„Gibt es nicht!“ (15/1)

Negev, Synagoge, Zvi Hecker (Copyright: Zvi Hecker)
Die moderne Synagoge in der Wüste Negev (Copyright: Zvi Hecker)

Heute planen prominente Architekten für Synagogen und jüdische Museen, die sich zu Leitbauten der Moderne gemausert haben. Daher wagt das Winterheft von moderneREGIONAL (Redaktion: K. Berkemann/U. Knufinke) einen Blick auf die Zeiten, als jüdische Architektur sich schon einmal – teils unfreiwillig – an der Speerspitze der Moderne wiederfand: In den 1930er und 1940er Jahren, als Bauhausarchitekten nach Übersee auswanderten. Und in der zweigeteilten deutschen Nachkriegszeit, als wenige jüdische Gemeinden ihren Fuß neu auf politisch schwankenden Boden setzten.

E. v. Voolen umreißt in seinem Leitartikel, warum jüdisches Bauen gerade hochmodern ist. In den Fachbeiträgen geht es um die Kulturlandschaft Palästina vor (K. Berkemann) und das Neue Bauen in Israel nach dem Ersten Weltkrieg (A. Klei), um Helmut Goldschmidts Synagogen (U. Knufinke) im westlichen und die Neue Synagoge Erfurt (J. Reinsberg) im östlichen Nachkriegsdeutschland. Zuletzt wirft R. Klein im Porträt einen Blick auf Zvi Heckers Synagoge im Negev und spricht U. Knufinke mit der jüdischen wie der christlichen Gemeinde über die Umnutzung einer Kirche zur Synagoge.