Wenn es die Kunst eilig hat

VIMUDEAP, ein Forschungsprojekt von Thomas Kemnitz an der HTW Berlin, widmet sich inzwischen 20 Jahren den „verlorenen Orten“ der Moderne. So findet sich auf der Projekthomepage u. a. eine reich gefüllte Lost-Places-Karte. Aktuell hat sich VIMUDEAP nun mit dem Architekten und Fotografen Martin Maleschka zu einer Online-Ausstellung zusammengetan. Thema von „was MACHT die KUNST“ ist der Umgang mit baugebundener DDR-Kunst: Wandbilder, Schmuckfenster, Brunnen und Skulpturen. Gezeigt wird eine Auswahl von 20 Kunstwerken verschiedenster Techniken, verschiedenster Künstler aus verschiedensten Städten.

Die 40 gezeigten Aufnahmen entstanden während der Reisen Maleschkas in den vergangenen zehn Jahren. Die Auswahl umfasst bewusst nicht nur die bekannteren Kunstwerke, sondern auch und gerade die (noch) im Vergessenen schlummernden. So zeigt das Titelmotiv z. B.  das kürzlich abgebrochene Atrium 1 des Robotron-Komplex Dresden mit farbigen Bleiglasfenster an einem der drei Treppenhäuser. Nur wenige Segmente hiervon konnten vor dem Abrissbagger u. a. durch das Netzwerk ostmodern.org vor der Verschrottung gerettet werden. Und, diese Info erreichte uns heute früh ganz frisch und eilig, Interessierte können auch im Radio über das Thema informieren: Martin Maleschka spricht heute Abend, am 13. Dezember, zwischen 18 Uhr und 18:30 Uhr auf WDR 3 in der Kultursendung „Resonanzen“ zur aktuellen Lage der baugebundenen DDR-Kunst. (kb, 13.12.16)

Und hier zum Online-Anhören!