LEITARTIKEL: Machen Zäune gute Nachbarn?

von Till Raether (20/2)

Zäune sind ein Missverständnis. In jede Richtung. Zum Beispiel, wenn man denkt: Wir wollen keine. Es fing gleich mit diesem Missverständnis an, als wir vor zwölf Jahren in eine Neubausiedlung zogen. Später zu seiner Siedlung befragt, sagte der Architekt: Es sei ihm, wie in Skandinavien oder den Niederlanden üblich, darum gegangen, die Grenzen zwischen dem Privaten und dem öffentlichen Raum verschwimmen zu lassen. Daher sind die kleinen Betonterrassen zum Hof hin offen, an ihrem Rand sind Betonbänke, die Nachbarn sitzen also bei einem vielleicht nicht direkt im, aber sehr nah am Vorgarten. Dort, wo hinter den Gebäuden den einzelnen Wohnungen Sondernutzungsflächen zugeordnet sind, gibt es keine Trennung, sie sind eine einzige durchgehende Grünfläche. Wie schön das im Modell aussah, offen und frei, man konnte sich gleich Kinder vorstellen, wie sie dort von Haus zu Haus liefen, gemeinsame Abende auf einer Fläche.

Aber, wie gesagt: ein Missverständnis. Alle, die Terrassen zum Hof hatten, ließen bald zusätzlich Hecken wachsen oder stellten hohe Topfpflanzen auf, im Bedürfnis, sich abzugrenzen. Die durchgehende Sondernutzungsfläche hinter den anderen Wohnungen teilte sich im ersten Frühling nach dem allgemeinen Einzug in abgezäunte Bereiche ab: Es sei, so waren sich alle einig, doch ruhiger so, und man hockte sich hier doch sowieso schon so dicht auf der Pelle.

New York, Freiheitsstatue (Bild: PD, via pixabay.com)

„Don’t fence me“

Die Idee, keine Zäune zu haben, schien also erstmal allen gut, aber niemand wollte auf Zäune verzichten in dem Moment, als sich die Idee hätte umsetzen lassen. Dieses Ja-Nein-Vielleicht-Verhältnis scheint fast historisch, etwa in der führenden Nation der Zaun-Ambivalenz, den USA. Die nordamerikanische Landmasse ließ sich ab dem frühen 17. Jahrhundert womöglich von europäischen Einwanderern leichter besiedeln beziehungsweise überrennen, weil es keine Zäune, Mauern und Grenzen gab: Die Territorien der Ureinwohner waren fließend, was sie erstens physisch und zweitens juristisch schutzlos machte.

Kaum aber hatte man das Land der ausdrücklich unbegrenzten Möglichkeiten denen entwunden, die eigentlich dort lebten, wandelte sich der Zaun zum US-amerikanischen Alptraum: „Don’t fence me in“, Zäun’ mich nicht ein, heißt das berühmte Cowboy-Gedicht von Robert Fletcher, in dem der Autor, vor hundert Jahren ein Straßenarbeiter in Montana, von einer mystischen Wild-West-Vergangenheit schwärmte, in der man unbegrenzt unter dem Nachthimmel durch die Prärie reitet: „Ich mag mir keine Hindernisse anschauen, und Zäune kann ich nicht ausstehen.“

Nach Western-Lesart ist eingezäuntes Land das Gegenteil von Freiheit. Das Land, „wo der Westen beginnt“, soll dem Individuum gehören, das es sich erschließt, und nicht den Farmern, Grundbesitzern und Firmen, die es für sich abtrennen (ausgenommen vom diesem kollektiven Traum des Uneingezäunten: die ursprünglichen Bewohner des Landes, die nun paradoxerweise in abgetrennten Restgebieten lebten und leben). Und egal, wie sehr Cole Porter etwas später versuchte, aus diesem Text eine Metapher für einengendes Beziehungsleben zu machen: „Don’t Fence Me In“ bleibt die Hymne von Menschen, welche die Abwesenheit von Zäunen feiern, aber dann, wenn sie selber Land haben, einen guten Zaun darum haben möchten.

Einmauern, ausmauern

Ein anderer US-amerikanischer Dichter hat dieses Missverständnis poetisch beschrieben und analysiert, wurde dabei aber naheliegernderweise gleich wieder missverstanden. Aus Robert Frosts schönem und berühmten Gedicht „Mending Wall“ ist in erster Linie das Sprichwort „Good fences make good neighbours“ aber nun auch wirklich jedem vertraut: Gute Zäune sorgen für gute Nachbarn. Frosts Gedicht aber handelt genau davon, wie hilflos diese Spruchweisheit ist, und die Sympathie des Erzählers gehört einer ganz anderen Instanz. In einer sehr gelungenen deutschen Youtube-Nachdichtung von Christian Ebbertz lautet der erste Vers: „Da ist etwas und mag Mauern nicht“ – nämlich die Natur, die die im Wald verlaufende Begrenzung zwischen zwei Besitzungen korrodiert und verschleißt.

Vorsichtig versucht der Erzähler seinem Nachbarn, mit dem er die Mauer ausbessert, zu erklären, dass doch hier, wo niemand es sähe und wo nie jemand herkäme, eine Mauer gar nicht so wichtig sei. Der andere aber antwortet ihm: „Gute Zäune, gute Nachbarn.“ Darauf der Erzähler: „Brauchen gute Nachbarn Zäune? Gilt doch/Nur wo Kühe sind. Und hier sind keine./Bevor ich bau die Mauer, will ich wissen: Was maur’ ich ein, was maur’ ich aus,/Empfindet einer sie vielleicht als Kränkung? …“ Der Nachbar aber will nichts davon wissen: „Er schwört noch auf das Sprichwort seines Vaters/Und freut sich, dass er es so gut behalten,/Und sagt noch einmal: ‚Gute Zäune, gute Nachbarn.’“ Schon in diesem Gedicht von 1914, aus der gleichen Epoche wie „Don’t Fence Me In“, wendet Frost die uns heute noch vertraute Weisheit also gegen die, die an ihr festhalten, weil sie eben einfach so vertraut ist: Stolz kann man nur darauf sein, dass man sie behalten hat, aber nicht darauf, was sie bedeutet.

Algadones-Dünen, Grenze (Bild: US Border Patrol/PD)

Mauern töten

Von dieser mauer- und zaunkritischen Haltung aber ist nicht viel geblieben, erst recht nicht, wenn es um die ikonographische Bedeutung der Mauer und des Zauns in der kollektiven Vorstellung gerade der USA geht. Donald Trump hat gut hundert Jahre nach Frosts Gedicht seine Wahl vor allem mit dem Versprechen gewonnen, eine Mauer zu Mexiko zu bauen, die aus dem Land südlich der USA endlich einen aus seiner Sicht besseren Nachbarn machen würde. Seitdem kann man sich vage damit trösten, wie sinnlos und unpraktikabel diese Mauer vielerorts ist, weil sie entweder dem Wind oder dem Wetter nicht standhält oder leicht zu überwinden ist.

Man kann aber noch viel eher daran verzweifeln, dass etwa gerade erst im März 2020 eine junge Frau aus Guatemala beim Sturz von dieser Mauer gestorben ist: nicht auf dem furchtbar beschwerlichen und gefährlichen Weg aus ihrem Heimatland zu dieser Grenze, nicht jenseits der Grenze in Armut oder in einem Käfig, sondern durch das an sich scheinbar so hohle und lächerliche Symbol selbst. Mauern und Zäune töten, das sagt nicht nur der lyrische Instinkt in Robert Frosts Gedicht und die Erfahrung an den Grenzen der reicheren Welt – es ist im ganz Kleinen auch der erste Impuls derer, die sich über ein Architekturmodell beugen und sich fragen, was ihnen hier so besonders gut gefällt, und dann merken sie es: Ach, schau mal, diese Offenheit, diese Freiheit, da zäunt sich keiner ein, da bedroht keiner die Nähe und die Gemeinsamkeit.

Spatz im Zaun (BIld: PD, via pixabay.com)

Spatz im Zaun (Bild: PD, via pixabay.com)

Das Gute jenseits des Zauns

Was aber, wenn gerade die Abgrenzung überhaupt erst Gemeinsamkeit ermöglicht? Zum Refrain der Land- oder Vorstadtleben-Verklärung gehört das Bild von Nachbarn, die sich hier „am Gartenzaun“ oder „über den Gartenzaun“ unterhalten würden. Dieses Bild ist zu einem Symbol geworden für Hilfsbereitschaft, Austausch und Gemeinschaftlichkeit auf kleinster Ebene, in unmittelbarer Nähe von Menschen, die nichts zueinander gebracht hat als die Zufälligkeit ortsidentischer Geburt oder benachbarter Immobiliennutzung. Das Bild, wie sie miteinander reden und sich unterstützen, ist nicht so richtig denk- und aussprechbar ohne den Gartenzaun, der einerseits garantiert, dass jede und jeder immer noch seins, ihrs hat, man im winzigen Niemandsland „am“ oder „über dem“ Gartenzaun aber eine Nähe finden kann, die ohne den Zaun womöglich verlegen machen würde oder unangenehm, weil unstrukturiert wäre.

Das perfekte Bild hierfür hat in den 1990er Jahre eine wiederum US-amerikanische Fernsehserie gefunden, „Home Improvements – Hör mal, wer da hämmert“, wo in neun Staffeln nie das Gesicht des weisen und freundlichen Nachbarn Wilson zu sehen war, dem sich die Hauptfigur Tim stets nur am und über den Gartenzaun anvertrauen konnte, während dieser Gartenzaun das Gesicht Wilsons größtenteils verdeckte. Ohne den Zaun, verstand man sofort, hätten die beiden einander nie so nahe kommen können, obwohl der Zaun doch eigentlich dafür gedacht war, sie voneinander fernzuhalten: der Zaun also nicht als Kontaktsperre, sondern vielmehr als paradoxer Kontaktstifter.

Gabionen (Bild: PD, via piqsels.com)

Freiheit hinter Gabionen

So widersprüchlich und paradox im Übrigen, wie Mauern und Zäune zu Zeiten der Ausgangssperre, des lockdowns, der sozialen und physischen Distanziertheit: Wo das alltägliche Leben von einer Woche auf die nächste plötzlich von Begrenzungen bestimmt wird, haben nur noch jene ein gewisses Maß an Freiheit, die sich rechtzeitig abgezäunt haben. Die Wände der Etagenwohnung um- und verschließen eine auf Dauer enge Welt, während alle, die ihren Jägerzaun, ihre Gabionen oder ihre Mäuerchen um Gärten, Terrassen und Sondernutzungsflächen gezogen habe, hier wenigstens noch ins Freie treten und für Momente die Illusion genießen können, es gäbe keine Sperren.

Titelmotiv: Wilson aus „Hör mal, wer da hämmert“ (Bild: Screenshot, via newkidandtheblog.de)

Frühjahr 2020: Geschlossene Gesellschaft

LEITARTIKEL: Machen Zäune gute Nachbarn?

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Till Raether über ein grenzenloses Leben.

FACHBEITRAG: Der PO-2, eine russische Legende

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Jiří Hönes über ein Beton-Zaun-System.

FACHBEITRAG: Mythos Mauer

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Johannes Medebach über zwei Seiten einer Grenze.

FACHBEITRAG: Der Jägerzaun

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Peter Liptau über die deutscheste aller Einfriedungen.

PORTRÄT: Schallschutz mit Dackel

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INTERVIEW: "Ein pervertierter Ordnungswahn"

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Ulf Soltau über die „Gärten des Grauens“.

FOTOSTRECKE: Zaunzeuge

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Walter Schütz über die Schönheiten der Vorstadt-Einfriedungen.

FACHBEITRAG: Der PO-2, eine russische Legende

von Jiří Hönes (20/2)

Von Minsk bis Wladiwostok, von Tallinn bis Baku – wo auch immer man im postsowjetischen Raum unterwegs ist, begegnet einem früher oder später dieser Betonzaun. Die Fertigelemente mit dem charakteristischen Relief aus Trapezen und Dreiecken gehören zu einer sowjetischen Stadt wie die berühmten Chruschtschowkas, die fünfgeschossigen Plattenbauten der Nachkriegszeit. Als markante Mauerelemente umfrieden sie Industrieanlagen, Militäreinrichtungen, Parks, Eisenbahntrassen, Baustellen oder schlicht Brachland. Der Ursprung der Massenware mit dem Namen PO-2 liegt in den 1970er Jahren.

Moskau, Industriegebiet Metrogorodok, Betonzaun-Elemente „PO-2“ mit Schachbrettmuster (Bild: Jiří Hönes)

Moskau, Industriegebiet Metrogorodok, Betonzaun PO-2 mit Schachbrettmuster (Bild: Jiří Hönes)

Der Lachmann-Zaun

Das Design des PO-2, des sog. Lachmann-Zauns, stammt von einem gebürtigen Moskauer. Zunächst hatte Boris Lachmann Bauingenieurwesen studiert, um nach seiner Architekten-Ausbildung im Moskauer Konstruktionsbüro Mosgorstrojmaterialy zu arbeiten. Dieses staatliche Atelier für Industriedesign spezialisierte sich auf Baumaterialien – Technische Ästhetik hieß dieses Fachgebiet seinerzeit in der Sowjetunion. Lachmann stieg zum Chefarchitekten auf und hatte ein Team von zehn Leuten unter sich, darunter Künstler und Architekten.

Eine der Aufgaben des Teams war Mitte der 1970er Jahre das Design von Industriezäunen. Später berichtete Boris Lachmann in einem Interview mit dem russischen Magazin Esquire: „Die Anforderung war eine ästhetisch angenehme Gestaltung. Ich habe drei Skizzen angefertigt, die waren alle sehr hübsch. Zum Beispiel gab es einen Zaun, der Mauerwerk imitierte. Aber aus irgendeinem Grund entschieden sie sich für die einfachste der Varianten. Vielleicht hat ihnen dieses Spiel von Licht und Schatten gefallen? Vielleicht hat ihnen zugesagt, dass das Relief so selbstreinigend ist, dass Staub und Schmutz durch den Regen weggespült werden?“

Mehrere Monate war das Team mit der Entwicklung des Zauns beschäftigt, so Lachmann. „Wir hatten genug Zeit, niemand hatte es eilig.“ Für den Entwurf erhielt der Architekt auf der Ausstellung der Volkswirtschaftlichen Errungenschaften der UdSSR (WDNCh) in Moskau 1974 eine Bronzemedaille und 50 Rubel Preisgeld.

Reliefplatte im Stahlbetonrahmen

Von allen Entwürfen, die Lachmann und sein Team damals erstellt haben, realisierte man nur den Zaun. Konzipiert wurde der PO-2 als massiver Stahlbetonzaun zum Schutz strategischer Objekte wie Militäranlagen oder Industriebetriebe. Die Herstellung erfolgte in Werken, die eigentlich für Betonelemente im Wohnungsbau ausgelegt waren. Ein PO-2-Stahlbetonrahmen umgibt eine mit Drahtgeflecht verstärkte Betonplatte. Darauf ist das charakteristische Reliefmuster zu sehen, das ein lebendiges Spiel aus Licht und Schatten erzeugt. Dieser Effekt kommt besonders gut zur Geltung, wenn die Elemente zu langen Reihen verbunden werden.

Ein Zaun-Element ist 250 Zentimeter breit, (mit den Füßen, die in massiven Beton-Halterungen verankert werden) rund 3 Meter hoch und 15 Zentimeter dick. Durch diese massive Bauweise taugt der PO-2 zur Barriere ebenso wie zum Schallschutz. In den 1980er Jahren verbreiteten sich die Fertigelement-Zäune sprunghaft. Bis heute prägen sie insbesondere Industriegebiete und Vorstädte, doch auch auf Baustellen sind sie häufig anzutreffen. Ihr Schöpfer hat diesen Siegeszug nicht mehr vor Ort miterlebt. Er wanderte 1981 in die USA aus. Dort suchte er, wie er rückblickend berichtete, persönliche Freiheit – er wollte ein amerikanischer Architekt werden.

Moskau, Industriegebiet Metrogorodok, der Betonzaun "PO-2" (Bild: Jiří Hönes)

Moskau, Industriegebiet Metrogorodok, der Betonzaun PO-2 (Bild: Jiří Hönes)

Emigration in die USA

Zunächst arbeitete Lachmann beim Architekten Richard Milton Bellamy in New York, bevor er 1990 sein eigenes Büro eröffnete. Er plante Shoppingmalls, öffentliche Projekte und Schulen, eine Bibliothek und ein Gemeindezentrum sowie Privathäuser. Gewiss sei der Zaun, wertete Lachmann später, nicht das Größte, was er je erschaffen habe. Von dessen Omnipräsenz zeigte er sich überrascht: „Ich sehe immer noch, wenn ich sowjetische Filme oder einfach nur Aufnahmen aus Russland anschaue, überall meine Zäune, sogar in kleinen Städten“, berichtete er dem Magazin Esquire. Dies berühre ihn jedoch kaum, er sei schon ganz amerikanisch. Und wenn er kurz nostalgisch werde, dann esse er halt schwarzen Kaviar.

Im postsozialistischen Russland hielt sich die Begeisterung für Lachmanns Erbe zunächst in Grenzen. Die Moskauer Stadtverwaltung erließ im April 1997 eine Verordnung, nach der Baustellen im Zentralen Verwaltungsbezirk nur noch durch Metallzäune gesichert werden dürfen. Die massiven Lachmann-Zäune wurden offenbar als zu abweisend empfunden. Doch auch in Russland hat sich die Einstellung gegenüber dem Erbe der Nachkriegsmoderne gewandelt. Dazu mag beigetragen haben, dass gerade in Moskau die Spuren der Sowjetära in einem rasanten Tempo verschwinden.

Einige Initiativen setzen sich bereits für den Erhalt von Bauten der zweiten Phase der Sowjetmoderne ein. Inzwischen zeugen zahlreiche Ausstellungen und Publikationen von einem regen Interesse sowohl bei Wissenschaftlern als auch bei einer breiteren Öffentlichkeit. Die junge Generation, die nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion aufgewachsen ist, die den Sozialismus nur aus Erzählungen der Eltern und Großeltern kennt, entwickelt ein reges Interesse an den Relikten dieser Epoche.

Der Betonzaun in der Popkultur

Da erstaunt es nicht, dass der allgegenwärtige Betonzaun in den Mittelpunkt der Popkultur rückt. Mehr als Leinwand denn als Exponat diente der PO-2 beim Projekt „Permer Lange Geschichten“. In der Industriestadt am äußersten Rand Europas wurden erstmals 2011 viele Meter Lachmann-Zäune für Künstler freigegeben. Sie erzählen darauf Bilder-Geschichten, die sich beim Entlanggehen erschließen. Bis heute findet dieses Event jedes Jahr statt.

Eine Installation aus Lachmann-Zäunen bildete 2018 die Hauptattraktion des Festivals „Archstojanije“ im Kunstpark Nikola-Leniwez in der Region Kaluga, etwa 200 Kilometer südlich von Moskau. Der Architekt und Künstler Alexander Sawwitsch Brodski präsentierte hier seine „Villa PO-2“: ein zweigeschossiges Haus aus PO-2-Elementen. Das Werk verbinde Sowjetnostalgie mit der klassizistischen Ästhetik des Palladianismus, urteilte damals das „Strelka Mag“. Sogar der deutsche Sportbekleidungshersteller Puma brachte mit der russischen Marke Outlaw einen Sneaker auf den Markt, dessen Sohle seitlich den PO-2 zitiert.

Moskau, Bezirk Alexejewskij, der Betonzaun PO-2 als Baustellenabsperrung (Bild: Jiří Hönes)

Russland zäunt sich ein

Allerdings hat der PO-2 seit der Perestrojka Gesellschaft bekommen. In der Sowjetunion hatte noch der Staat das alleinige Recht, Zäune zu errichten. Doch mit der Einführung des Privateigentums wuchs auch das Bedürfnis, dieses zu umfrieden. „Heimische Zäune. Wie Russland sich selbst abriegelte“, titelte 2017 ein Artikel der Tageszeitung Kommersant. In den vergangenen 25 Jahren sind demnach in Russland 2,5 Millionen Kilometer Zäune errichtet worden. Seit etwa 2005 seien es im privaten Bereich besonders die günstigeren Wellblech-Zäune, die dem Betonzaun Konkurrenz machten.

Doch auch im öffentlichen Raum greift die Zaunmanie weiter um sich. Hier ist ebenfalls Metall das Material der Stunde. Wer sich ein Bild davon machen will, schaut sich am besten eine der Stationen von Moskaus neuer S-Bahn „MCD“ an. Bahnsteige und Zugänge sind von meterhohen Zäunen umgeben, deren Lochbleche nur einen schemenhaften Blick nach draußen zulassen. Mit den Zugangssperren an den Eingängen entsteht eine geradezu gefängnishafte Atmosphäre. „Wir haben einen Staat, der sich einzäunt. Das ist die neue politische Situation seit 2014. Die militaristische und isolationistische Atmosphäre wird so auf bizarre Weise in die Köpfe der Bürger projiziert“, erklärte Sergej Medwedjew, Politikwissenschaftler und Historiker an der Higher School of Economics in Moskau, gegenüber der Zeitung Kommersant.

Durch die Kontrolle

Diese Zaun-Atmosphäre lässt sich besonders intensiv am Moskauer Fernsehturm Ostankino erleben. Zwar gewährt der Metallzaun hier noch einen Blick auf das Gelände, doch spricht der darauf angebrachte Stacheldraht eine deutliche Sprache. Zunächst muss man Kontrollen passieren, die penibler sind als an jedem Flughafen. Dann geht es auf einem umzäunten Weg durch eben jenes Gelände, das man soeben am äußeren Zaun halb umrundet hat. Erst jetzt kann man die nächste Kontrolle durchlaufen.

Ganz in der Nähe sind originale Lachmann-Zäune zu bewundern: auf der Rückseite des Botanischen Gartens, wo dieser an die Trasse des Moskauer S-Bahn-Rings stößt. Am nordwestlichen Eingang des benachbarten WDNCh-Geländes, wo Boris Lachmann einst seine Auszeichnung erhielt, sind neben originalen PO-2 auch Betonzäune mit einem abweichenden Muster zu sehen: der etwas niedrigere PO-16.

Die Legende lebt

Doch auch der klassischen PO-2 wird heute noch angeboten. Auf der Website des Herstellers Komplex-S können Selbstabholer ein Zaun-Element für rund 7.000 Rubel (etwa 87 Euro) erwerben. „Massiver Beton ist in der Tat sowohl physisch als auch psychisch ein ernstes Hindernis“, heißt es dort in der Produktbeschreibung. Durch zusätzlich angebrachten Stacheldraht werde der Zaun zu unüberwindlich für Mensch und Tier und schütze zudem vor neugierigen Blicken. Der PO-2, eine lebende Legende.

Quellen

Bogatko, Julija, Geschichte des Betonzauns mit Rauten, Esquire, 20 März 2013 (russisch).

Ruwinskij, Wladimir, Heimische Zäune. Wie Russland sich selbst abriegelte. Kommerssant, 20. Mai 2017 (russisch).

Moskau, am WDNCh, links der Betonzaun "PO-16", rechts der "PO-2" (Bild: Jiří Hönes)

Moskau, am WDNCh: links der Betonzaun PO-16, rechts der PO-2 (Bild: Jiří Hönes)

Frühjahr 2020: Geschlossene Gesellschaft

LEITARTIKEL: Machen Zäune gute Nachbarn?

LEITARTIKEL: Machen Zäune gute Nachbarn?

Till Raether über ein grenzenloses Leben.

FACHBEITRAG: Der PO-2, eine russische Legende

FACHBEITRAG: Der PO-2, eine russische Legende

Jiří Hönes über ein Beton-Zaun-System.

FACHBEITRAG: Mythos Mauer

FACHBEITRAG: Mythos Mauer

Johannes Medebach über zwei Seiten einer Grenze.

FACHBEITRAG: Der Jägerzaun

FACHBEITRAG: Der Jägerzaun

Peter Liptau über die deutscheste aller Einfriedungen.

PORTRÄT: Schallschutz mit Dackel

PORTRÄT: Schallschutz mit Dackel

Karin Berkemann über Gestaltungsruhe für alle.

INTERVIEW: "Ein pervertierter Ordnungswahn"

INTERVIEW: „Ein pervertierter Ordnungswahn“

Ulf Soltau über die „Gärten des Grauens“.

FOTOSTRECKE: Zaunzeuge

FOTOSTRECKE: Zaunzeuge

Walter Schütz über die Schönheiten der Vorstadt-Einfriedungen.

FACHBEITRAG: Mythos Mauer

von Johannes Medebach (20/2)

Es gibt Tage, an die sich alle erinnern. Mit Sicherheit gehört der 9. November 1989 dazu. Gegen 18 Uhr verkündet Günter Schabowski in einer legendären Pressekonferenz die Möglichkeit der DDR-Bürger zur „ständigen Ausreise“. Menschen aus Ost-Berlin stürmen zu den Grenzübergängen der geteilten Stadt und pochen auf ihr neugewonnenes Recht. Und eine halbe Stunde vor Mitternacht ist es endlich soweit: An der Bornholmer Straße öffnen sich nach 28 Jahren die Tore. Der Todesstreifen hatte seinen Schrecken verloren. Heute sind die Bilder jener Tage zum Mythos geworden – so wie die Mauer selbst. Heute existieren in Berlin einige letzte Fragmente, an denen die ehemalige Grenze erfahrbar wird. So etwa am Friedrichshainer Spreeufer, an der East Side Gallery.

Berlin, Blick auf die Mauer nahe dem Potsdamer Platz (Foto: Nancy Wong, Bild: Edmunddantes, CC BY SA 3.0, 1986)

Berlin, Blick auf die Mauer nahe dem Potsdamer Platz (Foto: Nancy Wong, Bild: Edmunddantes, CC BY SA 3.0, 1986)

Real existierende Architektur

Neben ihrer symbolischen Bedeutung als Demarkationslinie war die Mauer eben auch ein Bauwerk. Je nach Betrachtung: eine Barriere, um den „real existierenden“ Sozialismus zu schützen, oder ein tödliches Werkzeug, um Menschen ihrer persönlichen Bewegungsfreiheit zu berauben. Eine Architektur der Abschreckung, von der trotzdem eine ungeheure Faszination und Inspiration ausging. Wie viele Schulklassen reisten bis 1989 nach Berlin, um sich dem schaurig schönen „Mauergucken“ hinzugeben …

Rem Kohlhaas schrieb 1972 seine Abschlussthesis „The Berlin wall as architecture“. Damals wagte er ein theoretisches Experiment: Westberlin als Hort der Freiheit durch Selbsteinfriedung. Dass Künstler aus aller Welt die westliche Seite als größte Leinwand der Welt verstanden, verwundert nicht. Eine solch ambivalente Struktur zieht mit ihrem Spannungsfeld viele Menschen an.

Spurensuche

Doch was passierte nach dem November ’89 mit diesem Bollwerk? Mit dem 155 Kilometer langen Mauerstreifen aus ca. 45.000 Segmenten, mit den 302 Beobachtungstürmen und 20 Bunkern? Entgegen der kollektiven Erinnerung verschwand die gesamte Baumasse nicht über Nacht. Kurz vor der Jahreswende beschloss die Regierung Modrow, die Berliner Mauer zu entsorgen. Diese Zeit barg zwar einen unbändigen Freiheitsdrang und einen großen Möglichkeitsraum, aber eben auch eine gewisse Ratlosigkeit. Entsprechend wurde das Verschwinden der Mauer durch einige Turbulenzen und unerwartete Wendungen begleitet.

Direkt nach der Öffnung hörte man in den innerstädtischen Bereichen vermehrt ein eifriges Klopfen. Die sog. Mauerspechte machten sich an die Arbeit. Fleißige Bürger, mit Hammer bewaffnet, rückten dem „antifaschistischen Schutzwall“ zu Leibe. Schlag um Schlag wurde der Betonwall ausgedünnt – und so manches Souvenir für zu Hause gesichert. Es ist selbstverständlich, dass ein Gros der Mauer so nicht entsorgt werden konnte.

Kontrollierter Rückbau

Sieben Monate nach dem geschichtsträchtigen 9. November, am 13. Juni 1990, begann an der Bernauer Straße der kontrollierte Rückbau der Grenzanlagen. Dieser Ort war nicht zufällig gewählt: Die Fluchten durch die im Osten stehenden Häuser, zu Beginn selbst Teil der Grenzanlagen, gingen um die Welt. An diesem Abschnitt starben aber auch die meisten Menschen bei vergeblichen Fluchtversuchen. Heute befindet sich hier die Zentrale Gedenkstätte Berliner Mauer.

Die Ost-Berliner Baukombinate wurden verpflichtet, die Anlagen zu entsorgen. Verständlicherweise war die Bereitschaft riesengroß. So mancher Mitarbeiter nahm sich selbst einige der drei Meter hohen und tonnenschweren Betonfertigelemente mit. Nicht immer stieß diese Art von „Gartenzaun“ auf Gegenliebe. Die blutige Geschichte haftete scheinbar am Stahlbeton.

Berlin, Mauer nahe der Friedrichstraße, 1990 (Bild: BIL, GFDL oder CC BY SA 3.0, 1990)

Totaler Ausverkauf

Die DDR-Regierung gehörte zu den Ersten, die das große Geschäft mit der Geschichte witterten. Schon im Januar 1990 demontierten Einheiten der Nationalen Volksarmee (NVA) 50 künstlerisch anspruchsvoll gestaltete Segmente aus dem Grenzgebiet zum damals kreativsten aller Westberliner Bezirke: Kreuzberg. Die Außenhandelsgesellschaft Limex machte aus dem Verkauf ein lukratives Geschäft. Erste Lieferungen gingen vor allem in die USA, wo die Berlin Wall Commemorative Group die Vermarktung übernahm. In der Folge gründet Limex mehrere Gesellschaften zur Verwertung der Mauer-Segmente. Im Verlauf des Jahres wurde ein Millionenerlös eingefahren – in Monte Carlo versteigerte man im Juni 1990 beispielsweise 80 Segmente.

Beliebt waren farbig gestaltete Mauerstücke von Künstlern wie Thierry Noir oder Keith Haring. Auf der Strecke blieben dabei die Künstler selbst, die sich die Beteiligung am Erlös erst einklagen mussten. Bis heute ist nicht ganz zu klären, ob alle Gelder dort angelangt sind, wo sie hingehörten. Die Limex hatte zahlreiche Tochterfirmen und private Kooperationspartner. Es ist anzunehmen, dass ein nicht unbeträchtlicher Teil der Einnahmen in privaten Taschen landete. Als im Sommer 1990 nun auch die NVA das große Geschäft witterte, verschwanden weitere Fragmente unter der Hand. Nun wurde alles zu Geld gemacht, was mit der Grenze verbunden war: Zäune, Schilder und Ausrüstungen. Einige alte Grenzeruniformen schafften es sogar auf den Pariser Laufsteg: Der amtierende DDR-Verteidigungsminister Rainer Eppelmann bot sie Karl Lagerfeld für seine Kollektion an.

Mentale Mauer

Am 3. Oktober 1990 hörte die DDR auf zu existieren. Ganz abgeräumt war die Mauer zu diesem Zeitpunkt aber immer noch nicht. Ab sofort wachte die Bundeswehr über die verbliebenen Reste. Dieser schmeckte das Geschäft mit dem Todesstreifen nicht so recht. Als im Bonner Verteidigungsministerium jedoch die Zahlen des bisherigen Erlöses bekannt wurden, staunte man auch dort nicht schlecht. Ab Dezember 1990 wurden die bunten Mauerteile fröhlich weiterverkauft. Die Bundeswehr nahm so noch einmal rund 6 Millionen D-Mark ein.

Unterdessen ging der planmäßige Abbruch weiter. Die meisten Segmente wiesen keinen höheren Kunst- oder Verkaufswert auf und landeten geshreddert im Straßenbau. Gegen Ende des Jahres 1990 war die Mauer aus dem Berliner Stadtbild verschwunden. Der große Hype um die Relikte der einstigen Grenze ebbte ab – so wie sich im wiedervereinigten Deutschland langsam ein ernüchterter Blick einstellte. Die Mauer in den Köpfen sollte sich als deutlich widerstandsfähiger erweisen. In den 1990er Jahren näherten sich Ost und West nur langsam und unter starken Vorbehalten an. So wollte man sich im Osten aller Erinnerungen an die alte Zeit entledigen.

Berlin, Wachturm an der Erna-Berger-Straße (Bild: Sir James, CC BY SA 3.0, 2004)

Berlin, Wachturm an der Erna-Berger-Straße (Bild: Sir James, CC BY SA 3.0, 2004)

Rettet die Mauer

Das schnelle Verschwinden und der Ausverkauf der ehemaligen Grenze ist sicherlich dem turbulenten Tempo dieser Zeit zu schulden. Es gibt allerdings auch Kritiker dieser überhasteten Entsorgung. Johannes Cramer, emeritierter Professor für Bau- und Stadtbaugeschichte an der TU Berlin, beschäftigte sich in den 2000er Jahren mit der Dokumentation der Überreste. Durch das Auswischen des Grenzstreifens sei, so Cramer, „seine Feindseligkeit nicht mehr erlebbar“. An Orten wie der East Side Gallery sind heute nur noch Fragmente zu sehen. Man verwechselt die Betonwand mit der Grenze. Dabei bestand dieses perfide System aus vielen Schichten, die eine Flucht nahezu unmöglich machten.

Laut Cramer sind vor allem die leichteren, scheinbar unspektakulären Elemente der Grenze – wie etwa Drahtzäune oder die Lichttrassen – komplett verschwunden. Die Untersuchungen ergaben auch, dass der komplette Streifen in acht Abschnitten errichtet wurde. Keineswegs lag 1989 ein durchgängig homogenes Bauwerk vor. In den Außenbezirken bestand die „Mauer“ lediglich aus Zäunen. In der Veröffentlichung „Die Baugeschichte der Berliner Mauer“ sind die Ergebnisse dieser umfangreichen Forschung und Bestandsaufnahme gebündelt.

Auf eine weitere Gefahr wies Cramer bereits damals hin: Investoren könnten das ehemalige Grenzgebiet unter Beschlag nehmen und so die letzten historisch wertvollen Spuren löschen. Beim Bau der Mercedes-Benz-Arena wurde schon früh ein Teil dieses deutsch-deutschen Erbes geopfert. Die East Side Gallery wurde bei der Erweiterung des Media-Spree-Projektes gestutzt. Jüngst wurde bekannt, dass der letzte Wachturm des Typs BT 6 an der Erna-Berger-Straße einem Neubau weichen soll – trotz Denkmalschutz.

Umkehrung der Symbolik

Trotz- oder gerade wegen ihrer schrecklichen Vergangenheit ist die Mauer heute längst zur Ikone des Freiheitswillens geworden. Das vom Kurator Rainer Janicki initiierte Projekt „the-wall-net.org“ verortet die Spuren der Berliner Mauer auf der ganzen Welt: unter den Palmen des County Museum in Los Angeles oder seit 1990 am nordöstlichsten Rand Europas in Finnland oder vor der Deutschen Schule in Moskau …

Mancherorts gelten die Segmente als Trophäe des gewonnenen Kalten Krieges. andernorts wird vor allem die Umkehrung der Symbolik betont. Die Entwicklung geht von einem trennenden hin zu einem verbindenden Moment. Besucher haben auf „the-wall-net.org“ die Möglichkeit, ihre Eindrücke von den Gedenkstätten mitzuteilen. Auf diese Weise kann das Extrakt einer weltweit verknüpften Erinnerungskultur sichtbar gemacht werden. Janicki macht zudem online einzelne Aspekte im historischen Kontext zugänglich.

Exportschlager der DDR

Man könnte zynisch sagen: Die Mauer war der letzte Exportschlager der DDR. Jenseits aller Vermarktung und Touristenbespaßung muss daran erinnert werden, welches Unrecht und Leid dieser Ort hervorgebracht hat. Der spätere Umgang mit dem Objekt Mauer steht für die Widersprüchlichkeit und Vielfalt der historischen Ereignisse. Heute würde eine absolute Deutung dem System nicht mehr gerecht, das vorher in strikt in Gut und Böse trennte. Und falls man jetzt selbst Interesse an einem Stück Berliner Mauer haben sollte: Einige der damaligen Limex-Lizenznehmer sollen noch das ein oder andere Stück horten. Ab und an sind sie auf Ebay erhältlich, zum Liebhaberpreis, versteht sich!

Berlin: der deutsche Botschafter Volker Pellet besichtigt mit dem dominikanischen Außenminister Miguel Vargas Mauer-Reste (Bild: © Deutsche Botschaft, via the-wall-net.org)

Titelmotiv: Trondheim, Mauersegment vor dem Kunstmuseum Gråmølna (Bild: ©Lars-Ø-Ramberg, via the-wall-net.org)

Frühjahr 2020: Gabionenfrei

LEITARTIKEL: Machen Zäune gute Nachbarn?

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FACHBEITRAG: Der PO-2, eine russische Legende

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Johannes Medebach über zwei Seiten einer Grenze.

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FOTOSTRECKE: Zaunzeuge

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