München, Dantestadion 2006 (Bild: Kuemmchen, CC0)

Dantestadion unter Schutz

Denkmalzuwachs in München: Das “Städtische Stadion an der Dantestraße”, kurz Dantestadion, im Stadtteil Gern steht nun unter Schutz. Das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege hat den Tribünenbau, das Eingangsbauwerk sowie eine Toranlage mit fünf Durchgängen und seitlich niedrigeren Flügeln zum Baudenkmal erklärt. Diese Bauteile stammen aus den Jahren 1926-28 und entstanden nach Plänen der Architekten Fritz Beblo und Karl Meitinger. Das Dantestadion, im Stadtbezirk Neuhausen-Nymphenburg in unmittelbarer Nähe zum Westfriedhof und zum Dantebad gelegen, ist nach Allianz Arena, Olympiastadion und dem Stadion an der Grünwalder Straße das viertgrößte Stadion der Stadt – und derzeit Heimat der Münchner American-Football-Mannschaften “Cowboys” und “Rangers”.

Die Planungen zum Bau des “Bezirksstadions am Dantebad” , so der ursprüngliche Name, begannen bereits 1914. Ursprünglich sollte es so groß werden wie die Stadien in Frankfurt am Main und Köln. Nach Unstimmigkeiten im Stadtrat einigte man sich auf ein Fassungsvermögen von 32.000 Zuschauern, heute bietet es noch 12.000 Menschen Platz. In der NS-Zeit diente es HJ-Aufmärschen, nach dem Krieg nutzte es die US-Army bis 1953 für Baseball-Spiele, ab 1954 war es wieder unter städtischer Regie. Seither wurde unsd wird es für diverse Sportveranstaltungen und Fußballspiele genutzt. Das Ereignis von größter gesellschaftlicher Bedeutung war wohl das am 16. März 1957 ausgetragene Frauen-Länderspiel zwischen der Bundesrepublik Deutschland und den Niederlanden: Es war das erste Frauenfußball-Spiel in München, nachdem der DFB Frauenfußball im Jahr 1955 verboten (!) hatte … (db, 22.5.22)