Hannover, Expo2000, Pavillon der Niederlande 2019 (Bild: Simon Reinhardt, CC BY 4.0)

Zukunft für den Expo-Pavillon

Eines der Wahrzeichen der einzigen Weltausstellung auf deutschem Boden war der Pavillon der Niederlande – damals, auf der Expo 2000 in Hannover. Wahrzeichen ist er geblieben – für den Niedergang: Das schwer umnutzbare Gebäude, entworfen vom Rotterdamer Architekturbüro MVRDV, hat mittlerweile 20 Jahre Leerstand und Verfall hinter sich. Ähnlich sehen noch immer einige ungenutzte Pavillons der Schau aus, die damals 18 Millionen Besucher zählte – derweil man auf 40 Millionen hoffte. Immerhin wird der Ostteil des Expo-Geländes heute als „Expo Park Hannover“ zu großen Teilen weiter, bzw. wieder genutzt. Hier befindet sich auch das niederländische Bauwerk, das 2017 an einen Investor verkauft wurde.

Und nun zieht tatsächlich wieder Leben in die spektakuläre Ruine ein: MVRDV selbst darf seinen Expo-Bau zum Bürohaus umgestalten und um zwei Wohn- und Bürohäuser ergänzen. MVRDV-Gründungspartner Jacob van Rijs: „Das Schöne an dem Objekt ist, dass die Kernstruktur mit den hohen Decken und den offenen Räumen in hohem Maße wiederverwendbar ist. So sind wir auch nach zwanzig Jahren noch in der Lage, das Gebäude in eine funktionale Büroumgebung umzuwandeln, die jedoch die einzigartigen experimentellen Merkmale des Expo-Pavillons beibehält.“ Das möchte mR gerne in Natura sehen und ist sozusagen in froher Erwartung! (db, 14.7.20)

Hannover, Expo2000, Pavillon der Niederlande 2019 (Bild: Simon Reinhardt, CC BY 4.0)