München, Theresienwiese (Bild: Michael Heinrich/ Architekturgalerie München)

Münchner Freiheiten

Nie zuvor ist so vielen Menschen weltweit so intensiv bewusst geworden, wie wichtig Freiräume sind wie während der Corona-Pandemie, seien es Balkon, Terrasse, Garten oder Stadtpark. Wer die Möglichkeit hatte, sie zu nutzen, war privilegierrt. Nachdem die Architekturgalerie München anlässlich ihres 25-jährigen Bestehens 2010 unter dem Titel “Münchner Perlen” einen Band mit besonderen Bauwerken herausgebracht hatte, bat man zum 35. Jubiläum Planerinnen und Planer, ihren Blick auf städtische Freiräume zu richten. Denn nicht nur die gebaute Stadt aus Stein und Holz, Beton und Glas, sondern auch die Zwischenräume prägen das Gesamtbild einer Stadt. Die gleichnamige Fotoausstellung, zigfach durch Pandemie-Bestimmungen unterbrochen, ist nun gerade zuende gegangen. Doch es gibt ja auch noch ein Buch, gleichfalls bereits 2020 erschienen. Anlässlich des anstehenden Frühjahrs, das uns (hoffentlich) wieder hinaus ins Freie treibt, sei nochmals darauf hingewiesen.

Der zweite Band “Perlen. Ausgewählte Freiräume in München” zeigt in Fotografien von Michael Heinrich, Markus Lanz und Sebastian Schels zeigen die Lieblingsorte von Münchner Landschaftsarchitekten, Architekten und Stadtplanerinnen. Von Philipp Auer über Elisabeth Merk, Christiane Thalgott und Sophie Wolfrum bis Max Otto Zitzelsberger. Sie haben jeweils auch kurze Texte zu ihren favorisierten Freiräumen geschrieben. Das Buch, Herausgegeben von Nicola Borgmann und Georg Götze und erschienen im Verlag Schiermeier, ist für 20 Euro bei der Architekturgalerie München und im Buchhandel zu haben. Einen besseren und kompetenteren Reiseführer für “umsonst und draußen” im nicht ganz billigen München werden Sie so schnell nicht finden … (db, 28.2.22)

München, Theresienwiese (Bild: Michael Heinrich/ Architekturgalerie München)