Christian Borchert, Semperoper Dresden. Blick durchs Bühnenportal in den Zuschauerraum, 1977, (Bild: Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Kupferstich-Kabinett, © SLUB Dresden/Deutsche Fotothek Dresden)

Tektonik der Erinnerung

Der gebürtige Dresdener Christian Borchert (1942-2000) hatte 1967 seine Ausbildung zum Fotografen abgeschlossen. Ab den frühen 1970er Jahren arbeitete er für Magazine und absolvierte zugleich ein Fernstudium der Fotografie. In der Folge war er hauptsächlich in Berlin und in seiner Heimatstadt tätig. Aus seinen Bildserien sind vor allem seine Familien- und Künstlerporträts hervorzuheben. Mit der Kamera dokumentierte er so die Umbrüche der deutsch-deutschen Geschichte in den 1980er und 1990er Jahren.

Das Sprengel-Museum Hannover zeigt nun – in Kooperation mit dem Kupferstich-Kabinett der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden – deren erste monografische Retrospektive zum Fotografen Christian Borchert. Die Ausstellung zeigt nicht allein Borcherts Porträts, sondern ebenso eines seiner Hauptwerke: die Dokumentation des Wiederaufbaus der Semper-Oper, die über sieben Jahre hinweg entstand. Ergänzend werden in Hannover einige Bilder aus Dokumentarfilmen sowie Exponate aus Borcherts Nachlass in der Deutschen Fotothek präsentiert. Die Ausstellung „Christian Borchert. Tektonik der Erinnerung“ ist vom 17. Juni bis zum 20. September 2020 zu sehen im Sprengel-Museum in Hannover. (kb, 7.6.20)

Christian Borchert, Semperoper Dresden. Blick durchs Bühnenportal in den Zuschauerraum, 1977 (Bild: Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Kupferstich-Kabinett, © SLUB Dresden/Deutsche Fotothek Dresden)