Titelmotiv: Duisburg, Weiße Riesen (Bild: Ben Kuhlmann)

MODERNE Strukturen und Ideen im Wandel

aktuell

14. Oktober 2021, ab 16 Uhr: Freiraumgestaltungen in Großwohnsiedlungen

Die Moderne revolutionierte die Stadt (nicht nur) in Europa – und sie prägt uns bis heute. Besonders der Siedlungsbau setzte in beiden Teilen Deutschlands ab den 1960er Jahren neue Maßstäbe. Als sich der Wohnraummangel in der Nachkriegszeit verschärfte, entstanden neue städtebauliche Raumbilder und funktionale Ordnungen, Formensprachen und Bautechnologien. Diese Großwohnsiedlungen riefen widersprüchliche Reaktionen hervor, von Euphorie bis zu Ablehnung. Angesichts der aktuellen Veränderungen in Stadtraum und Gesellschaft ist es nun an der Zeit, die historischen Grundlagen dieses Erbes zu erforschen und die modernen Großwohnsiedlungen als Ressource weiterzuentwickeln. Vor diesem Hintergrund beschäftigt sich die Fachgruppe Städtebauliche Denkmalpflege in ihrer virtuellen Veranstaltungsreihe „MODERNE Strukturen und Ideen im Wandel“ mit den Großwohnsiedlungen der 1960er bis 1980er Jahre – und hier auf der Seite wird fortlaufend zum Thema berichtet.

Virtuelle Vortragsreihe 2021/22

16. September 2021, 16.00 bis 18.00 Uhr:
‚Der‘ Städtebau deutscher Großwohnsiedlungen

Die digitale Veranstaltungsreihe „MODERNE Strukturen und Ideen im Wandel“ – in Medienpartnerscbaft mit moderneREGIONAL – beginnt am 16. September von 16 bis 18 Uhr ihre Reise zu Bedeutung und Zukunft der Großwohnsiedlungen der späten 1960er bis zu den 1980er Jahren ganz klassisch mit einer Bestandsaufnahme: In Nordrhein-Westfalen und Mecklenburg-Vorpommern werfen wir zwei exemplarische Blicke in aktuelle Projekte der Landesdenkmalämter, mit denen der Siedlungsbau erforscht wird. Beide Landesdenkmalämter in NRW arbeiten an den entsprechenden Überblickswerken für ihre Gebiete.

Für die LWL-Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur in Westfalen (LWL – Landschaftsverband Westfalen-Lippe) berichtet Dr. Hans Hanke vom Projekt „Erfassung von städtischen Siedlungen 1945-1990“, während Dr. Helmtrud Köhren-Jansen vom LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland (LVR – Landschaftsverband Rheinland) die 2020 erschienenen ersten beiden Bände des rheinischen Siedlungsinventars vorstellen kann. Dr. Jörg Kircher befasst sich bei der Landesdenkmalpflege Mecklenburg-Vorpommern mit den Städtischen Siedlungen und hat erste Ergebnisse mit dem Band „Alles Platte?“ von 2018 vorgelegt. Mit Kommentaren und kritischen Würdigungen melden sich Dorit Baumeister – Architektin, Kunstaktivistin und Baureferentin in Weißwasser – und Prof. Dr. Maren Harnack von der Frankfurt University of Applied Sciences zu Wort. Ihr Zugang zum Thema ist von der Frage der Weiterentwicklung, Inwertsetzung und künftigen Nutzung der Großsiedlungen geprägt.

14. Oktober 2021, 16.00 bis 18.00 Uhr:
Freiraumgestaltungen in Großwohnsiedlungen

Es wird Grün: Teil zwei der achtteiligen digitalen Veranstaltungsreihe „MODERNE Strukturen und Ideen im Wandel“ – in Medienpartnerschaft mit moderneREGIONAL – stellt die Freiraumgestaltungen als selbständiges Element der Großwohnsiedlungen in den Fokus. Am 14. Oktober von 16 bis 18 Uhr geht es via Zoom um die Fragen: Welche gestalterischen, sozialen und planerischen Werte gibt es, und warum werden Freiräume heute oft als reine Baulandreserven missverstanden? Liefern nicht gerade sie interessante Antworten auf drängende Fragen, nicht nur angesichts des Klimawandels?

Landschaftsarchitektin Susanne Weisser (Wuppertal) nimmt die im rheinischen Westen fast schon legendäre Großsiedlung Düsseldorf-Garath in den Blick. Die Rostocker Denkmalpfleger Uta Jahnke und Peter Writschan stellen unter dem Titel „Städtebau im Rostocker Nordwesten (1960-1980) und Beispiel(e) visionärer Freiraumgestaltung(en)“ nicht weniger legendäre Pendants aus der DDR vor. Kirsten Angermann, Wiss. Mitarbeiterin an der Bauhaus Universität Weimar, berichtet von der Erfassung für die Berliner Anlage Ernst-Thälmann-Park und über die unterschiedlichen Blickwinkel auf Architektur und Grün. „Je grüner desto besser?“, fragt kritisch Stefanie Rößler, Wiss. Mitarbeiterin am Dresdner Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung. Sie stellt „Potenziale und Grenzen der Freiraumentwicklung für eine sozial-ökologische Transformation von Großwohnsiedlungen“ zur Diskussion. Die Veranstaltungsreihe findet immer online via Zoom statt, eine Anmeldung ist nicht erforderlich: https://rwth.zoom.us/j/99120829780?pwd=NlBKZ2Ji
TUw2d2pFV1ZFYk9ra1lxZz09
, Meeting-ID: 991 2082 9780, Kenncode: 771578.

18. November 2021, 16.00 bis 18.00 Uhr:
Funktionale Mischungen und Zentren

16. Dezember 2021, 16.00 bis 18.00 Uhr:
Mobilitätskonzepte und -praktiken

20. Januar 2022, 16.00–18.00 Uhr:
Vom Wert des soziopolitischen Anspruchs und andere Imaginationen

10. Februar 2022, 16.00 bis 18.00 Uhr:
Masse und Klasse der Architektur. Vom Bauen und Erhalten

10. März 2022, 16.00 bis 18.00 Uhr:
Vom ‚Großen Plan‘ und den ‚kleinen und großen Veränderungen‘

14. April 2022, 16.00 bis 18.00 Uhr:
Ein Blick nach Europa

Die Veranstaltungsreihe findet immer online via Zoom statt, eine Anmeldung ist nicht erforderlich: https://rwth.zoom.us/j/99120829780?pwd=NlBKZ2Ji
TUw2d2pFV1ZFYk9ra1lxZz09
, Meeting-ID: 991 2082 9780, Kenncode: 771578.

Postkarten aus deutschen Großwohnsiedlungen

Folgen Sie der Fachgruppe Städtebauliche Denkmalpflege in den Urlaub: Ab Anfang Juli 2021 finden Sie hier jede Woche die virtuelle Postkarte eines Mitglieds der Gruppe. Sie möchten selbst grüßen? Dann posten Sie Ihr Foto aus einer deutschen Großwohnsiedlung in den Sozialen Medien mit dem Hashtag #postkartendermoderne.


Dortmund, Großer Hannibal (Bild: Ben Kuhlmann)

Dortmund, „Großer Hannibal“ (Bild: Ben Kuhlmann)

Veranstalterin

in Kooperation mit: RWTH Aachen: Carola Neugebauer, Christa Reicher – BTU Cottbus: Nina Gribat – FH Frankfurt am Main: Maren Harnack – Universität Kaiserslautern: Holger Schmidt, Detlef Kurth – Universität Kassel: Uwe Altrock – TH Köln: Yasemin Utku – Bauhaus-Universität Weimar: Hans-Rudolf Meier, Mark Escherich – LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland: Jascha Braun – LWL-Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur in Westfalen: Dorothee Boesler, Hans Hanke – Landesamt für Kultur und Denkmalpflege Mecklenburg-Vorpommern: Ramona Dornbusch, Jörg Kirchner – Kompetenzzentrum Großsiedlungen: Nico Grunze – Verband Deutscher Kunsthistoriker: Martin Bredenbeck – Gudrun Escher.

Kontakt und zentrale Organisation: Carola Neugebauer, Juniorprofessur für Sicherung kulturellen Erbes, RWTH Aachen, Templergraben 83, 52056 Aachen.

moderneREGIONAL unterstützt die Veranstaltungsreihe als Medienpartner. (kb, 1.7.21)

Titelmotiv: Duisburg, „Weiße Riesen“ (Bild: Ben Kuhlmann)