Ausstellungen

Düsseldorf, Mannesmann-Hochhaus (Bild: Copyright Raimond Spekking, CC BY-SA 4.0, via wikimedia commons)

Versteckte Moderne

Die Stahlbauten der Nachkriegsmoderne sind oft unentdeckt, da Stahl meist mehr versteckter Helfer denn sichtbarer Akteur war. Unter dem Thema „Versteckte Moderne“ widmet sich eine Studie des bauforumstahl in Kooperation mit dem daf-Institut der Hochschule Anhalt in Dessau, der Forschung nach und über diese Gebäude, ihrer Dokumentation und Einordnung. Betrachtet werden Gebäude in Deutschland, der 50er und 60er Jahre sowie exponierte Beispiele bis in die 80er. Neben architektonischen wie konstruktiven Einzel- und Besonderheiten stehen der Umgang, der Erhalt und auch die Sanierung im Fokus.

Zu den beispielhaften Projekten zählen etwa das Gerling-Hochhaus in Köln von Helmut Hentrich und Hans Heuser, das Mannesmann-Hochhaus in Düsseldorf von Paul Schneider von Esleben oder aus den 1970ern die Mensa der TU Dresden von Ulf Zimmermann. Gezeigt werden aktuelle Revitalisierungsprojekte, architektonische Aspekte und beispielhafte konstruktive Lösungen. Zu sehen ist die Ausstellung noch bis zum 12. Januar 2018 im AIT-ArchitekturSalon Hamburg (Bei den Mühren 70). (db, 6.12.17)

Düsseldorf, Mannesmann-Hochhaus (Bild: Copyright Raimond Spekking, CC BY SA 4.0, via wikimedia commons)

Alekos Hofstetter, Klingt es auch wie eine Sage, kann es doch kein Märchen sein, 2016 (Copyright: Alekos Hofstetter, Courtesy: Laura Mars Gallery, Berlin)

Tannhäuser Tor II

In der Laura Mars Gallery (Bülowstraße 52, 10783 Berlin) ist vom 9. bis zum 22. Dezember die Doppelausstellung „Maarten Janssen. 50 Cent“ und „Alekos Hofstetter. Tannhäuser Tor II“ zu sehen. Der niederländische Künstler Maarten Janssen wird zu diesem Anlass erstmalig seine fünfteilige Serie „alfabetagammadelta“ – eine alphabetische Farbsortierung einsilbiger Farbnamen im Niederländischen – präsentieren. Thema des Werkblocks „Tannhäuser Tor“ von Alekos Hofstetter ist das Verhältnis von Raum, Zeit und Distanz. Im Vordergrund steht die Auseinandersetzung mit dem sich verändernden Blick auf die Nachkriegsmoderne.

In den teilweise gemeinschaftlich mit dem Dresdener Künstler Florian Göpfert geschaffenen Zeichnungen und Gemälden wird ein neues Verhältnis von Architektur und Landschaft konstruiert. Die Baukunst, die uns von Hofstetter in seinen Werken gezeigt wird, ist befreit von jeder Funktionalität und scheint nur in entrückter Ferne sein zu können. Die Eröffnung wird am 8. Dezember um 19 Uhr begangen. Zu diesem Anlass wird auch der Katalog „Tannhäuser Tor II“ vorgestellt, der im Fantôme Verlag mit Texten von Daniel H. Wild (Hg.) und Holm Friebe erscheint. (kb, 5.12.17)

Alekos Hofstetter, Klingt es auch wie eine Sage, kann es doch kein Märchen sein, 2016 (Copyright: Alekos Hofstetter, Courtesy: Laura Mars Gallery, Berlin)

Wien Architekturzentrum, Ausstellungsplakat; www.azw.at

Willkommen im Dschungel

Bauen könnte so schön sein – wenn das Dickicht aus Paragraphen und Vorschriften nicht immer dichter werden würde. Zu allem Überfluss sind etliche auch international nicht genormt. Und dass es schier herrliche Vorschriften gibt, zeigt die Ausstellung „Form folgt Paragraph“, die bis zum 4. April 2018 im Architekturzentrum Wien zu  sehen ist. Sie klärt etwa darüber auf, dass österreichische Erde, die zum Bau eines Kellers ausgehoben und abtransportiert wird, nach zwei Kilometern Lkw-Fahrt von Gesetzes wegen zu Abfall mutiert. Es gibt heute 238 Seiten an Normen, die darum bemüht sind, den Spielplatz zu einer möglichst gefahrenlosen Zone zu erklären. Entsprechend gummiert, gepolstert und uninspiriert fällt die Gestaltung aus. Weil Kinderlärm hierzulande von den Lärmschutzbestimmungen ausgenommen ist, während in Deutschland mitunter Schallschutzmauern um Kinderspielplätze errichtet werden.

Die stetig steigenden Sicherheits- und Qualitätsstandards führen dazu, dass die Eigenverantwortung sinkt und die Wohlstandsgesellschaft klagefreudiger wird, erläutern die Kuratorinnen Karoline Mayer und Martina Frühwirth. Die Besucher der Ausstellung können diese Aussage mittels eines Tests selbst prüfen und mehr über eigene Sicherheitsansprüche herausfinden. Anhand von großformatigen Fallstudien, 1:1 Installationen, Interviews mit Baubeteiligten, aber auch Absurditäten und Anekdoten enhüllt die Schau welche kreativen Leistungen Architekten trotz all der Fülle an einschränkenden Faktoren im Rahmen ihrer Bauvorhaben erbringen. (db, 4.12.17)

Egon Eiermann, Hortenkacheln (Bild: Wolfgang Meinhart, CC BY-SA 3.0)

Noch einmal: Zwei Deutsche Architekturen

Die bereits seit 2004 um die Welt reisende Ausstellung „Zwei Deutsche Architekturen“ macht ein letzter Mal halt: In Kooperation mit dem Institut für Architektur der TU Berlin ist sie im Fakultätsforum des Architekturgebäudes zu sehen; sozusagen die ultimative Finissage. Die Schau des Instituts für Auslandsbeziehungen (ifa) wirft einen Blick auf die Entwicklung des Bauens in den beiden deutschen Staaten zwischen 1949 und 1989 – einer Zeit, in der unter anderem Egon Eiermanns „Hortenkacheln“ in den 1960ern als Sinnbild des westlichen Wirtschaftsaufschwungs standen. Doch bilden den Mittelpunkt der Ausstellung nicht die politischen und ideologischen Intentionen der Bauherren, sondern die architektonische Qualität der vorgestellten Gebäude. Eine eindeutige Gegenüberstellung „Ost versus West“ wird durchgängig vermieden.

„Zwei Deutsche Architekturen 1949 – 1989“ wurde seit der Produktion vor 13 Jahren weltweit in 26 Städten gezeigt, unter anderem in Athen, Buenos Aires, Brüssel, Istanbul und Vilnius. Sie ist 2015 zudem von der international besetzten Fachjury der Architekturbiennale Buenos Aires zur besten Einzelausstellung gekürt worden. Nach der nun folgenden letzten Präsentation in Berlin steht die Ausstellung den Kulturinstitutionen in Deutschland als Dauerleihgabe zur Verfügung. Vernissage ist am 28. November um 19 Uhr im Fakultätsforum im Architekturgebäude, Ernst-Reuter-Platz/ Straße des 17. Juni 152, 10623 Berlin; bis 6. Januar. (db, 27.11.17)

Egon Eiermann, Hortenkacheln (Bild: Wolfgang Meinhart, CC BY-SA 3.0)

Istanbul, Yavuz Sultan Selim Brücke (Bild: © ICA)

Visionäre und Alltagshelden

Fragt man nach den Namen bedeutender Architekten, fallen wohl jedem Gesprächspartner passende Antworten ein. Bei den Bauingenieuren wird es dagegen eng – vielleicht fällt hier noch der Name Müther, der Rest ist Schweigen. Dem tritt die Ausstellung „Visionäre und Alltagshelden“ entgegen. Sie beleuchtet die immense gesellschaftliche Bedeutung des innovativen Berufsstandes. Die Schau ist eine Kooperationsveranstaltung des M:AI – Museum für Architektur und Ingenieurkunst NRW und des Oskar von Miller Forums in München, wo sie bis zum 14. Januar 2018 zu sehen ist.

Die Ausstellung zeigt Bauingenieure und Bauwirtschaft als Institutionen von elementarer sozialer, gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Relevanz. Dabei stellt sie sowohl die historische Entwicklung des Berufsstandes als auch bedeutende Protagonisten heraus. In einem zweiten Schritt präsentiert sie aktuelle Highlights der Ingenieurbaukunst wie die Bayerische Zugspitzbahn in Garmisch-Partenkirchen, den New Oxford Circus in London oder die neue Überdachung des Nationalstadions in Warschau. Wer es nicht nach München schafft, hat im nächsten Jahr eine zweite Chance: Anfang 2018 zeigt das M:AI die Ausstellung in Nordrhein-Westfalen. (jr, 26.11.17)

Istanbul, Yavuz Sultan Selim Brücke (Bild: © ICA)

Münster, Wewerka-Pavillon (Bild: Dietmar Rabich, CC BY SA 4.0)

Stefan Wewerka in Quedlinburg

Der Versuch, Stefan Wewerka (1928-2013) in irgendeine Kategorie eizuordnen, kann nur scheitern. Der gebürtige Magdeburger, Sohn des Bildhauers Rudolf Wewerka, war in allen Gebieten zuhause: Er studierte nach dem Zweiten Weltkrieg Architektur an der Hochschule für Bildende Künste in Berlin, unter anderem bei Max Taut, und arbeitete im Büro Scharoun. Schon in den 1950ern begann er, als bildender Künstler zu arbeiten, es folgten Readymades, Bühnenbilder, Zeichnungen, Modedesign und ab 1978 die Zusammenarbeit mit dem Möbelhersteller Tecta. Für dessen Firmengelände entwarf er einen Pavillon, der in einer weiteren Version 1987 in Kassel auf der documenta 8 stand und später als Dauerleihgabe für die Kunstakademie Münster an den Aasee kam.

Nach dem Tod Wewerkas, der eine erste Werkschau in Magdeburg im November 2013 nicht erleben konnte, wurde sein Archiv in der ehemaligen Kunstgewerbe- und Handwerkerschule Magdeburg untergebracht. Mit der Quedlinburger Lyonel-Feininger-Galerie gibt es nun eine neue Ausstellung über den Multi-Künstler, die sich vor allem mit den Radierungen beschäftigt. „Verschiebung der Kathedrale“ ist der Titel der Schau im Seitenflügel der Feininger-Galerie, die Stefan Wewerkas kunstvolles Umdenken unter anderem des Kölner Doms, des Ulmer Münsters und des Magdeburger Doms zeigt. Zu sehen ist das Ganze bis 29.1.18 in der Lyonel-Feininger-Galerie Quedlinburg. (db, 22.11.17)

Münster, Wewerka-Pavillon (Bild: Dietmar Rabich, CC BY SA 4.0)

 

Ausstellung "Zeichen des Aufbruchs" (Bild: Grafikbüro Brandner, Foto: Siegfried Wameser)

Zeichen des Aufbruchs

„Christliches Kieswerk“, „Parkhaus Gottes“ oder „Klein-Ägypten“ waren  noch die netteren Spitznamen für Kirchen der Nachkriegsmoderne. Rund 50 Jahre nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil (1962-65) präsentiert das Diözesanmuseum St. Afra Augsburg den damaligen Kirchenbau des Bistums vom 22. November 2017 bis zum 11. März 2018. Mit der Sonderausstellung „Zeichen des Aufbruchs. Kirchenbau und Liturgiereform im Bistum Augsburg seit 1960“ werden die theologisch-liturgischen, aber auch architektonisch-künstlerischen Umbrüche dieser Jahre aufgearbeitet. Denn die Innovation und Schöpferkraft dieser ebenso kurzen wie produktiven Zeitspanne, aber auch der derzeitige Veränderungsdruck der Kirchenlandschaft – Umnutzung, Profanierung oder gar Abriss – lassen eine Auseinandersetzung mit diesem kulturellen Erbe umso notwendiger erscheinen.

Anhand ausgewählter und von Siegfried Wameser neu fotografierter Beispiele wird der Besucher auf eine überraschende Entdeckungsreise durch das Gebiet der Diözese Augsburg mitgenommen, die in erster Linie für ihren reichen Bestand an Barock- und Rokokoarchitektur bekannt ist. Alexander von Branca, Hans Schädel, Thomas Wechs und Josef Wiedemann sind nur einige der Namen, die für den hohen baukünstlerischen Anspruch der modernen Kirchen bürgen. Zur Ausstellung erscheint eine umfangreiche Buchpublikation im Kunstverlag Josef Fink. (kb, 20.11.17)

Stadtbergen-Leitershofen, Zum Auferstandenen Herrn, 1970, Adolf Zach (Ausstellung „Zeichen des Aufbruchs“, Grafikbüro Brandner; Foto: Siegfried Wameser)

Ausstellung "Zentrifugale Tendenzen" (Bild: Tchouban Foundation, Berlin)

Tallinn – Moskau – Nowosibirsk

Die Ausstellung „Zentrifugale Tendenzen. Tallinn – Moskau – Nowosibirsk“ ist die Fortsetzung der Reihe visionärer und gesellschaftskritischer Architektur im Berliner Museum für Architekturzeichnung (Tchoban Foundation). Nach den Ausstellungen der Werke von Lebbeus Woods, Peter Cook und der Sammlung von Alvin Boyarsky wird die sogenannte Papierarchitektur aus der ehemaligen Sowjetunion vorgestellt. Der Begriff Papierarchitektur wurde in den 1980ern durch den Architekten, Kurator und einen der Protagonisten dieser Bewegung, Juri Awwakumow, geprägt. Er wird für nicht realisierte, lediglich für die Schublade geplante, Bauvorhaben benutzt.

Dies wird dem Phänomen jedoch nicht gerecht. Denn mit Papierarchitektur ist vor allem eine in den 1980er Jahren in der Sowjetunion geborene Architekturbewegung gemeint, die als Protest gegen die Routine der staatlichen Planungsbüros entstanden ist. Die Ausstellung präsentiert etwa fünfzig Zeichnungen, die sich in drei Gruppen untergliedern lassen: die Tallinner Schule, die Papierarchitektur aus Moskau und die aus Nowosibirsk. Zu sehen sind Werke namhafter Künstler, darunter Leonhard Lapin, Juri Awwakumow, Alexander Brodsky und weitere Architekten. Zu der Ausstellung ist ein Katalog erschienen. Die Präsentation ist noch bis zum 18. Februar 2018 zu sehen. (kb, 17.11.17)

Ausstellung „Zentrifugale Tendenzen“ (Bild: Tchoban Foundation, Berlin)

Stuttgart, Weißenhof, Haus Stam 1995 (Bild: Shaqspeare, CC BY-SA 3.0)

Mart Stam in Herford

Seine ersten Berufs-Jahrzehnte war er beinahe allgegenwärtig: Mit nur 23 Jahren beginnt Mart Stam (1899-1986) in unterschiedlichen Büros in Amsterdam, Berlin, Frankfurt, Moskau, Thun und Zürich an teils wegweisenden Projekten zu arbeiten. 1926 konzipiert er den berühmten Freischwingerstuhl, entwirft Wohnungen für die Weißenhofsiedlung in Stuttgart (1927) und die Hellerhofsiedlung in Frankfurt/Main (1929-32). Es folgen vier Jahre als Stadtplaner in der Sowjetunion, später unter anderem eine Zusammenarbeit mit Willem Sandberg am Stedelijk Museum Amsterdam. 1948 geht Stam in die DDR, 1950 bis 1952 ist er Direktor an der Kunstakademie in Dresden und an der Hochschule für angewandte Kunst in Berlin-Weißensee. Ab Mitte der 1950er reüssiert er wieder in den Niederlanden.

Mit seinem sukzessiven Rückzug aus dem Rampenlicht ab 1965 bis hin zu einem Leben in religiöser und spiritueller Abgeschiedenheit an wechselnden Schweizer Wohnorten hatte Mart Stam aktiv großen Anteil an der Legendenbildung und dem damit verbundenen Mysterium seiner Person. Die Ausstellung „Radikaler Modernist – Das Mysterium Mart Stam“ im Marta Museum Herford inszeniert das kreativ-rastlose, später geheimnisumwitterte Leben des „Mystery man“ der Moderne in sieben Kapiteln als Parforce-Ritt durch die Architektur-, Design- und Ideengeschichte des 20. Jahrhunderts. Bis 7. Januar 2018 zeigt das Herforder Museum Originalpläne, Modelle, Möbel und Designobjekte von Mart Stam.(db, 16.11.17)

Stuttgart, Weißenhof, Haus Stam 1995 (Bild: Shaqspeare, CC BY SA 3.0)

Raster Beton: Cover-Ausschnitt (Bild: M-Books)

Raster Beton – zwischen Kunst und Platte

Zwischen Planung und Realität der Großwohnsiedlungen entfalten sich bis heute Debatten: Lebt im Plattenbau die Utopie der Gleichheit aller Menschen, wie sie vor allem in der DDR propagiert wurde? Wie kann diese Erzählung fortgeschrieben werden? Und können diese Siedlungen Antwort darauf geben, wie die Wohnungsfrage zu lösen ist? Das Buch Raster Beton – Vom Leben in Großwohnsiedlungen zwischen Kunst und Platte. Leipzig-Grünau im internationalen Vergleich stellt bisher unveröffentlichte Arbeiten des Leipziger Fotografen Harald Kirschner der Dokumentation zeitgenössischer künstlerischer Positionen zum Leben in Großwohnsiedlungen gegenüber. Diese sind im Sommer 2016 aus einem Festival in Leipzig hervorgegangen.

Anhand von Grünau beschreiben die Autoren des von Juliane Richter, Tanja Scheffler und Hannah Sieben herausgegebenen Bands Programm und Ästhetik serieller Fertigung und zeigen, welche Auswirkungen sie auf das Wohnen heute haben. Die architekturhistorische Studie untersucht internationale Beispiele von Großwohnsiedlungen und stellt das konstruktive und gestalterische Prinzip des Plattenbaus in Zusammenhang. Dabei werden Ideengeschichte, Wahrnehmung wie Rezeption von Städtebau und Architektur der Großsiedlungen ebenso beleuchtet wie ihre Darstellung im Spielfilm. Am 18. November präsentiert der verantwortliche Kunstraum D21 die Publikation im Offenen Atelier Grünau mit Autoren wie Wolfgang Kil und Harald Kirschner, den Fotografen sowie einer Ausstellung aktueller Bilder Grünauer Architektur. (db, 4.11.17)

Raster Beton: Cover-Ausschnitt (Bild: Harald Kirschner)