Wettbewerb: „Alltag im Plattenbau“

Wettbewerb: „Alltag im Plattenbau“

Berlin-Mitte, P2-Wohnraum mit Durchreiche (Bild: Martin Müschel, GFDL oder CC BY SA 3.0)
Berlin-Mitte, P2-Wohnraum mit Durchreiche (Bild: Martin Müschel, GFDL oder CC BY SA 3.0)

Das DDR-Museum Berlin versteht sich als Museum zum Anfassen, wo „Geschichte lebendig, interaktiv, wissenschaftlich fundiert und spielerisch vermittelt“ wird. Man will weder Ostalgie inszenieren noch die Geschichte zurückdrehen. „Das Leben unter den Bedingungen des allgemeinen Mangels war keineswegs eine Idylle, sondern eine ständige Jagd nach knappen Gütern.“ Gerade diese Seite der DDR jenseits der großen Politik soll dokumentiert werden, so geht es in der Dauerausstellung vor allem um Alltagsleben im Sozialismus.

So ist es nur konsequent, dass hierzu auch der aktuelle, für die Institution insgesamt 4. Instagram-Wettbewerb ausgelobt wird: „Alltag im Plattenbau“. Die Organisatoren beschreiben die Teilnahme in drei Schritten: 1. Foto zum Thema Plattenbau schießen, 2. Foto bei Instagram posten, 3. #ddrmuseum drunter schreiben. Nach dem 7. November 2016 soll dann eine Jury die schönsten vier auswählen und zur Abstimmung auf Instagram und den anderen Kanälen des DDR Museum posten. Zu gewinnen gibt es Preise aus dem Museumsshop. (kb, 30.10.16)

Bauhaus am Bodensee

Bauhaus am Bodensee

Konstanz, Handelslehranstalten, Hermann Blomeier 1968 (Foto: Heinz Kabus)
Konstanz, Handelslehranstalten, Hermann Blomeier 1968 (Foto: Heinz Kabus)

Das immer positiver besetzte Reizwort „Bauhaus“ verschafft in diesen Monaten vielen Themen der Architekturmoderne die verdiente Aufmerksamkeit.  Die Konferenz „Bauhaus am Bodensee“ nutzt diese Möglichkeit am 18. November in Konstanz (Hochschule Konstanz HTWG Fakultät Architektur und Gestaltung, Gebäude L, Hörsaal 007, Paul-und-Gretel-Dietrich-Straße 22, Kontakt: Karin Seng, 07531/206 9019, karin.seng@htwg-konstanz.de) besonders vielversprechend. Mit Hermann Blomeier ließ sich einer der Absolventen des Dessauer Bauhauses nach seinem Diplom bei Ludwig Mies van der Rohe 1932 in Konstanz nieder und schuf dort insbesondere nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs überregional beachtete und stadtbildprägende Bauten.

Mit dem 1968 fertiggestellten Gebäude der Handelslehranstalten (heute Wessenbergschule) folgt Blomeier den reformpädagogischen Leitlinien der jungen Bundesrepublik, darüber hinaus kann das hervorragend erhaltene Gebäude aber auch als Auseinandersetzung mit der Architektur und Architekturlehre des Bauhauses in Dessau interpretiert werden und wirft die Frage nach dem Thema des Raumes in der Lehre des Bauhauses auf. Die Fakultät Architektur und Gestaltung der Hochschule Konstanz, die sich in der Kombination von Bau und Design dem Erbe des Bauhauses verpflichtet sieht, möchte mit dieser Konferenz Nutzungsperspektiven und Sanierungsmöglichkeiten für dieses herausragende Denkmal der 1960er Jahre aufzeigen und diskutieren. Die Veranstaltung ist kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. (kb, 30.10.16)

The Canonisation of Modernism

The Canonisation of Modernism

Berlin, Corbusierhaus (Bild: Jean-Pierre Dalbéra, CC BY 2.0)
Gehört unumstritten zum „Kanon der Moderne“: das Berliner Corbusierhaus (Bild: Jean-Pierre Dalbéra, CC BY 2.0)

Für Kunsthistoriker und themenverwandte Wissenschaftler ist selbstverständlich, was zum „Kanon“ der Moderne gehört. Aber wie ist dieser entstanden? Welche Entwicklungen und Pfade hat dieser Prozess bis zum heutigen Tag genommen? Dieser Frage will, unter dem Titel „The Canonisation of Modernism“, ein Panel der „Modernist Studies Association 2017 Conference“ in Amsterdam nachgehen. Hierfür werden noch Themenvorschläge gesucht.

Von Interesse sind für die Veranstalter die Bauten und Stilvarianten vom Fin de siècle bis zu den 1960er Jahren, die in den „Kanon der Moderne“ einbezogen wurden ebenso wie jene, die es nicht in den engeren Kreis schafften. Wer waren die prägenden Gestalten und Kreise in diesem Diskurs? Welchen Einfluss nahmen politische Kräfte, Nationalismen und globale Entwicklungen? Bis zum 20. Dezember 2016 können noch Vorschläge eingereicht werden. Ansprechpartner für das Panel sind Dr. Gregor Langfeld, University of Amsterdam (g.m.langfeld@uva.nl) und Dr. Tessel M. Bauduin, University of Amsterdam ( t.m.bauduin@uva.nl), gebeten wird um einen Vorschlag von max. 300 Worten (umfassend: Abstract mit Titel, Name, Zugehörigkeit, Mailadresse, kurzer CV, kurze Bibliographie, u. a.). Nachwuchswissenschaftler sind herzlich willkommen. (kb, 29.10.16)