Meisterhaftes in Essen

Ein Angebot, das sich Kurzentschlossene in der Umgebung von Essen nicht entgehen lassen sollten: Die Busexkursion „Werkbund, Bauhaus, Neue Sachlichkeit!? – Architektur der Moderne in Essen“ führt am 29. September ab 10 Uhr zu Meisterwerken der Neuen Sachlichkeit. Dabei kommen Architekten in den Blick, die eine Verbindung zu Bauhaus, Werkbund und Folkwang aufweisen.

Auf der Route werden Bauten lokaler Architekten wie Alfred Fischer oder Fritz Schupp ebenso berücksichtigt wie das Oeuvre von Erich Mendelsohn oder Peter Behrens. Als Beispiele können die evangelische Auferstehungskirche und das UNESCO-Welterbe Zollverein genannt werden. Die dreistündige Tour findet in Kooperation mit der Essen Marketing GmbH statt. Eine Anmeldung ist bis zum 19. September (!) erforderlich unter: 0201 8872333, touristikzentrale@essen.de. Es wird eine Teilnahmegebühr erhoben, Treffpunkt ist der Bushalteplatz Hollestraße 1 (Haus der Technik), 45127 Essen. (kb, 18.9.19)

Essen, Auferstehungskirche (Bild: Copyright: EMG, Foto: Wolfgang Kleber)

SOS Bochum

Brutalismus gehört zum Ruhrgebiet wie Zeche, Currywurst und ein gewisser nuschelnder Rocksänger. Daher musste die Ausstellung „SOS Brutalismus. Rettet die Betonmonster!“, ein gemeinsames Projekt des Deutschen Architekturmuseums und der Wüstenrot Stiftung, einfach nach Bochum. Jetzt ist es soweit: Vom 26. Spetember bis zum 24. November 2019 ist die Schau im Musischen Zentrum der Ruhr-Universität Bochum (RUB, Universitätsstraße 150, 44801 Bochum) zu sehen – donnerstags bis sonntags jeweils von 10 bis 18 Uhr.

Erweitert wird die Frankfurter Schau durch die Ausstellung „RUB: brutal schön?“ von Studierendendes Kunstgeschichtlichen Instituts der RUB unter der Leitung von Prof. Dr. Cornelia Jöchner. Die Eröffnung wird begangen am 25. September 2019: um 17.30 Uhr für die studentischen Teil im Erdgeschoss der Universitätsbibliothek mit einer Begrüßung durch die Direktion der Universitätsbibliothek, um 19 Uhr für „SOS Brutalismus“ mit einer Begrüßung durch die Kanzlerin der RUB, Dr. Christina Reinhardt, und DAM-Kurator Oliver Elser. (kb, 17.9.19)

Bochum, Ruhr-Universität, Musisches Zentrum (Bild: KureCewlik81, GFDL oder CC BY SA 3.0, 2008)

Olympische Bauten – zwischen Konservierung und Konversion

2020 sollen die Olympischen Sommerspiele in Tokyo stattfinden, wo sie 1964 bereits ein erstes Mal zu Gast waren. Diese moderne Sporttradition geht zurück auf das Jahr 1896, auf die Initiative des Historikers und Pädagogen Pierre de Coubertin. Als die Spiele mit den Jahrzehnten an Popularität und Bedeutung gewannen, hinterließen sie an ihren jeweiligen Austragungsorten ein immer umfangreicheres bauliches Erbe. Doch auf diesen olympischen Anlagen lastet heute ein besonders hoher Veränderungs- und Gefährdungsdruck. Dabei sind sie häufig nicht nur in ihren architektonischen Zeugnissen, sondern auch als garten- und landschaftskünstlerische Werke erhaltenswert.

Vor dem Hintegrund findet die Tagung „Das moderne Erbe der Olympischen Spiele. Historische Sportstätten zwischen Konservierung und Konversion“ vom 7. bis 8. November 2019 im Münchner Olympiapark statt. Die Konferenz steht unter dem Motto des Europäischen Kulturerbejahrs „Sharing Heritage“ und wird von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien gefördert. Die Tagung richten ICOMOS Deutschland und die Landeshauptstadt München in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege, der Landesgruppe Bayern der Deutschen Akademie für Städtebau und Landesplanung (DASL), dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) und dem Verein „Aktion Welterbe Olympiapark“ aus. (kb, 15.9.19)

München, Olympiastadion (Bild: luede_m, via pixabay.com)