Wien, Haus Beer, Josef Frank (Bild: Wolfgang Thaler, 2017)

Offene Moderne

Es geht um nicht weniger als sein “Hauptwerk der Wiener Moderne”, so die Veranstalter des Symposions “Offene Moderne. Zur Zukunft der Villa Beer”. Anlass ist die bevorstehende Renovierung der Villa Beer, entworfen von Josef Frank und Oskar Wlach. Frank wird zu den herausragenden Architekten der Generation nach Adolf Loos gezählt, auch wenn ihm selbst diese Schublade nicht immer behagte. Sein 1929/30 in Wien-Hietzing erstelltes Werk gilt als sein wichtigstes Wohnhaus, zugleich als Manifest seiner Auffassung modernen Wohnens, die er im Schlüsseltext „Das Haus als Weg und Platz“ nach Fertigstellung des Hauses darlegt.

Die Tagung, eine Veranstaltung in Kooperation von DOCOMOMO Austria und ÖGFA, findet vom 25. bis zum 26. Februar in den Räumen des ÖIAV (Eschenbachgasse 9, 1010 Wien) oder via Zoom (https://us02web.zoom.us/j/85997239085, Meeting-ID: 859 9723 9085) statt. Hier wollen sich die Expert:innen der Frage stellen, was genau der interessierten Öffentlichkeit künftig in der Villa Beer vermittelt werden soll. Angedacht ist ein „umgekehrter Entwurfsprozess“: von der Analyse zur Erhaltung und Sichtbarmachung des Vorhandenen. Aber wie verträgt sich ein solch fachlicher Ansatz mit den ebenso berechtigten Ansprüchen von Bautechnik und Nutzer:innen? bautechnischen Herausforderungen und aktuellen Nutzungsansprüchen? Geplant sind im Verlauf der Tagung Sektionen mit je zwei Vorträgen, einer folgenden Respondenz und Diskussion. Vom eröffnenden Abendvortrag über zwei Konferenztage hinweg sollen Einzelthemen zur Villa Beer ebenso behandelt werden wie der darüber hinaus weisende, internationale Kontext. In einem abschließenden Einheit widmet sich das Symposion einem Ausblick auf das kommende „Hausmuseums der Wiener Moderne“. (kb, 22.2.22)

Wien, Haus Beer, Josef Frank (Bild: Wolfgang Thaler, 2017)

Wien, Haus Beer, Josef Frank (Bilder: Wolfgang Thaler, 2017)