märklinMODERNE

Im Hobbykeller zeigten sich die Deutschen erstaunlich modern – auf den Modelleisenbahnanlagen des Wirtschaftswunders war die Architektur nicht bloß Kulisse. Hier standen Neu und Alt, Hochhaus und Fachwerkhaus, friedlich nebeneinander. Die Ausstellung zeigt erstmals, wie architekturbegeistert die vermeintlich spießigen Modelleisenbahner wirklich waren. Eine „Villa im Tessin“ konnte sich nun jeder leisten – für 4,75 D-Mark im Maßstab 1:87. Ihr reales Vorbild, ein Wohnhaus nahe des Gotthardtunnels, hatte die Faller-Brüder 1961 gleich doppelt inspiriert. Sie bauten sich eine ähnliche Villa am Firmensitz in Gütenbach und entwickelten parallel den Spritzgussbausatz. Kuriose Geschichten stecken auch hinter einem gläsernen Turmrestaurant, einer umkämpften Stadtkirche oder einem ostmodernen Hochhaus.

Die Ausstellung „märklinMODERNE“, ein Projekt des Online-Magazins moderneREGIONAL, mit Fotografien von Hagen Stier und Andreas Beyer, mit einem Film von Otto Schweitzer und C. Julius Reinsberg, gefördert von der Wüstenrot Stiftung, wird präsentiert von diesen Ausstellungspartnern:

  • bis zum 7. Oktober 2018 in der architekturgalerie am weißenhof, Stuttgart: „Die Villa im Tessin. märklinMODERNE im Ländle“.
  • 22. September 2018 im „Buch & Spiel“ in St. Stefan (Rotenwaldstraße 98) in Stuttgart: Die 2017 profanierte katholische Kirche St. Stefan, ein brutalischer Bau von 1976, wird seit 1. März diesen Jahres als Buchladen genutzt – und als Kulturort. Hier findet von 20 bis 21 Uhr statt die Lesung „Der Superbastler“ – Lebenshilfe aus Modellbau-Magazinen der Wirtschaftswunderzeit. Der Eintritt ist frei.
  • vom 14. Dezember 2018 bis zum 4. Februar 2019: im Architektursalon München (Hotterstraße 12, 80331 München), Vernissage dort am 13. Dezember 2018 um 19.30 Uhr.
  • vom 14. Februar bis zum 29. März 2019: im Architektursalon Hamburg (Bei den Mühren 70, 20457 Hamburg).
  • weitere Stationen: vorgesehen sind Konstanz und Wien und … (Sie haben Interesse, die Ausstellung zu leihen? Melden Sie sich bei uns!).
  • der Film: Durch Otto Schweitzer und C. Julius Reinsberg wird eigens ein Film erstellt, dessen Finanzierung mit einem erfolgreichen Crowdfunding im Herbst 2017. sichergestellt werden konnte – zu bestellen exklusiv bei moderneREGIONAL.
  • der Katalog: Begleitend erscheint ein Katalog im Jovis Verlag. Fotografien von Hagen Stier und Andreas Beyer. Interviews mit Falk Jaeger, Leopold Messmer und Klaus Staeck; Beiträge von Oliver Elser, Dina Dorothea Falbe, Teresa Fankhänel, Christian Holl, Ralf Liptau, Matthias Ludwig, Verena Pfeiffer-Kloss, C. Julius Reinsberg und Jörg Schilling. Herausgegeben von Daniel Bartetzko und Karin Berkemann.

Das märklinMODERNE-Team: Daniel Bartetzko, Karin Berkemann, Andreas Beyer (Foto), Jutta Drewes (Layout), Oliver Elser, Dina Dorothea Falbe, Teresa Fankhänel, Christian Holl, Ralf Liptau, Matthias Ludwig, Verena Pfeiffer-Kloss, C. Julius Reinsberg, Jörg Schilling, Otto Schweitzer (Film), Hagen Stier (Foto).

 

Impressionen

 

Wir danken

Architekturbüro Ferdinand Merkenthaler, Freiburg im Breisgau; Architekturbüro Poldi Messmer, Furtwangen; Architekturgalerie am weißenhof e. V., Stuttgart; Siegfried Armbruster, Gütenbach im Schwarzwald; Augsburger Puppenkiste, Augsburg; Auhagen GmbH, Marienberg im Erzgebirge; Auktionshaus Bergstraße, Weinheim; Deutsche Bahn, Frankfurt am Main; Thomas Balzer, Berlin; Baukunstarchiv, Akademie der Künste, Berlin; Friedrich Baumer, Gütenbach im Schwarzwald: Ulrich Biene, Rüthen; Bundesarchiv, Koblenz; Conrad antiquario, Berlin; Tino Celio, Ambrì im Tessin; Deutsche Bahn, Frankfurt am Main; Deutsches Architekturmuseum (DAM), Frankfurt am Main; Edition Staeck, Heidelberg; Familien Neidhard und Sauer, Gütenbach im Schwarzwald; Famile Thielen-Schwintek, Frankfurt am Main; Gaststätte zum Bahnhof, Goch; Gebr. Faller GmbH, Gütenbach im Schwarzwald; Gebr. Märklin & Cie. GmbH, Göppingen; Gerald Fuchs, Kaufbeuren; Guscetti Architetti, Minusio; Hamburgisches Architekturarchiv, Hamburg; Elmar Herr, Kissingen; Hier & jetzt am Turmcafé, Freiburg im Breisgau; Marcel Just, Zürich; Christina Kersten, Braunschweig; Katholische Kirche im Bregtal; Jim Knopf, Lummerland; Stefan Kock, Frankfurt am Main; Cirsten Körner, Frankfurt am Main; Christian Kyrieleis, Frankfurt am Main; Landesarchiv Thüringen, Staatsarchiv Meiningen, Archivdepot Suhl; Stephan Lippmann, Pockau; Literarisches Museum Goch „Tschechow Salon“; Wiebke Meyer, Eisighofen; Miniatur Wunderland, Hamburg; Bernd Mittländer, Frankfurt am Main; Nurda-Hausbau GmbH, Burgwedel-Großburgwedel; Marion del Pozo, Frankfurt am Main; Rheinischer Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz e. V.; Schaff Verlag, Hamburg; Stadt Badenweiler; Stadt Goch; Startnext Crowdfunding GbmH, Dresden; allen Unterstützenden der Crowdfunding-Aktion zum Film zur Ausstellung; Viessmann Modelltechnik GmbH, Hatzfeld; Wirtschaftsarchiv Baden-Württemberg, Stuttgart; Wüstenrot Stiftung, Ludwigsburg.

 

Titelmotiv: Bildquelle: Kibri-Katalog 1964

Kontakt zu den Kuratoren: Daniel Bartetzko (d.bartetzko@moderne-regional.de) und Karin Berkemann (k.berkemann@moderne-regional.de).

Pressematerial zum Download: www.dam-online.de/portal/de/Presse/Start/0/0/0/0/1585.aspx/.