Hamburg, Hanseviertel (Bild: Uwe Rohwedder, CC BY-SA 4.0)

Neue Hamburger Denkmäler

Baudenkmale haben es in der “Freien- und Abrissstadt Hamburg” schwer. Dennoch wurden in den vergangenen Jahren 20 Objekte aus der Zeit zwschen 1975 und 1995 unter Schutz gestellt. Weitere werden voraussichtlich folgen. Einige der Gebäude sind bekannt, teils wurde um ihre Zukunft bereits öffentlich diskutiert. So etwa die Gruner-und-Jahr-Zentrale (1987-90), das Hanseviertel (1980)- Auch die S-Bahn-Haltestelle Hammerbrook (1978-83) und die Edith-Stein-Kirche in Neuallermöhe (1991/92) stehen nun unter Schutz. Dies vermeldete die Stadt Hamburg am 24. März in einer Pressemitteilung.

Zu den Neuzugängen zählen etliche Wohn- und Bürobauten der Spät- und Postmoderne, das Büro Gerkan, Marg und Partner (gmp) ist dabei gleich mehrfach vertreten. So mit den Wohnhäusern am Fischmarkt (1987-89) und dem Bürohaus Grindelallee 100 (1985-87). Damit wird das Denkmalschutzamt seiner Aufgabe gerecht, nach rund einer Generation (30 Jahre) den Gebäudebestand auf seinen Denkmalwert zu prüfen. Ziel des Projekts sei es, authentisch überlieferte Bauten und Gärten in die Denkmalliste der Stadt aufzunehmen und den Bestand zu schützen. Die erste umfassende Unterschutzstellung dieser Zeitschicht soll Ende 2022 abgeschlossen sein. Und einige Investoren werden möglicherweise bald ganz arg traurig sein … (db, 29.3.22)

Hamburg, Hanseviertel (Bild: Uwe Rohwedder, CC BY-SA 4.0)