Neviges, Wallfahrtskirche „Maria, Königin des Friedens“ (Gottfried Böhm, 1968) (Foto: Inge und Arved von der Ropp/Irene und Sigurd Greven Stiftung, ca. 1976)

Einmal rund um Gottfried Böhm

In diesem Fall bringt ein vorzeitiger Glückwunsch sicher Glück: Rings um das Auditorium widmet sich das Deutsche Architekturmuseum (DAM) Frankfurt in einer konzentrierten Ausstellung der Wallfahrtskirche in Neviges – „so umfassend wie bisher noch nie“, sagt das Museum selbst. Verdient hat es das brutalistische Bauwerk, gilt es doch als eines der wichtigsten Werke von Gottfried Böhm, der 1986 den renommierten Pritzkerpreis erhielt. Derzeit wird der „Beton-Dom“ einer innovativen Instandsetzung unterzogen, deren technische Details in der Ausstellung ebenfalls Thema sein werden.

Gottfried Böhms Planarchiv wird seit 2004 in der Sammlung des DAM verwahrt. Und daher ist die runde Ausstellung zum hundertsten Böhm-Geburtstag (am 23. Januar 2020) in Frankfurt bestens aufgehoben. Die Vernissage wird gefeiert am 17. Januar. Es sprechen Peter Cachola Schmal (Direktor Deutsches Architekturmuseum/DAM), Mike Josef (Planungsdezernent Stadt Frankfurt am Main) sowie Oliver Elser und Miriam Kremser (Kuratoren der Ausstellung). Im Anschluss ist die Schau „Böhm 100. Der Beton-Dom von Neviges“ zu sehen bis zum 26. April 2020. Im Begleitprogramm sprechen u. a. die drei Söhne Gottfried Böhms, die ebenfalls als Architekten tätig sind. Zudem soll der Film „Die Böhms – Architektur einer Familie“ gezeigt werden. (kb, 12.1.20)

Neviges, Wallfahrtskirche „Maria, Königin des Friedens“ (Gottfried Böhm, 1968) (Foto: Inge und Arved von der Ropp/Irene und Sigurd Greven Stiftung, ca. 1976)