Garatshausen, Villa Albers 2012 (Bild: Manfred Wirth)

Hoffnung für den blonden Hans

Seit 2009 ist die ehemalige Villa des Schauspielers Hans Albers in Feldafing-Garatshausen am Starnberger See ungenutzt. Zeitweise standen die Zeichen sogar auf Abriss des 1865 erbauten und in den 1930ern umgestalteten Gebäudes. Der „Blonde Hans“ ist 1960 gestorben, seine Lebensgefährtin Hansi Burg verkaufte das Anwesen 1971 an den Freistaat Bayern mit der Auflage, es für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Das hat nie recht geklappt, bis 2009 betrieb die Bayerische Landesanstalt für Fischerei hier ihre Ausbildungsstation für Seenfischerei. In all jenen Jahren wurden lediglich einige frei zugängliche Wanderpfade angelegt. Seit 2004 bemüht sich der Freistaat Bayern, das Anwesen zu verkaufen. Nicht zuletzt aufgrund sehr respektabler Preisvorstellungen und komplexer Aufteilungideen des Grundstücks fand sich nie ein Käufer.

Nun scheint der Bestand des Hauses gesichert: Es wird höchstwahrscheinlich unter Denkmalschutz gestellt, worum sich unter anderem der Kulturverein Feldafing lange bemüht hat. Das Anwesen besitze „zweifellos wichtige geschichtliche und künstlerische Bedeutung“, heißt es in einem Schreiben des Denkmalamts an die Gemeinde. Bis Mai kann die noch Einwände gegen die avisierte Unterschutzstellung vorbringen – was sehr unwahrscheinlich ist. Die Gemeinde beabsichtigt, nun nochmals mit dem Eigentümer „Immobilien Freistaat“ sprechen. Falls der Preis stimme, wolle man das Areal pachten und wohl einer kulturellen oder musealen Nutzung zuführen. (db, 4.2.20)

Feldafing-Garatshausen, Villa Albers 2012 (Bild: Manfred Wirth)