Ich habe ein Problem mit Hochhäusern, zumindest bei einer moderneREGIONAL-Meldung: Meist gibt es davon tolle Architekturbilder, die aber von jedem Social-Media-Crop zerschnitten werden. Hannelore Rung und Andreas Putz haben ein anderes Problem mit Hochhäusern, speziell mit nachkriegsmodernen Bürohochhäusern. Dieser Baugattung haben die beiden Professor:innen an der TU München einen eigenen Aufsatzband in der “Edition Detail” gewidmet.

Mehr als ein Fünftel der Bürohochhäuser, die in Deutschland zwischen 1955 und 1985 errichtet wurden, stehen heute unter Denkmalschutz. Damit haben Architekt:innen im Fall einer Sanierung hier besondere Herausforderungen zu bewältigen, um die Substanz, vielleicht das Bild zu bewahren und zugleich neuen Nutzungs- und Ästhetikansprüchen gerecht zu werden. Rung und Putz haben vor diesem Hintergrund gute Beispiele zusammengetragen, wie sich Bürohochhäuser behutsam “revitalisieren” lassen. Neben Überblicksbeiträgen zu Fragen von Städtebau und Baudenkmalpflege stehen in Porträts und Interviews fünf Vorzeigebeispiele im Mittelpunkt: in Nürnberg das Plärrerhochhaus (EWAG-Hochhaus), in Düsseldorf das Commerzbank-Hochhaus (Hotel Ruby Luna), in Frankfurt am Main das Schweizer National-Haus (NM1), in Stuttgart das Hahn-Hochhaus (City-Tower) sowie nicht zuletzt in Berlin das Dorlandhaus (Haus der Werbung). (kb, 7.2.24)

Putz, Andreas/Rung, Hanne (Hg.) HochhausBestand. Bürogebäude der 1950er- und 60er-Jahre (Detail Edition 1), Detail, Softcover, 23 x 32 cm, ISBN: 978-3-95553-615-2, München 2023.

Frankfurt, National-Haus (Bild: Epizentrum, CC BY 3.0, 2013)

Frankfurt, National-Haus, 1964 fertiggestellt nach Entwürfen von Max Meid und Helmut Romeick, “revitalisiert” 2006 von Pielok Marquardt, BGF Architekten (Bild: Epizentrum, CC BY 3.0, 2013)

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