Jung, aber Denkmal – dieses Mal zum ICC Berlin

Über 300 Meter Länge, 80 Meter Breite und 40 Meter Höhe, 80 Säle und Platz für bis zu 20.000 Menschen – das Internationale Congress Centrum (ICC) Berlin ist ein Denkmal der Superlative. Am 9. Dezember 2020 widmen das Landesdenkmalamt Berlin und die Architektenkammer Berlin dem ICC eine Veranstaltung in der Reihe „Jung, aber Denkmal“. Von 1973 bis 1979 nach Plänen von Ralf Schüler und Ursulina Schüler-Witte im Auftrag des Landes Berlin errichtet, war das ICC seinerzeit nicht nur „Schaufenster des Westens“, sondern auch eine Landmarke West-Berlins.

Heute gilt das ICC als einer der Höhepunkte der High-Tech-Architektur – doch wie sieht seine Zukunft aus? Es referieren und diskutieren die ICC-Architektin Ursulina Schüler-Witte, Landeskonservator Dr. Christoph Rauhut, Bürgermeisterin Ramona Pop, Architektenkammer-Präsidentin Christine Edmaier und Architekturhistorikerin Prof. Dr. Kerstin Wittmann-Englert – moderiert von der Architekturhistorikerin Kirsten Angermann. Am 9. Dezember 2020 um 18 Uhr kann man sich wahrscheinlich – bei freiem Eintritt, aber coronabedingt nach Voranmeldung und unter Einhaltung aller Abstandsregeln – in der Urania Berlin (An der Urania 17, 10787 Berlin) treffen. Zudem ist ein youtube-Livestream geplant. moderneREGIONAL begleitet diese Veranstaltung als Medienpartner. (kb, 28.9.20)

Berlin, ICC (Bild: Anne Herdin, Landesdenkmalamt Berlin)

Noch Plätze frei: 7. Hambacher Architekturgespräch

Noch zehn Plätze sind zu vergeben, denn unter Corona-Bedingungen kann nur eine streng begrenzte Besucherzahl im Festsaal des Hambacher Schlosses analog an der Veranstaltung teilnehmen. Die Rede ist vom 7. Hambacher Architekturgespräch am 30. September 2020 um 18 Uhr. Dieses Jahr hat sich die Expertenrunde, moderiert vom Journalisten Reinhard Hübsch, das drängende Thema Nachkriegsmoderne vorgenommen. Diskutiert wird, wann einem Bau der 1950er Jahre ein erhaltenswerter kultureller Wert zukommt – und wie dieser erhalten werden kann.

Auf das Podium sind geladen: die rheinland-pfälzische Finanz- und Bauministerin Doris Ahnen, der Architekturkritiker Nikolaus Bernau, der Schriftsteller Dr. Burkhard Spinnen und die Präsidentin der Bundesarchitektenkammer Barbara Ettinger-Brinkmann im Gespräch mit Gerold Reker. Weiterhin sprechen Edda Kurz, Vizepräsidentin der rheinland-pfälzischen Architektenkammer, und Thomas Metz, Generaldirektor der Generaldirektion Kulturelles Erbe. Die diesjährige Veranstaltung fällt zusammen mit dem 70. Jahrestag der rheinland-pfälzischen Architektenkammer – auch dies wird ein Thema des Abends sein. Eine Online-Anmeldung ist unbedingt erforderlich (die Plätze werden nach der Reihenfolge der Anmeldungen vergeben) – oder Sie verfolgen die Veranstaltung bequem von zu Hause online. (kb, 22.9.20)

Huerth, Knapsacker Chemiepark mit Feierabendhaus (Bild: InfraServ Knapsack, CC BY SA 3.0, 1969)

Tipps zum TofD 2020 – Analoges

Auch wenn der diesjährige Tag des offenen Denkmals (TofD) offiziell rein virtuell vonstattengeht, bieten einzelne Institutionen und Städte doch das ein oder andere analoge Highlight an. Für den diesjährigen TofD, den 13. September 2020, setzen einige Städte an diesem Wochenende auf eine ausgewogene Mischung aus – wie jedes Jahr haben wir von mR ein paar Modernehighlights für Sie herausgesucht:

Berlin, Maria Regina Martyrum (Bild: Rabanus Flavus, PD)

Berlin, Maria Regina Martyrum (Bild: Rabanus Flavus, PD)

Berlin

Berlin hat wieder ein eigenes, online abrufbares Programm aufgelegt. Heute, am 13. September 2020, bietet der Gartenhistoriker Axel Zutz z. B. eine Führung zu „Landschaftsarchitekturen der Ostmoderne im Zentrum Berlins“ an (14 Uhr, Treffpunkt: Freitreppe unter dem Fernsehturm (Westseite), Axel Zutz in Kooperation mit Initiative Offene Mitte Berlin, axel.zutz@posteo.de). Ebenfalls am heute, am 13. September 2020, öffnet die Evangelische Gedenkkirche im Gemeindezentrum Plötzensee (1970) zu seinem 50. Einweihungsjubiläum die Türen: Heckerdamm 226, Öffnungszeit 12 bis 17 Uhr, Führung 50 Jahre Plötzenseer Totentanz um 13 und 15 Uhr, maillard@charlottenburg-nord.de. Parallel ist die benachbarte Kirche Maria Regina Martyrum geöffnet zwischen 8 und 17 Uhr.

Hamburg, „Oldtimer-Tankstelle“ am Brandshof (Bild: Wolf1949, CC0, 2014)

Hamburg

Auch in Hamburg lassen sich die analogen Angebote zentral online abrufen. Natürlich darf auch in diesem Jahr die Großtankstelle („Oldtimer-Tankstelle“) Brandshof (1953), dieses Jahr Hamburger Titelmotiv zum TofD, nicht fehlen: Billhorner Röhrendamm, am Sonntag (13. September 2020) geöffnet von 11 bis 17 h, Führung nur nach Anmeldung bei tankwart@tankstelle-brandshof.de. Nicht zuletzt steht die ehemalige Schule Berne (1929) Interessierten offen: Lienaustraße 32, Führung Sonntag (13. September 2020) um 13 und 14.30 Uhr, nur nach Anmeldung unter kontakt@ kubiz-schule-berne.de – und es gibt einen Infostand am Sonntag zwischen 12 und 16 Uhr.

Dortmund, WestLB-Bank (Bild: Lucas Kaufmann, CC BY SA 4.0, 2015)

Dortmund, WestLB-Bank (Bild: Lucas Kaufmann, CC BY SA 4.0, 2015)

Am Sonntag geöffnet

Ebenfalls am 13. September 2020 haben geöffnet: Im bayerische Erding steht die Erlöserkirche (1963) tagsüber für Besucher bereit. In Dortmund kann man die ehemalige Dresdener Bank (1978) – gegen Online-Voranmeldung – am 13. September 2020 besichtigen: Kampstraße 47, 44137 Dortmund, baugeschichtliche Führungen um 11, 13 und 15 Uhr, Treffpunkt: Eingangsbereich Kampstraße 47. Und in Dresden im 20. Jahrhundert gewachsene Alberthafen besichtigen: Magdeburger Straße 58, geöffnet ab 10 Uhr, geöffnet, stündlich Führungen um das historische Terminal und den Elbe-Schleppkahn „Waltraut“. (kb, 13.9.20)

Titelmotiv: Berlin-Plötzensee, Ev. Gedenkkirche (Bild: Alexrk2, CC BY SA 3.0, 2012)

Viele analoge Angebote unterliegen besonderen Hygieneregel, teils ist eine Anmeldung erforderlich oder die Teilnehmerzahl ist beschränkt – bitte informieren Sie sich jeweils vor Ort.