Im Jahr 1963 gestalteten gleich zwei (ost-)jüdische Künstler das Foyer des Frankfurter Schauspiels: Marc Chagall und Zoltan Kemeny. Letzterer schuf eine Wolkeninstallation von stolzen 116 Metern Länge, die bis heute durch die Glasfront in den Stadtraum hin wirksam wird. Zum 4. Juli 2022 erscheint im Deutschen Kunstverlag ein Buch zur Foyer-Raumskulptur. Anhand bislang unveröffentlichter Forschungen stellt das Buch nicht nur Künstler und Kunstwerk vor, sondern umreißt auch die Entstehung und Wirkung der Installation. Neue studentische Entwürfe zeigen unterschiedliche Optionen auf, wie die Zukunft des vor Kurzem unter Schutz gestellten Kunstwerks gesichert werden kann. Denn so wollen die Organisator:innen nicht zuletzt den Wert dieses Denkmal sichtbar machen, dessen Erhalt nach wie vor offen ist.

Dieses Buchprojekt wurde ermöglicht durch die Unterstützung vom Kuratorium Kulturelles Frankfurt, vom Kulturamt der Stadt Frankfurt am Main, von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, vom Landesamt für Denkmalpflege Hessen, vom Bund Deutscher Architektinnen und Architekten BDA Frankfurt und zahlreichen Einzelspender:innen aus einem vorlaufenden Crowdfunding. Am 11. Juli 2022 wird um 19 Uhr im Frankfurter DAM OSTEND (Henschelstraße 18 60314 Frankfurt am Main) das Buch vorgestellt. Die Begrüßung übernimmt Peter Cachola Schmal, Direktor des Deutschen Architekturmuseums (DAM). In der Veranstaltung präsentieren Philipp Oswalt (Herausgeber) Alfons Maria Arns (Autor, Kulturhistoriker) Astrid Wuttke (Autorin, Partnerin bei schneider+schumacher Architekten) und Anna Ranches (Grafikerin) unterschiedliche Facetten der Publikation und diskutieren anschließend mit Brigitte Franzen, Direktorin des Senckenberg Naturmuseums Frankfurt. (kb, 23.6.22)

Zoltan Kemenys Frankfurter Wolkenfoyer. Entstehung und Zukunft einer gefährdeten Raumkunst, 160 Seiten, 17 x 24 cm, gebunden, zahlreiche Abbildungen, teilweise in Farbe, Deutscher Kunstverlag, Berlin 2022, ISBN: 978-3-422-98825-5.

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