Jury lobte den Entwurf als gelungenen Schwerpunkt eines zukünftigen Stadtzentrums.

In der Wörther Ortschronik heißt es weiter: „Kultusminister Dr. Bernhard Vogel bezeichnete in seiner Festrede den Bau des Gymnasiums in Wörth als so bedeutsam für das südostpfälzische Industriegebiet wie die Gründung der Universität in Kaiserslautern in der Pfalz“. Außerdem entstanden Anfang der 1970er Jahre das Rathaus gegenüber dem Gymnasium, die katholische Pfarrkirche St. Theodard (1969-73) von Alois Atzberger und verschiedene Wohnquartiere für leitende und höhere Angestellte der Industrie und Arbeiterfamilien. Die moderne Stadtlandschaft auf dem Dorschberg wurde natürlich autogerecht angelegt, zum Ausgleich gab es u. a. einen zentralen Stadtpark und eine autofreie Fußgängerzone.

 

Amtlich geprüft

Vor Ort ist man heute besorgt um den Erhalt dieses qualitätvollen Erbes. Auch der Arbeitskreis Nachkriegsmoderne des RVDL (Rheinischer Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz) engagiert sich für die nachkriegsmodernen Bauten auf dem Dorschberg. Vor diesem Hintergrund prüft die Generaldirektion für Kulturelles Erbe des Landes Rheinland-Pfalz (GDKE) seit August 2018 die Denkmalwürdigkeit des Europa-Gymnasiums und anderer Teile des Ensembles. Eine Inventarisation hat noch nicht begonnen und auch die Namen von Architekten und Künstlern sind noch nicht alle bekannt. Doch bereits jetzt überzeugen die Bauten – entstanden zu einer Zeit, als die Steuereinnahmen noch flossen, als Kunst am Bau verpflichtend war für öffentliche Projekte – durch ihre hohe Qualität vom architektonischen bis zum ausstattenden Detail. (24.8.18)

 

Literatur

Orts-Chronik Wörth am Rhein, Band 1, 1983, hierin: S. 1690.

Der Arbeitskreis Nachkriegsmoderne des RVDL (Rheinischer Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz) freut sich über Hinweise, Bilder, Zeitungsausschnitte oder weitere Informationen über Wörth am Rhein und Dorschberg.

Der Dank des Autors für erste Informationen geht an Gregor Zoyzoyla, Philipp Ost, Cordula Schulze und Sascha Köhl.

Weinbauschule Krems, 1950/53 (Bild: Franz Biberschick, OTRS Ticket #2009042110052523, CC BY SA 3.0)

„Schöne bunte Kuckucksuhr“

von Dina Dorothea Falbe

Selten wurde Baukunst so instrumentalisiert wie in den 1950er Jahren. Die Diskussionen um die passende Architektur für eine neue Gesellschaft standen inmitten einer Abgrenzung von Nationalsozialismus und dem jeweils anderen politischen System im Kalten Krieg. So liegt es nahe, diese Aushandlungsprozesse anhand des Schulbaus zu untersuchen – zielte doch die amerikanische Unterstützung des westdeutschen Wiederaufbaus auf eine Re-Education. 2016/17 erschien zu diesem Thema das Buch „Testfall der Moderne – Diskurs und Transfer im Schulbau der 1950er Jahre“ der Architekturhistorikerin Kerstin Renz.

 

Instantheimat

Nicht nur Architekten, auch Politiker, Pädagogen und Soziologen äußerten sich in Fachbeiträgen zum Schulbau. Trotzdem war die Form der in den 1950er Jahren publizierten Schulen oft fortschrittlicher als ihr Inhalt. „Die öffentliche Bauaufgabe Schule hatte multiplikatorische Wirkung für die Ideen der Moderne“, stellt Renz fest. Anhand einiger Tagungen und Ausstellungen zum Thema sowie verschiedener Biografien wichtiger Architekten porträtiert sie die komplexen und teils widersprüchlichen Debatten: die Diskussion um den Schulbau als politische Disziplin, wie sie so offen, leidenschaftlich, staaten- und länderübergreifend seitdem kaum wieder geführt wurde.

Dass die Neue Schule im Gegensatz zu ihren teils massiven Vorgängerkonzepten keine städtegestaltende Rolle neben Rathaus und Kirche mehr spielen sollte, tat ihrem repräsentativen Anspruch nur bedingt Abbruch. Der Flachbau im Grünen war zwar nicht dominant, dafür diente er als Nachbarschaftszentrum. Dieser Idealtyp der westdeutschen Nachkriegsschule geht auf die CIAM in den 1930er Jahren zurück. Auf einer Schulbautagung 1952 in Kiel wurde er als amerikanisch vorgestellt, war aber, wie die Autorin erkennt, gerade in Verbindung mit einer gewünschten Natur- und Heimatnähe, auch in der völkischen Siedlungszelle der Nazis vertreten. Auf einer Tagung in Fredeburg sah man jedoch die Schule 1959 als „geistige Mitte“ der Gemeinde, in der sich „auch die Eltern zu Rat und Feier sammeln“ sollen und „in das Schulfenster ein Stück Heimat“ blickt. Im Sinne der Re-Education wollte man die „Kinder zur Natur und damit zur Menschlichkeit“ führen.

 

Beamtenschule

Die „vor und nach 1945 tätige Baubeamtenschaft“ mag, wie Renz schreibt, flächendeckende „Reformen erschwert“ haben. Zumindest sollte jedoch im Bestand das „Pult, dieses stärkste Wahrzeichen jeder autoritären Pädagogik“ verschwinden, wie der Pädagoge Fritz Behrendt 1953 ausführt. Zudem empfiehlt er Blumen, farbige Vorhänge und eine „schöne bunte Kuckucksuhr“. Im Auftrag Rudolf Hillebrechts baute auch Paul Bonatz 1956 noch eine „normale Volksschule“ mit „normalen Klassen“. Zugleich gehörte Hillebrecht jedoch u. a. mit Hans Scharoun und dem Dresdner Architekten Heinrich Rettig der „Gesellschaft für Freilufterziehung“ an – was für einen Austausch über die deutsch-deutsche Grenze und über unterschiedliche Architekturauffassungen hinweg spricht.

Fachveranstaltungen hatten eine politische Agenda: Wenn Otto Bartning in einer Stuttgarter Ausstellung mit dem Titel „Meisterarchitektur“ Schulentwürfe u.  a. von Hans Scharoun, Rudolf Schwarz, Franz Schuster, Hans Schwippert, Max Taut präsentiert, will er die Übertragung öffentlicher Bauaufgaben an Privatarchitekten fördern. Bartning sieht in Scharouns Plänen eine Überinterpretation in Form eines „gebauten Gesellschaftsmodells“. Renz bewertet den Entwurf jedoch sehr positiv als versuchte „Humanisierung der Moderne“: Im Gegensatz zu vielen Entwürfen dieser Zeit rücke er die kindliche Wahrnehmung in der Vordergrund. Scharoun sollte sich mit Walter Gropius als Fürsprecher von Ost- nach Westdeutschland orientieren. Dabei habe er – so schreibt Renz – in seinem Entwurf „neue Identitätsangebote für eine demokratische Gesellschaft“ entwickelt.

 

Völkerverständigung

Obwohl auch Scharoun zahlreiche Diagramme zu seinem Schulentwurf vorstellt, offenbart sich die Verwissenschaftlichung der Architektur öfter in einer sehr theoretischen Herangehensweise: Der eigentlichen Nutzer gerät eher in den Hintergrund. Hans Schwippert zeigt in Darmstadt 1960 einen sehr flächenintensiven Pavillonkomplex, der als „additive Großform, den Strukturalismus der 1960er Jahre vorwegnimmt“. Gleichzeitig gewinnt die Präsentation über Fotografien und Publikationen an Bedeutung. Dieses Zusammenspiel illustriert Renz an der Hanstanton High School von Alison und Peter Smithson, die auf Wunsch der Architekten nur ohne Nutzer fotografiert werden darf. Programmatisch ist auch das vom Schweizer Architekten Alfred Roth konzipierte Buch „The New School“. In englischer, französischer und deutscher Sprache werden Beispiele aus der Schweiz, England, USA, Niederlande, Schweden, Dänemark mit professionellen Fotos inszeniert, die wiederum die Perspektive des Kindes in den Vordergrund rücken. Durch diese vergleichende Schau wird der „Schulbau als Projekt der Völkerverständigung“ vorgestellt.

 

Praxistest

Das Buch bietet einen guten Überblick über die damals für Westdeutschland relevanten Schulbaudiskurse. Zudem wird die Debatte mit einer ausführlichen Vorgeschichte und Exkursen in die Schweiz, USA und Großbritannien in einen sinnvollen Kontext gestellt, der die Ideengeschichte wie auch die persönlichen Motive bestimmter Schulbauer nachvollziehbar macht. Die andere Seite des Eisernen Vorhangs wird dabei nur angedeutet. Neben den bereits erwähnten Verbindungen werden Ressentiments gegenüber wichtigen Schulbauarchitekten wie Ernst May und Wilhelm Schütte aufgrund ihrer politischen Orientierung bzw. ihrer Arbeit in der Sowjetunion erwähnt. Der Blick in die DDR bleibt unvollständig, was sicher vor allem dem bisherigen Forschungsstand geschuldet ist. Wenn zu dieser „anderen Seite“ ähnlich umfassende, fundierte Betrachtungen vorliegen, wird sich die politische Bedeutungsaufladung dieser Bauaufgabe noch klarer darstellen. Auch wenn in den 1960er und 1970er Jahren weniger breit und offen über Schulbaukonzepte debattiert wurde, wäre es interessant zu erfahren, welche Ideen der Moderne sich ggf. erst dann in der Praxis durchsetzen konnten. (6.8.18)

Renz, Kerstin, Testfall der Moderne – Diskurs und Transfer im Schulbau der 1950er Jahre, Ernst Wasmuth Verlag, Tübingen 2016/17, 17 x 24 cm, Klappenbroschur, ISBN 9783803008169.

Titelmotiv: Weinbauschule Krems, 1950/53 (Bild: Franz Biberschick, OTRS Ticket #2009042110052523, CC BY SA 3.0)

Köln, Ebertplatz (Bild: Ralf Liptau, Sommer 2018)

Erfrischend!

von Ralf Liptau

Am Kölner Ebertplatz sprudelt der Optimismus. Erst vor Kurzem haben wir darüber berichtet, wie der Landschaftsverband Rheinland (LVR) und der Kölner Stadtkonservator scheinbar einer Diskussion um den Denkmalschutz für die Platzanlage aus den 70ern ausweichen. Das dürfte nun nochmal deutlich schwieriger werden, denn eines der zentralen (wenn auch denkmaltheoretisch irrelevanten) Argumente gegen den Platz, wonach er nicht „funktioniere“, hat sich inzwischen in Wasser aufgelöst. Seit dem 14. Juli sprudelt die 1977 eröffnete und vor 20 Jahren stillgelegte wasserkinetische Plastik von Wolfgang Göddertz in der Platzmitte wieder und zeigt: Die Anlage funktioniert doch! Auch Wochen nach der großen Eröffnung zeigt sich der Platz tagsüber als belebtes Zentrum, als „Oase“ und „Insel der Glückseligen“. Die Initiative „Unser Ebertplatz“ jubelt, zahlreiche Kunstaktionen sind geplant und die Diskussion um Erhalt oder Vernichtung dürfte damit erst so richtig starten. Oder sich schon erledigt haben. (6.8.18)