Wiesbaden-Gräselberg, Lukaskirche (Fritz Soeder, 1962-71) (Bild: Peter Frenkel, 2020)

KLEINKIRCHEN: 9 x Wiesbaden

mit Fotografien von Peter Frenkel

Bei moderneREGIONAL erscheinen in der Rubrik „invisibilis“ – neben der virtuellen Karte zu bedrohten Kirchen und aktuellen Meldungen – regelmäßig ausführlichere Beiträge zum Thema. Dazu zählt auch die Beitragsreihe „Kleinkirchen“, die bislang zu Unrecht übersehene Zeugnisse der Kirchbaumoderne in Einzelporträts vorstellt.

Im Sommersemester 2020 erkundeten Ute Dreyer und Peter Frenkel – beide studieren Architektur an der Bauhaus-Universität Weimar – die Nachkriegskirchen in Wiesbaden. Unter Betreuung von Dr. Annika Tillmann (Landesamt für Denkmalpflege Hessen) und Dr.-Ing. Mark Escherich (Professur Denkmalpflege und Baugeschichte, Prof. Dr. phil. habil. Hans-Rudolf Meier) rückte dabei der mögliche Denkmalwert der Bauwerke in den Mittelpunkt. Als ein erstes Ergebnis dieser Streifzüge entstanden eindrucksvolle Fotografien von Peter Frenkel, die einen Blick auf den Reichtum der damaligen kirchlichen Baukunst in der hessischen Landeshauptstadt ermöglichen. (Zu Wiesbaden rechnet man politisch wie historisch auch Mainz-Kastel und -Kostheim.)

Den Anfang des virtuellen Rundgangs macht Maria Hilf (Franz Mertes, 1954). Zu den prägenden Architekturbüros jener Jahre gehört Rainer Schell, hier mit der Erlöser- (1963), der Stephanus- (1963) und der Thomaskirche (1964). Für die katholischen Gottesdiensträume sind die gemeinsam entwerfenden Brüder Paul und Fritz Johannbroer zu nennen. Ersterer gestaltete für Wiesbaden gleich drei Gemeindezentren, darunter die Christkönigkirche (1965). Nicht vergessen seien die Lukaskirche (Fritz Soeder, 1962-71), St. Andreas (Hans Weber, 1965) – und natürlich die beiden „Stars“ der Wiesbadener Nachkriegskirchen: die von Herbert Rimpl entworfene Heilig-Geist-Kirche (1961) in Biebrich und die brutalistische Kirche St. Mauritius (Martin Braunstorfinger/Jürgen Jüchser/Peter Ressel, 1968) im Stadtteil Sonneberg. (Peter Frenkel/Karin Berkemann, 22.1.21)

Mainz-Kostheim, Maria Hilf (Franz Mertes, 1954) (Bild: Peter Frenkel, 2021)

Mainz-Kostheim, Maria Hilf (Franz Mertes, 1954) (Bild: Peter Frenkel, 2021)

Wiesbaden, Erlöserkirche (Rainer Schell, 1962) (BIld: Peter Frenkel, 2020)

Mainz-Kastel, Erlöserkirche (Rainer Schell, 1963) (Bild: Peter Frenkel, 2020)

Mainz-Kostheim, Stephanuskirche (Rainer Schell, 1963) (Bild: Peter Frenkel, 2020)

Wiesbaden, Thomaskirche (Rainer Schell, 1964) (Bild: Peter Frenkel, 2020)

Wiesbaden, Thomaskirche (Rainer Schell, 1964) (Bild: Peter Frenkel, 2020)

Wiesbaden-Nordenstadt, Christkönigkirche (Paul Johannbroer, 1965) (Bild: Peter Frenkel, 2020)

Wiesbaden-Gräselberg, Lukaskirche (Fritz Soeder, 1962-71) (Bild: Peter Frenkel, 2020)

Wiesbaden-Gräselberg, Lukaskirche (Fritz Soeder, 1962-71) (Bild: Peter Frenkel, 2020)

Wiesbaden, St. Andreas (Hans Weber, 1965) (Bild: Peter Frenkel, 2020)

Wiesbaden, St. Andreas (Hans Weber, 1965) (Bild: Peter Frenkel, 2020)

Wiesbaden-Biebrich, Heilig Geist (Herbert Rimpl, 1961) (Bild: Peter Frenkel, 2020)

Wiesbaden-Biebrich, Heilig Geist (Herbert Rimpl, 1961) (Bild: Peter Frenkel, 2020)

Wiesbaden-Biebrich, Heilig Geist (Herbert Rimpl, 1961) (Bild: Peter Frenkel, 2020)

Wiesbaden, St. Mauritius (Martin Braunstorfinger/Jürgen Jüchser/Peter Ressel, 1968) (Bild: Peter Frenkel, 2020)

Wiesbaden, St. Mauritius (Martin Braunstorfinger/Jürgen Jüchser/Peter Ressel, 1968) (Bild: Peter Frenkel, 2020)

Titelmotiv: Wiesbaden-Gräselberg, Lukaskirche (Fritz Soeder, 1962-71) (Bild: Peter Frenkel, 2020)