LEITARTIKEL: Nomadisierendes Nachtleben

von Ulrich Gutmair (21/1)

Wenn die Welt schläft, können die Regeln des Alltags überschritten werden. Wer ins Nachtleben eintaucht, hofft, sich gehen lassen, gar einen Augenblick der Ekstase erreichen zu können, um dann, verwandelt, ins Tagleben zurückzukehren. Berlin, so glauben die Leute, kann dieses Versprechen einlösen. Dieser Mythos ist so mächtig, dass Menschen von weither anreisen, um sich zwei Stunden lang in die Schlange vor dem „Berghain“ zu stellen – ohne zu wissen, ob sie ihr Ziel erreichen werden. Vor dem Einlass wartet der Türsteher, der darüber entscheidet, wer rein darf und wer draußen bleiben muss. Wer am Nachtleben teilnehmen will, muss Schwellen überwinden: Die der eigenen Angst, der Hemmungen und Tabus, aber auch ganz konkret. Im Schutz der Mauern kann der Wunsch ausgelebt, die Hingabe an die Musik und die Körper der anderen zelebriert werden. Daher findet das Nachtleben in der Regel in geschlossenen Räumen statt.  

Berlin, Club "Berghain" während einer Ausstellung 2020 (Bild: Georg Kroemer, via flickr.com)

Berlin, „Berghain“ mit künstlerischer Installation, 2020 (Bilder: © Georg Kroemer, via flickr.com)

In der Kathedrale

Von außen betrachtet ähnelt das ehemalige Umspannwerk in Berlin-Friedrichshain, in dem sich heute das „Berghain“ befindet, nicht den Gebäuden, die man als Kathedralen des Industriezeitalters bezeichnet. Drinnen aber, auf dem großen Dancefloor, der sich der Besucherin eröffnet, wenn sie die zentrale Treppe in den ersten Stock hinaufgestiegen ist, stellt sich durchaus das Gefühl einer Kathedrale ein. Im mittleren Schiff wird nach dem Takt des DJ-Priesters getanzt, in den Seitenschiffen wird getrunken, geflirtet, gechillt.

Ein kleines Detail seiner Ausstattung zeigt, dass im „Berghain“ der Geist der anarchischen Discokultur lebendig ist. Die Durchlaufmenge der Wasserhähne in den Toiletten ist groß, sie dürfte am oberen Ende der Skala bei 25 Litern pro Minute liegen. Wer stundenlang, womöglich unter Einfluss von Substanzen tanzt, hat einen hohen Flüssigkeitsbedarf. Die meisten kommerziellen Clubs verkaufen teures Wasser an den Theken. Im „Berghain“ wird es selbst gezapft – vom Hahn in die leere Flasche.

Berlin, Sound, Genthiner Straße 26 (Bild: Gerhard Doerries, CC BY SA 2.5, 1983)

Berlin, „Sound“-Plakate in der Hauptstraße (Bild: Gerhard Doerries, CC BY SA 2.5, 1983)

Mauerfall und Techno

Der Berliner Mythos wurzelt in den 1980er Jahren. Aber erst in den 1990ern hat sich die Clubkultur entwickelt, die das Bild der Weltpartyhauptstadt bis vor Kurzem bestimmt hat. Das hat vor allem zwei Gründe. Der eine heißt Mauerfall, der andere Techno. Als am 9. November 1989 die Grenzen geöffnet wurden, war die historische Mitte ein heruntergekommener Ort, an dem viele Häuser leerstanden. Die Ostberliner Stadtplanung hatte kein Interesse daran, die Bausubstanz der ehemals armen Viertel westlich des Alexanderplatzes zu erhalten. Aktivisten mieteten sich in manchen Häusern ein, um ihren Abriss zu verhindern. Die Legende besagt, dass die Besetzer des „Tacheles“ in der Oranienburger Straße des Nachts die bereits angebrachten Sprengladungen entfernten. Die noch erhaltenen Teile des ehemaligen Kaufhauses sollten einer Straße weichen.

Die Musik, die in Kellern und ehemaligen Läden für Obst & Gemüse oder Elektrohandwerk gespielt wurde, war divers. Die späten 1980er waren die Zeit von amerikanischem HipHop und jamaikanischem Raggamuffin, aber auch von Acid House aus Chicago und London. In den Vorstädten von Detroit entwickelten schwarze Mittelklasse-Kids, inspiriert von europäischer New Wave und elektronischer Musik, zu jener Zeit eine härtere Variante von House. Weil sie Science-Fiction-Fans waren, nannten sie ihren neuen Sound Techno: Das waren die Beats von schwarzer Musik wie Funk und Disco, kombiniert mit der Härte weißer Industrial und Electronic Body Music. In den bis dahin leerstehenden Fabrikhallen und ungenutzten Kellern von Berlin-Mitte wurde Techno zur Musik der Stunde. Die Raver tanzten zu seinen stoischen Beats bis zum Morgen.

Berlin-Mitte, Tresor, Köpenicker Straße 70 (Bild: thost, CC BY SA 2.0, 2004, via flickr.com)

Berlin-Mitte, „Tresor“, Leipziger Straße (Bild: thost, CC BY 2.0, 2004, via flickr.com)

Friedfertige Orte

Im Osten von Berlin gab es nach der friedlichen Revolution genügend Platz, um das Nachtleben zu revolutionieren. Zugleich kam der Clubkultur der Umstand zupass, dass die Transformation von einer realsozialistischen in eine bürgerlich-kapitalistische Gesellschaftsordnung nicht an einem Tag bewerkstelligt werden konnte. Ordnungsämter und Polizei waren verunsichert. Außerdem hatten sie Besseres zu tun, als feierwillige Menschen von ihrem Tun abzuhalten, zumal die neuen Clubs eher friedfertige Orte waren. Die Türsteher von „E-Werk“, „Tresor“, „Bunker“, „WMF“ sorgten dafür, dass aggressiver Machismo draußen blieb.

Die 1990er Jahre waren die Zeit überdimensionierter Renditeerwartungen, was den Bau von Bürohäusern anging. Mit Steuersparmodellen sammelten Projektentwickler Geld von süddeutschen Zahnärzten und Anwälten und produzierten damit alsbald Leerstand und Verluste. Trotzdem nahm der Druck auf die Clubszene zu. Der „Tresor“ im ehemaligen Tresorraum des Kaufhauses Wertheim am Leipziger Platz (direkt gegenüber von Görings Luftfahrministerium, das ironischerweise nun die Treuhandanstalt beherbergte) konnte sich relativ lange halten. 1991 eröffnet, musste er 2005 schließen, bevor er im ehemaligen Heizkraftwerk Mitte zwei Jahre einen neuen Ort fand. Das „E-Werk“, gleich um die Ecke vom originalen „Tresor“ gelegen, existierte nur von 1994 bis 1997. Der „Bunker“, in dem sich heute die Kunstsammlung von Boros befindet, hatte mit seinem Gabbersound ab 1992 die härtesten Raver angelockt, musste aber 1996 seine Türen für immer schließen.

Berlin-Kreuzberg, „SO36“, Oranienstraße 190 (Bild: Röhrensee, CC BY SA 3.0, 1987)

Nutzungswunder

In dieser volatilen Situation floss ständig Kapital in die ehemalige Reichs- und zukünftige Bundeshauptstadt. Große Konzerne konnten sich beim Erwerb sog. Filetgrundstücke darauf verlassen, dass das klamme Berlin über jede Mark froh war. Da zeigt die Geschichte des „WMF“ beispielhaft, dass Clubkultur damals auf der Agenda der Politik noch ganz unten angesiedelt war. Es dauerte 25 Jahre, bis sich die Erkenntnis durchsetzte, dass die Clubs ein wesentlicher Faktor des Berlin-Tourismus geworden sind.

Das „WMF“ hatte seinen Namen vom WMF-Haus: Leipziger-/Ecke Mauerstraße. Die Hausbesetzer hatten im Keller einen Partyraum eingerichtet, der sich bald institutionalisierte und dem Club seinen Namen gab. Das „WMF“ nomadisierte durch durch den Stadtraum an acht verschiedenen „Locations“ von 1990 bis 2010. Gewerberäumen wurden damals oft wegen unklarer Besitzverhältnisse von der Wohnungsbaugesellschaft Mitte (WBM) – der Nachfolgerin der sozialistischen Kommunalen Wohnungsverwaltung Mitte (KWV, im Volksmund gelegentlich als „Kann Weiter Verfallen“ übersetzt) – zur zeitlich begrenzten Nutzung an Künstlerinnen und Clubbetreiber vermietet.

Die Praktikerin der Zwischennutzung bei der „WBM“ hieß Jutta Weitz. Sie hat vor Kurzem den Verdienstorden des Landes Berlin erhalten. Damit werden ihre Leistungen als Kulturentwicklerin ohne offiziellen Auftrag gewürdigt. Zugleich mag die Politik damit implizit anerkennen, dass der größte Feind des Nachtlebens der Immobilienmarkt ist. Viele der Protagonistinnen hinter den Tresen und auf den Dancefloors der 1990er waren schon in der Dekade zuvor in West- und Ostberlin aktiv. Das Nachtleben der 1980er aber war von Subkultur und Boheme geprägt. Nach dem Mauerfall wurde es demokratisiert. In den Technoclubs und auf Partys und Raves tanzten Hunderte, manchmal Tausende in ehemaligen Industrie- oder Energieversorgungsanlagen.

Berlin-Mitte, Eimer, 1990-2003, Rosenthaler Straße 68 (Bild: bekaem, CC BY 2.0, 2003, via flickr.com)

Berlin-Mitte, „Eimer“, Rosenthaler Straße 68 (Bild: bekaem, CC BY 2.0, 2003, via flickr.com)

Post pestilenziam

Das Berliner Nachtleben post pestilenziam wird anders aussehen, als wir es kennen. Manche Clubs und Bars werden den Lockdown nicht überstehen. Aber auch während eines Ausnahmezustands wie dieser Pandemie finden junge Menschen Mittel und Wege, sich zu amüsieren. Im Berlin des Jahres 2020 fand das Nachtleben bekanntlich in der Hasenheide statt oder, weniger offensichtlich, auf Lichtungen mit S-Bahn-Anschluss. Wer des Nachts hin und wieder auf der Straße steht, um noch eine letzte Zigarette zu rauchen, weiß, dass die Teenager, die fürs heimliche Raven im Umland noch zu jung sind, in kleinen Grüppchen um die Häuser ziehen. Früher nomadisierten die Clubs durch die Stadt. Nun hat sich das Nachtleben selbst mobilisiert. Es zieht trinkend und singend um den Block.

Ulrich Gutmair: "Die ersten Tage von Berlin" (Bild: Buchcover, Detail, Klett-Cotta-Verlag)

Ulrich Gutmair: „Die ersten Tage von Berlin“ (Bild: Buchcover, Detail, Klett-Cotta-Verlag)

Zum Weiterlesen

Gutmair, Ulrich, Die ersten Tage von Berlin. Der Sound der Wende, Klett-Cotta-Verlag, Tropen-Sachbuch, Stuttgart 2014, 4. Auflage, 256 Seiten, Klappenbroschur, 12 Schwarz-Weiß-Abbildungen, ISBN: 978-3-608-50315-9.

Titelmotiv: Berlin, „Linientreu“ (Bild: Spartanischer Esel, CC BY SA 3.0 oder GFDL, 2007)

Winter 21: Nachtleben

LEITARTIKEL: Nomadisierendes Nachtleben

LEITARTIKEL: Nomadisierendes Nachtleben

Ulrich Gutmair über einen Mythos und seine Geschichte.

FACHBEITRAG: München leuchtet

FACHBEITRAG: München leuchtet

Martin Arz über „das wilde München“ seit den 1950er Jahren.

FACHBEITRAG: Paul's Playground

FACHBEITRAG: Paul’s Playground

Johannes Medebach über die Party-Penthäuser von Paul Rudolph.

FACHBEITRAG: Das Cabaret "Eden" in Ulm

FACHBEITRAG: Das Cabaret „Eden“ in Ulm

Peter Liptau und Cora Schönemann über das Nachleben eines Nachtclubs.

PORTRÄT: Ein Musikclub in der Niederlausitz

PORTRÄT: Ein Musikclub in der Niederlausitz

Johannes Medebach über selbstorganisiertes Nachtleben in der DDR.

INTERVIEW: "What happens in Berghain ..."

INTERVIEW: „What happens in Berghain …“

Thomas Karsten von studio karhard® über eine Berliner Club-Legende.

FOTOSTRECKE: Photos of the Dancefloor

FOTOSTRECKE: Photos of the Dancefloor

Giovanna Silva porträtiert die Räume des Berliner Nachtlebens.

FACHBEITRAG: München leuchtet

von Martin Arz (21/1)

Heute ist das Image der Nachkriegszeit, der 1950er und 1960er Jahre, vor allem eines: Spießig! Doch gerade München leuchtete nach 1945 bei Nacht – auch dank der amerikanischen Soldaten, die in der Stadt stationiert waren. Damals gab es hier keinen Sperrbezirk, sondern den „Flesh-Pot“, wie es die GIs nannten, den bestens gefüllten Fleischtopf mit hübschen „Frolleins“. Rings um den Hauptbahnhof blühte das Geschäft mit dem Sex: einerseits künstlerisch auf der Bühne, andererseits handfest in den Stundenhotels. Viele der Stripperinnen, die noch Schönheitstänzerinnen hießen, besserten ihre Einkünfte durch zusätzliche Körperarbeit auf.

München, Blumenstraße (Bild: Investment alex, CC BY SA 4.9, 2014)

München, Blumenstraße (Bild: Investment alex, CC BY SA 4.0, 2014)

Nachtclubs und Dirnen

Neben der Bahnhofsgegend konzentrierte sich das Rotlichtmilieu auf die Maxvorstadt (das einstige Kasernen-Viertel hatte darin eine lange Tradition) und auf die Altstadt. Wo sich aktuell rings um das Hofbräuhaus die Souvenirshops voller Bayernkitsch drängeln, fanden sich damals viele Nachtclubs, Stripshows und Dirnen – z. B. die „Lola Montez Bar“ direkt am Platzl. Bis heute ist die Müllerstraße im Glockenbachviertel eine der Hauptamüsiermeilen voller Sünde und Abenteuer. Aber auch am mondänen Lenbachplatz und direkt vor der Universität gingen die Damen ihrem horizontalen Gewerbe nach. In der inzwischen zur schicken Fußgängerzone umgebauten Sendlinger Straße warteten, glaubt man Zeitzeugen, die nicht mehr ganz so frischen und etwas günstigeren Huren.

Mittendrin tanzte sich die Jugend das Nachkriegsgrau von der Seele – erst mit dem Jitterbug, dann mit Boogie-Woogie und schließlich dem Rock’n’Roll. München war nicht nur die „heimliche Hauptstadt“, sondern auch die deutsche Amüsiermetropole der Nachkriegsjahre. In Schwabing öffneten Jazz-Clubs, die internationale Stars anzogen: vom „Hot Club“ über das „Studio 15“ in der Leopoldstraße bis zum „Domicile“, das sich bis in die 1980er Jahre halten konnte. Hier durfte sich z. B. ein junger Bursche am Klavier ausprobieren, der später als Udo Jürgens einer der ganz Großen wurde.

Und dann gab es die Schwabinger Gisela, die legendäre Wirtin aus der Occamstraße, die jeden Abend in ihrem Laden als verruchte Diseuse auftrat – mitunter waren Weltstars wie Kirk Douglas oder Orson Welles zugegen. Dabei gab sie schlüpfrige Lieder zum Besten, deren Texte einen Hamburger Jugendpfleger derart in Rage brachten, dass er die Gisela anzeigte. Der Richter bescheinigte ihr, „eine gebildete Dame mit unzüchtigem Charakter“ zu sein. Die perfekte PR. Auch im „Alten Simpl“ in der Türkenstraße bei der Kult-Wirtin Toni Netzle knüpfte man in den frühen 1960er Jahren an die Münchner Feiertradition an.

Al Herb: München, Bongo Bar, 1951 (Bild: © Al Herb/Hirschkäfer Verlag)

Al Herb und der „Schabernackt“

Seit den späten 1940er Jahren war einer immer ganz dicht dabei, wenn es Nacht wurde in München: Der junge Fotograf Al Herb streunte von Sonnenuntergang bis -aufgang durch die Stadt. Fast alle „Schönheitstänzerinnen“ kannten ihn, viele ließen ihre Shows von ihm dokumentieren. Die Huren standen ihm ebenso gerne Modell wie die tanzbegeisterte Jugend. Doch hinter der sündig glitzernden Fassade verbargen sich auch damals tragische Schicksale. Weit hinter Mitternacht fotografierte Al Herb immer wieder die Verlierer der Epoche: Obdachlose, „Kriegskrüppel“ und Gescheiterte.

Al Herb gelangen beeindruckende Aufnahmen von den Erschöpften und Gestrandeten der Wirtschaftswunderzeit. In den 1970er Jahren fotografierte er dann auf schlüpfrigen Partys im Glockenbachviertel, bei denen so manche „Miss Nackedei“ gewählt wurden. Und auf den „München Schabernackt“-Faschingsbällen (erstmals 1978 veranstaltet), wo man nur den Schambereich bedecken musste. Herbs Bilder zeigen ein derart pulsierendes Nachtleben, dass man sich heute verwundert die Augen reibt.

München, Leierkasten (Bild: Aisano, CC BY SA 3.0, 2015)

München, „Leierkasten“ (Bild: Aisano, CC BY SA 3.0, 2015)

Der Skandal mit dem Sperrbezirk

Das Image vom braven spießigen München kam mit den Olympischen Spielen 1972. Alles vermeintlich „Sündige“ wurde aus der Stadt gekehrt, um der Welt eine „saubere“ Metropole zu präsentieren. Der neue Sperrbezirk verbannte alles, was mit Prostitution zu tun hatte, aus der City. Da half es auch nicht, dass die Damen aus dem berühmten Puff „Leierkasten“ in Streik traten und das Haus besetzten. Am Ende mussten sie an den Stadtrand umziehen. Die Spider Murphy Gang machte diese Münchner Begebenheit mit „Skandal im Sperrbezirk“ bundesweit bekannt.

Vor allem in Bahnhofsnähe blieben Animier- und Stripbars, aber dort war nur Ausziehen erlaubt – mehr nicht. Immerhin feierte München 1976 eine Premiere: In der Bayerstraße wurde mit „Henry’s Show Center“ Europas erste Peep-Show eröffnet. Die Genehmigung dafür erschwindelte sich Walter Staudinger (der „Pate von München“) der Legende nach beim Kreisverwaltungsreferat: Er wolle doch nur eine Bühne für Aktmodelle mit Kabinen für mittellose Maler errichten. Als Kulturmetropole konnte München da nicht Nein sagen.

Später, ab Mitte der 1970er Jahre wurde München zur Disco-Metropole. Die in der Stadt alleinerziehend lebende Ex-Musicaldarstellerin Donna Summer eroberte von München aus die Welt als Discoqueen. Der „Munich Sound“ beherrschte die Dancefloors und bereitete den Weg zu heutigen elektronischen Clubmusik. In dem damaligen Hit der Gruppe „M“ heißt es nicht umsonst: „New York, London, Paris, Munich. Everybody talk about pop muzik“. Die Rolling Stones, Elton John und Fleetwood Mac machten das Münchner Nachtleben unsicher, ebenso Freddie Mercury, der mehrere Jahre in München lebte und Partys feierte, die ihresgleichen suchten.

München, Blitz-Club (Bild: Kaethe17, CC BY SA 4.0, 2020)

München, Blitz-Club (Bild: Kaethe17, CC BY SA 4.0, 2020)

Bis zur Gentrifizierung

Apropos Freddie: Im Schatten des Rotlichts etablierte sich vor allem in der Isarvorstadt das, was es nach dem Krieg offiziell nicht geben durfte – die Schwulenszene. In der Adenauerzeit galt weiterhin der von den Nazis verschärfte Paragraph 175, der Sex zwischen Männern strafrechtlich auf eine Stufe mit Sex mit Tieren stellte. Also traf man sich in den 1950er Jahren privat, gründete Cliquen und ging an Herrentagen ins Müllersche Volksbad. Nur wenige Bars wie die „Schlangengrube“ in der Reisingerstraße, die „Jockey-Bar“ am Kolosseum oder das „Mosquito“ warteten mit verhangenen Fenstern auf einschlägige Gäste. Das Travestielokal „Spinne“ in der Ringseisstraße hingegen war nicht für die Szene gedacht, es richtete sich an amüsierfreudige Heteros. Bis ins 21. Jahrhundert überlebte nur die 1957 eröffnete „Teddy Bar“, bis sie dann der Gentrifizierung weichen musste.

1967 konnte das Münchner Nachtleben erneut eine Premiere feiern: Die Kellnerin Augusta Wirsing übernahm von ihrem Chef den Nuttentreff „Ochsengarten“ in der Müllerstraße. Inspiriert von einer USA-Reise, wollte sie etwas Neues zu wagen: So entstand aus dem einstigen Rotlichtschuppen nun Deutschlands erste Lederbar. Später waren hier Rainer Werner Fassbinder und natürlich Freddie Mercury zu Gast. Der „Ochsengarten“ und auch das seit dem 19. Jahrhundert existierende Wirtshaus „Deutsche Eiche“ in der Reichenbachstraße trugen entscheidend dazu bei, dass die Isarvorstadt zum Szeneviertel wurde.

In der „Eiche“ war Schwulsein bereits vor dem Zweiten Weltkrieg normal: Hier trafen sich schon immer die Tänzer und Schauspieler vom nahen Gärtnerplatztheater. Nach dem Krieg blieben die Männer im Wirtshaus unter sich, während in den abgerockten Zimmern der oberen Stockwerke des dazugehörenden Hotels die Damen anschaffen gingen. Den ersten Stock hatte eine Zuhälterin namens „Napoleon“ belegt. Hier traf sich Curd Jürgens im „Rosenzimmer“ (wegen der Blümchentapete) regelmäßig mit einer seiner Gespielinnen. Unten in der Wirtsstube ignorierte die alte Wirtin fleißig das Szenetreiben. Wenn ein Gast einem ihrer Kellner allzu offensichtlich schöne Augen machte, soll sie gerufen haben: „Lassts meine Buam in Ruh, ös Viecha!“ Rainer Werner Fassbinder machte die „Eiche“ zu seinem zweiten Wohnzimmer.

München, Lightshow im Bob Beaman (Bild: Arnold Jaeger Werner, CC BY SA 2.0, via flickr.com, 2014)

München, Lightshow im Bob Beaman (Bild: Arnold Jaeger Werner, CC BY SA 2.0, via flickr.com, 2014)

Deutschlandweit konkurrenzlos?

München zählte neben San Francisco, New York und Amsterdam zu den vier Top-Gay-Cities der Welt, deutschlandweit konkurrenzlos. Doch mit der Blüte begann auch der Untergang, denn in den 1980ern kamen Aids – und der Kreisverwaltungsreferent Peter Gauweiler. Letzterer wollte mit eisernem Besen die schwule Infrastruktur aus der Stadt fegen. Der politische Ton erinnerte an vergangene Zeiten. Geschockt schaute die ganze Welt auf München. Viele Schwule verließen die Isarmetropole gen Berlin, Hamburg und Köln und trugen dazu bei, dass sich bis heute hartnäckig die Mär hält: Als Schwuler könne man in der Pionierstadt der deutschen Schwulenbewegung einfach nicht leben. Inzwischen hat München viele Wandlungen erlebt. In den 1990er und frühen 2000er Jahren entstand hier mit dem Kunstpark Ost ein gigantisches Ausgehviertel mit der europaweit höchsten Kneipen-/Clubdichte pro Quadratmeter. Heute liegt der Schwerpunkt des Nachtlebens mit unzähligen Clubs in der Innenstadt entlang der „Feierbanane“, der Strecke vom Maximiliansplatz über die Sonnenstraße bis hinein in die Müllerstraße.

Al Herb. Sündiges München (Bild: Buchcover, Detail, Hirschkäfer Verlag)

„Al Herb. Sündiges München“ (Bild: Buchcover, Detail, Hirschkäfer Verlag)

Zum Weiterlesen

Al Herb. Sündiges München. Nachtszenen der Nachkriegszeit, Text von Martin Arz, Hirschkäfer Verlag, München 2012, Neuauflage, Broschur, 168 Seiten, 19 x 24 cm, ISBN 978-3-940839-26-8.

Titelmotiv: München bei Nacht (Bild: gemeinfrei, via pixabay.com)

Winter 21: Nachtleben

LEITARTIKEL: Nomadisierendes Nachtleben

LEITARTIKEL: Nomadisierendes Nachtleben

Ulrich Gutmair über einen Mythos und seine Geschichte.

FACHBEITRAG: München leuchtet

FACHBEITRAG: München leuchtet

Martin Arz über „das wilde München“ seit den 1950er Jahren.

FACHBEITRAG: Paul's Playground

FACHBEITRAG: Paul’s Playground

Johannes Medebach über die Party-Penthäuser von Paul Rudolph.

FACHBEITRAG: Das Cabaret "Eden" in Ulm

FACHBEITRAG: Das Cabaret „Eden“ in Ulm

Peter Liptau und Cora Schönemann über das Nachleben eines Nachtclubs.

PORTRÄT: Ein Musikclub in der Niederlausitz

PORTRÄT: Ein Musikclub in der Niederlausitz

Johannes Medebach über selbstorganisiertes Nachtleben in der DDR.

INTERVIEW: "What happens in Berghain ..."

INTERVIEW: „What happens in Berghain …“

Thomas Karsten von studio karhard® über eine Berliner Club-Legende.

FOTOSTRECKE: Photos of the Dancefloor

FOTOSTRECKE: Photos of the Dancefloor

Giovanna Silva porträtiert die Räume des Berliner Nachtlebens.

FACHBEITRAG: Paul’s Playground

von Johannes Medebach (21/1)

Es gibt Orte und Jahrzehnte, die – in einem Atemzug genannt – unweigerlich an Ekstase und Ausschweifung denken lassen: etwa das Berlin der 1920er, das San Francisco der 1960er oder das „vibrant“ New York der 1970er. Hier kristallisierte sich der Zeitgeist, meist blieben jedoch nur die Städte und die großen Namen im kollektiven Gedächtnis. Dabei prägten oft gerade die subkulturellen Kreise einzigartige Architekturen. Im Folgenden sollen daher zwei, teils mit Vorsatz versteckte Kleinode in Manhattan vorgestellt werden. Sie stehen stellvertretend dafür, wie homosexuelle Akteure in den 1960er und 70er Jahren queere Räume inmitten der etablierten Quartiere schufen. Als Orte der Gegenkultur gestaltet, wurden diese Häuser und Apartments von einer illustren Klientel okkupiert.

New Yor, 1973 (Bild: Dan McCoy, PD, via wikimedia commons)

New York, 1973 (Bild: Dan McCoy, PD, via wikimedia commons)

Paul Rudolph und New York

Die Stadt ist wie immer quirlig und niemals müde – darüber hinaus nahezu bankrott. Die Substanz wurde heruntergewirtschaftet, weite Viertel der Innenstadt liegen brach. In der Gesellschaft zeichnet sich ein Wandel zur Liberalisierung ab. Die Jugend revoltiert gegen den Vietnamkrieg. Althergebrachte, muffige Konventionen werden über den Haufen geworfen und alles scheint möglich. Diese Gemengelage bietet den idealen Nährboden für eine kreative, eine lebendige Szene. Mit Andy Warhol, seiner „Factory“ und Entourage, findet sich hier das Epizentrum zeitgenössischer Kunstproduktion. In diesem Manhattan lebt und arbeitet auch der Architekt Paul Rudolph (1918-1997).

Geboren im ärmlichen Süden der USA, schaffte es Rudolph bis nach Harvard. Nach dem Studium legte er eine Blitzkarriere hin. Walter Gropius selbst erachtete ihn als einen seiner begabtesten Schüler. Alles begann mit eleganten filigranen Privathäusern, die den International Style in den späten 1940ern nach Florida brachten. Sie wirkten derart prägend, dass Kunsthistoriker rückblickend von einer „Sarasota School of Architecture“ sprechen – mit Rudolph als ihrem Mittelpunkt.

Yale, Architektur- und Kunstfakultät (Bild: Sage Ross, GFDL oder CC BY SA 3.0, 2008)

New Haven, Yale, Architektur- und Kunstfakultät (Bild: Sage Ross, GFDL oder CC BY SA 3.0, 2008)

Barock-Brutalismus

Mit knapp 40 Jahren erhielt Rudolph eine Professur an der Yale University und durfte die neue Architektur- und Kunstfakultät entwerfen. Dieser Bau etablierte den Brutalismus in Nordamerika mit einem Donnerschlag. Bis heute polarisiert die wuchtige „Lernmaschine“ in New Haven – innig geliebt und leidenschaftlich gehasst. Hier offenbaren sich zugleich die Hauptmotive, die seine weitere persönliche Handschrift ausmachen sollten: ineinander verflochtene Raumgefüge, deren moderne Materialien er fast überhöht inszenierte. Diese Dynamik wurde oft mit barocken Prinzipien verglichen. Ab sofort genoss Rudolph den Ruf eines Stararchitekten. Doch bald sollte er erfahren, wie schnell der Zeitgeist umschlägt.

Als sich in den frühen 1970er Jahren die Postmoderne abzeichnete, wirkten Rudolphs kapriziöse Betonriesen plötzlich wie Dinosaurier mit falschem Pathos. Seine Bauten wurden als Sinnbild einer selbstsatten orientierungslosen Moderne kritisiert, die ihre Katharsis in immer größenwahnsinnigeren Projekten suchte. Bald fand er kaum noch Aufträge in seinem Heimatland – das Spätwerk verschob sich zu den großen Finanzplätzen Singapur und Hong Kong. Erst rund zehn Jahre nach seinem Tod im Jahr 1997 wurde sein Oeuvre wiederentdeckt. Für viele Bauten kam das allerdings zu spät: Derzeit ist z. B. die raumschiffähnliche Dependance des Pharmakonzerns Burroughs Wellcome in North Carolina akut vom Abriss bedroht.

Manhattan, Beekman Place, Penthouse von Paul Rudolph, 1970er Jahre (Bild: PD)

Die Unsichtbaren

Wie unrecht die Kritiker hatten, die Rudolph mangelnde Sensibilität vorwarfen, zeigt ein Blick auf seine wohl privateste Raumschöpfung: sein eigenes Studioapartment. Dieses „Haus auf dem Haus“ wurde in den späten 1970er Jahren im vornehmen Manhattaner Viertel Beekman Place errichtet. Dabei hängt der Entwurf eng zusammen mit einem häufig verschwiegenen biografischen Detail von Rudolph – seiner Homosexualität. Obwohl die Großstadt schon immer als Zufluchtsorte für Minderheiten und LGBTQ-People diente, blieb das Klima auch im Staat New York bis zu den Stonewall Riots von 1969 äußerst repressiv. Sexuelle Handlungen zwischen zwei Männern standen bis in die 1970er Jahre unter Strafe. Ein Übriges tat die gesellschaftliche Verurteilung, die bei „abweichenden“ sexuellen Vorlieben so manche Karriere beendete.

Obwohl die Gesetzgeber nach den Ausschreitungen nachbesserten, herrschte weiter das Prinzip des Versteckens und Vertuschens vor. Eine ganze Gesellschaftsgruppe war immer noch im „Closet“. Paul Rudolph mag darunter in doppelter Weise gelitten haben. Aufgewachsen in einem streng christlichen Predigerhaushalt in den Südstaaten, arbeitete er später überwiegend für Vertreter des grundkonservativen Big Business. All dies muss es ihm schwer gemacht haben, Privates nach außen zu tragen. Und schaut man gleichzeitig auf die räumliche Konfiguration seines Apartments und die Situation eines schwulen Mannes seiner Generation, überträgt er hier überraschend eindeutig Lebens- und Überlebensstrategien ins Architektonische.

Manhattan, Beekman Place, Penthouse von Paul Rudolph (Bild: Elisa rolle, CC BY SA 4.0, 2016)

Ein Bad mit Glasboden

Von außen wirkt der Aufbau verschlossen. Der brutalistische Betonkubus schwebt auf einem historischen Backsteinwohnhaus – er hebt sich bewusst von der Umgebung ab, er ist ein Alien. Nur die grün überwuchernden Stahlkäfige geben dem Volumen etwas Leichtigkeit. Im Inneren verkehrt sich der Eindruck ins Gegenteil. Ein gleißend helles, lichtdurchflutetes Raumfeuerwerk mit romantischen Ausblicken auf den East River und Manhattan tut sich auf. Im Schnitt zeigen sich 17 Höhenebenen, die zu einem Kontinuum zusammengefügt sind. Doch eigentlich handelt es sich um zwei Apartments, die unabhängig voneinander funktionieren: Da war einmal der repräsentative Teil für die Öffentlichkeit und Empfänge, der auch in Architekturmagazinen publiziert wurde. Konträr dazu befindet sich im Inneren noch ein privater Teil, der den meisten Besuchern ebenso unbekannt blieb wie der Fachpresse. In den Plänen heißt dieser Bereich lapidar „Library“.

Dort wohnte Rudolph zusammen mit seinem Lebenspartner Ernst Wagner – nahezu unbehelligt vor allen neugierigen Blicken, dafür aber mit einem fantastischen Ausblick auf Manhattan. Die Materialität unterscheidet sich ebenfalls deutlich vom öffentlichen Teil. Während dort weiße aufpolierte Panels für einen wolkenhaft-schwebenden Raumeindruck sorgen, wird der private Bereich beherrscht von dunklen Ledersofas und harten Stahl. Eine maskuline, homoerotische Aufladung ist diesen Gestaltungsmerkmalen nicht abzusprechen. An einem Punkt öffnete der Architekt eine überaus zweideutige Schnittstelle zwischen beiden Welten: Direkt über dem Schlafzimmer des Paares, im öffentlichen Bereich gelegen, versah Rudolph das luxuriöse Badezimmer (samt Whirlpool) mit einem transparenten Boden. Nach eigener Aussage lediglich eine funktionale Komponente, um dem Raum darunter eine natürliche Belichtung zu gewähren. Es bedarf keiner allzu bunten Fantasie, um andere „Vorteile“ dieser Konstellation zu erkennen.

New York-Manhattan, Beeckman Place, Penthouse Paul Rudolph (Bild: PD, 1973)

Manhattan, Beekman Place, Penthouse von Paul Rudolph, 1970er Jahre (Bild: PD)

Bauten mit Muskeln

Dem gesamten Penthouse liegt ein sehr lyrisches vieldeutiges Narrativ von Introvertiertheit und Öffnung zugrunde.  Es handelt sich dabei keinesfalls um kalte modernistische Spielereien. Auch die großen Architekturen von Rudolph, etwa die Fakultät in Yale, wirken nach außen brachial und überwältigend – Bauten, die Muskeln zeigen. Die Interieurs hingegen bestechen durch warme Farben und eine gewisse „Softness“. Man könnte die Wohnung am Beekman Place als Verkehrung von Philip Johnsons Glass House sehen – ebenfalls das Privathaus eines homosexuellen Mannes. Im Vordergrund steht hier totale Transparenz. Zwischen Glaswänden hat man nichts zu verbergen, scheinbar. Das Gebäude befindet sich auf einem großflächigen privaten Anwesen in den Vororten von New York. Nur durch diese zurückgezogene Lage war eine solche Offenheit möglich. Im dicht besiedelten Manhattan hingegen mussten Apartments queerer Menschen oftmals (wie ihre Bewohner) ein Doppelleben führen.

New York, 101 East 63rd Street, Apartment für Alexander Hirsch und Lewis Turner (Bildquelle: Davis, Melinda, Storage. A House and Garden Book, Melinda Davis, New York 1978)

Die berühmteste „Partyhood“

Rund zehn Jahre zuvor hatte Rudolph einen kleineren Vorgänger entworfen. Unter der Adresse 101 East 63rd Street gestaltete er 1966 ein Townhouse für das Pärchen Alexander Hirsch und Lewis Turner. Auch hier ist alles nach innen ausgerichtet, um nach außen schlicht und seriös aufzutreten. Auf der länglich schmalen Parzelle entstand ein überraschend großzügiger Raumfluss. Berühmt-berüchtigt wurde das Anwesen allerdings erst später unter seinem Nachbesitzer – als „101“, als glamouröser Treffpunkt der New Yorker Partyschickeria. 1974 kauft der bekannte Modeschöpfer Roy Halston Frowick, besser bekannt als „Halston“, das Anwesen: „I know this house was designed for somebody else, but I really feel, it was designed for me.“ Halston, der u. a. den ikonischen Pillbox-Hut für Jackie Kennedy entwarf, galt in den 1970ern als Partykönig von Manhattan. Zusammen mit Liza Minelli gehörte er zum Inventar des Studio 54, dem wohl exklusivsten Nachtclub jener Jahre. Damals erlebte das moderne, „coole“ Townhouse seine wildesten Zeiten. Andy Warhol und Bianca Jagger gaben sich hier die Klinke in die Hand. Kurz bevor Halston 1990 an Aids verstarb, verkaufte er das „101“. Zu seinen Nachbesitzern zählten u. a. der deutsche Playboy Gunther Sachs und der Modedesigner Tom Ford.

Titelmotiv: New York (Bild: historische Postkarte, 1960er Jahre)

Winter 21: Nachtleben

LEITARTIKEL: Nomadisierendes Nachtleben

LEITARTIKEL: Nomadisierendes Nachtleben

Ulrich Gutmair über einen Mythos und seine Geschichte.

FACHBEITRAG: München leuchtet

FACHBEITRAG: München leuchtet

Martin Arz über „das wilde München“ seit den 1950er Jahren.

FACHBEITRAG: Paul's Playground

FACHBEITRAG: Paul’s Playground

Johannes Medebach über die Party-Penthäuser von Paul Rudolph.

FACHBEITRAG: Das Cabaret "Eden" in Ulm

FACHBEITRAG: Das Cabaret „Eden“ in Ulm

Peter Liptau und Cora Schönemann über das Nachleben eines Nachtclubs.

PORTRÄT: Ein Musikclub in der Niederlausitz

PORTRÄT: Ein Musikclub in der Niederlausitz

Johannes Medebach über selbstorganisiertes Nachtleben in der DDR.

INTERVIEW: "What happens in Berghain ..."

INTERVIEW: „What happens in Berghain …“

Thomas Karsten von studio karhard® über eine Berliner Club-Legende.

FOTOSTRECKE: Photos of the Dancefloor

FOTOSTRECKE: Photos of the Dancefloor

Giovanna Silva porträtiert die Räume des Berliner Nachtlebens.