Köln, Karstadt-Gebäude (Bild: © Raimond Spekking, CC BY SA 4.0, 2016)

Köln: Abrisspläne für die Breite Straße

In dieser Woche bestätigte die Stadt Köln gegenüber der Presse, dass der Stadt eine Voranfrage für einen Abriss vorliege. Konkret geht es um die Karstadt-Niederlassung in der Haupteinkaufsmeile in der City: die Breite Straße. Die rund 3.000 Quadratmeter in bester Lage – zwischen Breite Straße, Zeppelinstraße, Hämergasse, Richmodstraße und “Am alten Posthof” – gehören einem Investor, der Kaufhaus-Konzern hingegen ist Mieter. Die fast hundertjährige Geschichte des Warenhauses, ehemals Kaufhaus Carl Peters, ist nur noch an Teilen der erhaltenen Werksteinfassade ablesbar. Der Ursprungsbau war zwischen 1911 und 1914 nach Entwürfen des Architekten Carl Moritz entstanden. Nach den Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs wurde teils in moderner Formensprache wiederaufgebaut. Ab den frühen 1960er Jahren folgte der langsame Wechsel des Traditionshauses zum Namen Karstadt.

Von den Abriss- und Neubauplänen zeigte sich auch die aktuelle Mieterin, die Galeria Karstadt Kaufhof GmbH, der Presse gegenüer überrascht. Man wolle, auch im Sinne der dortigen Mitarbeiter:innen, am Standort festhalten. Immer sollen, so heißt es, die denkmalgeschützten Fassadenelemente von 1914 erhalten bleiben. Für die nachkriegsmodernen An- und Umbauten dürfte die Situation deutlich schwärzer aussehen. Für den avisierten Neubau seien verschiedene Nutzungen vorgesehen: Einzelhandel und Wohnungen, Büros und ein Hotel. Noch sei nichts entschieden, so die Stadt. Die Architekten hätten verschiedene Szenarien aufgestellt und nun müssten auch städtische Gremien in die Beratung gehen, wie mit dem Ansinnen des Investors umzugehen sei. Zudem wird die Forderung nach einem Architekturwettbewerb laut, wenn es denn schon ein Neubau sein müsste. (kb, 24.2.22)

Köln, Karstadt-Gebäude (Bild: © Raimond Spekking, CC BY SA 4.0, 2016)

Köln, Karstadt-Gebäude (Bilder: © Raimond Spekking, CC BY SA 4.0, 2016)