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Harf Zimmermann: Berlin, Hufelandstraße, Frau Töpfer und ihr Enkel René in der Einraumwohnung, 1986 (Copyright: Harf Zimmermann)

Harf Zimmermann: Hufelandstraße Berlin

„Die Straße ist schöner als erwartet, aber auch fremder. Sie liegt im alten Osten – doch der ist aus ihr gewichen.“ Joachim Gauck hat sich die Berliner Hufelandstraße für sein Katalog-Essay genau angesehen: 49 Häuser aus der Gründerzeit, ein Nachwende-Neubau, ein Spielplatz, Kopfsteinpflaster, Linden und breite Bürgersteige. Gebaut von einem Bierbrauer, erstreckt sich die Hufelandstraße am Prenzlauer Berg von der Greifswalder Straße bis zum Volkspark Friedrichshain durch das nach jenem Brauer benannte Bötzowviertel. Der Berliner Fotograf Harf Zimmermann setzte dem Straßenzug Mitte der 1980er Jahre ein fotografisches Denkmal. Ein Jahr lang zog er mit hölzernen Plattenkameras verschiedener Größe (teilweise so alt waren wie das Viertel selbst) von Haus zu Haus, von Bewohner zu Bewohner, von Laden zu Laden, um die Besonderheiten des Quartiers mit der Postleitzahl NO 55 (später 1055) festzuhalten: geräumige Altbauwohnungen, großzügig verzierte Hausflure, Flügeltüren und Parkett sowie viele kleine Geschäfte und Werkstätten.

Die Bilder von Harf Zimmermann zeigen die Bewohner – Handwerker, Künstler, Musiker, Parteifunktionäre, Schauspieler und Klavierbauer – weit bunter als den damaligen bauliche Zustand ihrer Wohnungen. Während die SED mit ihrem Wohnungsbauprogramm in Marzahn oder Hellersdorf die neuen Stadtteile aus dem Boden stampfte, blieben Altbauten wie ein Überbleibsel der „Alten Ordnung“ liegen. Die Hufelandstraße, auch „Kurfürstendamm des Ostens“ genannt, ist nicht nur ein Beispiel für die vielen unangepasste Biografien in einer sich auflösenden DDR. Heute steht sie für die rasante Gentrifizierung in der Hauptstadt. Nur wenige Bewohner aus der Zeit von Zimmermanns Aufnahmen leben noch dort. Alle Gebäude sind durchsaniert, die Mieten explodiert.

Zimmermanns Foto-Dokumentation war 1987 zugleich seine Diplomarbeit als Meisterschüler von Arno Fischer an der Leipziger Hochschule für Grafik und Buchkunst. Zuvor hatte Zimmermann, geboren 1955 in Dresden, in Leipzig bis 1979 Journalistik studiert und danach als Fotolaborant beim Neuen Deutschland gearbeitet. 1990 gehörte er als freier Fotograf zu den Gründungsmitgliedern der Fotoagentur OSTKREUZ. Seine Lichtbilder wurden von nationalen und internationalen Zeitungen und Zeitschriften veröffentlicht, darunter Stern, GEO, DIE ZEIT, The New Yorker oder TIME. Die Ausstellung „Harf Zimmermann. Hufelandstraße. 1055 Berlin“ (kuratiert von Felix Hoffmann) ist in „C/O Berlin Foundation (Amerika Haus, Hardenbergstraße 22-24, 10623 Berlin) noch bis zum 2. Juli 217 zu sehen, begleitend erscheint eine Publikation im Steidl Verlag. (kb, 8.5.17)

Titelmotiv: Harf Zimmermann: Berlin, Hufelandstraße, Frau Töpfer und ihr Enkel René in der Einraumwohnung, 1986 (Copyright: Harf Zimmermann)

Dieburg, FH, Posttasse (Bild: K. Berkemann, 2016/17)

Architektur im Alltag: die Posttasse

Manchmal sagt ein Gegenstand aus der alltäglichen Nutzung mehr über einen Bau als eine lange kunsthistorische Beschreibung. Spiegelt er doch, mit welchem Leben die Menschen hier den hehren Architektenentwurf füllen. Ob sie sich fremd fühlen oder heimisch, wie sehr sie noch vom Erbe ihrer Vorgänger zehren. Im südhessischen Dieburg schuf der Altmeister Herbert Rimpl bis 1971 ein Ensemble von klassischer Eleganz: die Ingenieurakademie der Deutschen Bundespost. Heute gehört die Fachhochschule (FH) zur Hochschule Darmstadt – und hütet im Keller noch Geschirr aus der Zeit, als die Post eine Behörde war.

 

Beatkonzerte und zu wenig Parkplätze

„Wenn tausend junge Männer zwischen achtzehn und fünfundzwanzig in eine Stadt mit 12.000 Einwohnern einziehen, kommen so manche Gleichgewichte ins Schwanken.“ Der Journalist vom Darmstädter Echo traf den atmosphärischen Nagel 1971 auf den Kopf. In Dieburg war die FH gerade erst fertiggestellt worden. Der Architekt Herbert Rimpl und der Landschaftsarchitekt Hermann Mattern hatten eine weitläufige Anlage mit Aula, Verwaltungsriegel, durch „Glasgänge“ vernetzten Lehrgebäuden, Wohnheimhochhäusern, Sportanlage und dazwischen viel Grün geschaffen. Der Hauptkritikpunkt der Studenten: zu wenig Parkplätze, um die Autos für die kleinen Fluchten ins nahe Darmstadt abzustellen.

In der FH wies man 1971 das das Image einer schnöden „Beamtenschmiede“ weit von sich. Immerhin konnten die Frauen hier seit 1972 mitstudieren – und besagter Journalist lobte die bunten Seiten des Dieburger Hochschullebens: „Man darf […] Beatveranstaltungen ausrichten.“ Welches Geschirr für das (gemeinsame) Frühstück danach zum Einsatz kam, können wir nur vermuten. Doch in einem holzvertäfelten Sozialraum werden in Dieburg noch einige Teller und Tassen der Bauzeit aufbewahrt: stapelbares Porzellan in kompromisslosem Weiß mit dem schwarzen Schriftzug „Post“, auf der Unterseite der Firmenstempel „Schönwald. Germany. 2298. Fabrik Dekor“. Dahinter verbirgt sich das preisgekörnte Rastergeschirr von Hans Theodor Baumann von 1971, dem Einweihungsjahr der FH.  Wer vermisst da noch seinen laktosefreien Latte mit Karamell-Aroma aus dem Pappbecher.

 

Glasgänge und ein schalltoter Raum

Herbert Rimpl (1902-78), der Architekt der Dieburger FH, hatte sich in den 1930er Jahren als Werksarchitekt der (Ernst-)Heinkel-Flugzeugwerke etabliert. Es folgten Großaufträge in der (Rüstungs-)Industrie, der Doktoren- und Professorengrad und die Mitgliedschaft in Albert Speers Wiederaufbau-Stab. Nach 1945 schuf Rimpl mit seinem Wiesbadener Büro öffentliche Bauten in strenger Rasterung, teils aufgelockert durch Schalenkonstruktionen, die sprichwörtliche „Rimplwelle“. Sein Spätwerk umfasst drei behördennahe Bildungseinrichtungen: die Staatliche Ingenieurschule Gauß in Berlin (bis 1964), das Berufsbildungszentrum der Oberpostdirektion in Bremen (bis 1974) – und Dieburg.

Erst wollte die Post die FH Dieburg in der eigenen Bauverwaltung planen, doch dann entschied sie sich für Rimpls professionell durchorgansiertes Büro. Zwischen 1964 und 1971 verband dieser das große Bauvolumen durch konsequente Details zu einer Einheit: von den Natursteinverkleidungen über die aufgeständerten Obergeschossen bis zu den transparenten Gängen. Nur ein Teil der wohl ausbalancierten Anlage hat den um 2000 angebahnten Wechsel zur Hochschule Darmstadt überlebt, z. B. wurden die Studentenwohntürme niedergelegt. Umso kostbarer sind heute die technischen Relikte der Post-Ära – die (zur Besenkammer oder zum Getränkelager umfunktionierten) Telefonzellen auf den Gängen oder der bestens isolierte Schalltote Raum für Tonexperimente.

 

Der wahre Luxus

1971 verwies das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ 1971 auf Besucherstimmen von „italienischem Marmor“, von „Lüster[n] aus Muranoglas“, sprach von der Aula als von einem „Luxusbau“. Heute wirkt die Kunst angenehm zurückhaltend auf den jeweiligen Bau bezogen und alte Plakate sprechen von einem eher bodenständigen Kulturprogramm. Fachleute schätzen die FH wieder als (Bremen dazugerechnet) „Letztwerk“ eines  – bei allen geschichtlich-politischen Fragezeichen – baukünstlerischen Könners. In Dieburg schuf Rimpl ein Ensemble von großer Formenklarheit und Materialkonsequenz. Denn manchmal braucht es nicht mehr als vier schwarze Buchstaben auf weißem Porzellan.

 

Literatur und Quellen (Auswahl)

Bundespost. Marmor fürs Auge, in: Der Spiegel 1971, 45, 73-74.

Koppe, Holger, Wenn die Hochschule aufs Land geht… 1000 Post-Ingenieurschüler in Dieburg – Ohne Behördenlook – Mitbestimmungsforderungen, in: Darmstädter Echo 29. Januar 1971, S. 17.

Rimpl, Herbert, Verwaltungsbauten. Organisation, Entwurf, Konstruktion, Ausgeführte Bauten und Projekte, Berlin 1959.

Sollich, Jo, Herbert Rimpl (1902-1978). Architekturkonzern unter Hermann Göring und Albert Speer. Architekt des deutschen Wiederaufbaus. Bauten und Projekte, Berlin 2013 [zugl. Diss., Berlin, 2011].

Archive: Bundesarchiv Koblenz; Fachhochschule (FH) Dieburg, heute Teil der Hochschule Darmstadt ; Landesamt für Denkmapflege Hessen, Wiesbaden; Landkreis Darmstadt Dieburg, Bauberatung/-betreuung, Untere Denkmalschutzbehörde; Telefoninterview mit Heinz Krochmeyer durch die Verfasserin, 23. Dezember 2016.

Hannover, Industrie- und Handelskammer (E. F. Brockmann, 1964) (Bild: Hartmut Möller)

Ernst Friedrich Brockmann in Hannover

von Hartmut Möller

Im vergangenen Jahr arbeitete ich mich in Hannover mit der Kamera durch das Werk des Architekten Ernst Zinsser (1904-85). Während meiner Recherche stieß ich auf Zinssers jüngeren Berufskollegen Ernst Friedrich Brockmann (1920-78), der sein Architekturstudium 1941 abgeschlossen und für die erste Zeit bei Hans List bzw. bei Ernst Zinsser eine Anstellung gefunden hatte. Als Sohn einer jüdischen Mutter wurde Brockmann zuletzt ins KZ Eschershausen verbracht. Direkt nach der Befreiung der Stadt Hannover durch die Alliierten machte er sich selbständig und erhielt seine ersten Aufträge im Wiederaufbau. In den folgenden rund 20 Jahren sollte Ernst Friedrich Brockmann vorwiegend mit öffentlichen Bauten das nachkriegsmoderne Stadtbild Hannovers entscheidend prägen.

So lag es nahe, auch diesem Baumeister mit der Kamera nachzuspüren. Meine entstandene Dokumentation verstehe ich ebenso als Chronik der aktuellen Situation wie als Würdigung dieses besonderen Architekten. Zu meiner großen Freude bestärkten mich die Familie Brockmann, ehemalige Weggefährten, Nutzer und Bauherren, Historiker, Fotografen und Archivare in meinem Vorhaben. Dadurch konnte ich eine Vielzahl historischer Lichtbilder zu Brockmanns Häusern recherchieren und sie meinen aktuellen Fotografien gegenüberstellen. Um die Aufnahmen miteinander in Bezug setzen zu können, habe ich bei meinen Motiven eine den Originalaufnahmen ähnliche Perspektive gewählt. Diese Bildpaare enthüllen unseren heutigen Umgang mit dem gebauten Erbe. Zudem bezeugen sie nicht nur meine Wertschätzung für den Architekten Brockmann und seinen Gebäuden, sondern bilden gleichsam eine Hommage an die meisterhaften Fotografen seiner Zeit.

Ende der 1960er Jahre zog sich Brockmann aus gesundheitlichen Gründen aus der aktiven Tätigkeit zurück, um seine letzten Jahre im Tessin zu verbringen. Somit fand ich in Hannover vorwiegend Brockmann-Bauten der ersten Nachkriegsjahrzehnte, von den späten 1940er bis in die späten 1960er Jahre. Alte und neue Aufnahmen dieser Bauwerke werden vom 19. Juni bis 21. Juli 2017 im Schauraum des Büros k+a-Architekten (Postkamp 16, Hannover) zu sehen sein. Zur Erfassung des gesamten Werks Brockmanns im Raum Hannover stelle ich darüber hinaus gerade einen Katalog im Wasmuth Verlag zusammen – mit einem Vorwort des Bauhistorikers Dr. Sid Auffarth, der auch einführende Worte zu meiner Ausstellung sprechen wird. (2.5.17)

Titelmotiv: Hannover, Industrie- und Handelskammer, (E. F. Brockmann, 1954) (Bildquelle: entstehende Publikation von Hartmut Möller)

Architekturen des Gebrauchs

Berlin, Flughafen Berlin-Schönefeld (Bild: Dina Dorothea Falbe)
Private Flugversuche in Berlin-Schönefeld (Bild: Christopher Falbe)

Am Anfang fanden wir sie einfach schön, die öffentlichen Bauten der Nachkriegsmoderne. Dann haben wir uns gefragt: Woher kommt diese Faszination? Also sind wir auf Erkundungstour gegangen, haben fotografiert, recherchiert, mit Nutzern, Architekten und unabhängigen Experten gesprochen. Jetzt möchten wir unsere Entdeckungen durch ein Buch mit Anderen teilen. Unter dem Titel „Architekturen des Gebrauchs“ erzählen wir darin sechs Geschichten von besonderen Räumen der 1960er und 1970er Jahre.

 

Sechs Orte im Westen und Osten Deutschlands

Potsdam, FH (Bild: Christopher Falbe)
Industrielle Materialien, gute Details: Potsdam, FH (Bild: Christopher Falbe)

Ausgewählt haben wir sechs „Architekturen des Gebrauchs“ im Osten und im Westen Deutschlands: das Rathaus Elmshorn, die Alte Parteischule Erfurt, die Fachhochschule Potsdam, die Medizinische Hochschule Hannover, den Hauptbahnhof Ludwigshafen und den Flughafen Berlin-Schönefeld. Sie zeigen Gemeinsamkeiten und Unterschiede beider deutscher Staaten. Auf eine Phase des bescheidenen Wiederaufbaus in den 1950er Jahren folgte damals eine selbstbewusste Aufbruchsstimmung.

Moderne Gestaltungsansätze trafen auf die abstrakte Konzeption neuer Architektur, doch vor allem sollten die Räume im Alltag reibungslos funktionieren. Endlich konnte die Normierung in großem Maßstab angewandt werden, endlich konnten Akteure wie Rudolf Hillebrecht oder Hermann Henselmann ihre Ideen umzusetzen. Diese Architekten teilten ein Ziel: Der Wohlfahrtsstaat ebenso wie der Sozialismus waren zutiefst überzeugt, dass der wirtschaftliche Fortschritt zugleich eine hohe Lebensqualität für viele Menschen garantiert. Heute lieben wir diese Architekturen für ihren Optimismus, für die industriellen Materialien, die vielen durchdachten Details. Gleichzeitig schätzen wir aber auch die Formen der Aneignung, die diese Bauten erfahren (haben). Jeder „Gebrauch“ moderner Architektur erzählt uns von gesellschaftlichen Veränderungen und kann damit auch zum Ausgangspunkt für Zukunftsvisionen werden.

 

Eine gute Idee braucht Unterstützer

Erfurt, Alte Parteischule (Bild: Christopher Falbe)
Alte Zukunft trifft neue Ideen: Erfurt, Alte Parteischule (Bild: Christopher Falbe)

Bewusst interdisziplinär angelegt, bringt unser entstehendes Buch „Architekturen des Gebrauchs“ unterschiedliche Positionen zusammen: Fotos, Zeichnungen, Interviews, Erläuterungen und fachliche Texte regen zur Auseinandersetzung und zum Gespräch über dieses architektonische Erbe an. Inhalt und Layout sind fast fertig und das Buch kann bereits auf Startnext vorbestellt werden. Alle Unterstützer (ja, wir suchen und brauchen noch Geld für den Druck) werden im Buch genannt werden, anonyme Unterstützung ist natürlich auch möglich. Wir glauben, es lohnt sich, denn die Beschäftigung mit den „Architekturen des Gebrauchs“ ist die beste Diskussionsgrundlage rund um kreative Freiräume, persönliche Identität und kulturelles Erbe. Außerdem zeigen wir einfach schöne Bilder. Mit 7.500 Euro könnten wir die Druckkosten decken und das Buch in einer Auflage von 500 Stück im Weimarer Verlag „M Books“ herausgeben. Insgesamt betragen die Produktionskosten 10.500 Euro. Wenn diese schon vor dem Druck zusammenkommen sollten, hätten wir mehr Zeit für den Feinschliff, damit ein wirklich tolles Buch entstehen kann. (9.4.17, Dina Dorothea und Christopher Falbe)

 

So soll das Ganze aussehen …

Dortmund brutal

Videoarbeit „Zagreb Confidential – Imaginary Futures“, Darko Fritz, 2015. Im Rahmen der Ausstellung „Gesellschaft zur Wertschätzung des Brutalismus / The Brutalism Appreciation Society“ vom 08.04. - 24.09.2017 im HMKV im Dortmunder U © Marinis Media and Darko Fritz
Videoarbeit „Zagreb Confidential – Imaginary Futures“, Darko Fritz, 2015 – alle Abbildungen im Rahmen der Ausstellung „Gesellschaft zur Wertschätzung des Brutalismus/The Brutalism Appreciation Society“ vom 8. April bis 24. September 2017 im HMKV im Dortmunder U (Bild: © Marinis Media and Darko Fritz)

Da steht ein Auto, ebenso kantig wie die umstehenden Hochhausklötze, etwas verloren in einer der Städte der neuen Zeit. Die Erklärung zur Videoarbeit „Zagreb Confidential“ von Darko Fritz fällt ebenso nüchtern aus: „Mit Hilfe von Archivaufnahmen, Architekturmodellen, alten Fotografien und Computeranimationen zeichnet der Film die Expansion der kroatischen Hauptstadt in den 1960er und 1970er Jahren mit einer Mischung aus Witz und Ironie nach.“ Gezeigt wird die Arbeit ab heute Abend in der Ausstellung „Gesellschaft zur Wertschätzung des Brutalismus/The Brutalism Appreciation Society“, die schon vor ihrer Eröffnung in die Rolle des Werbeträgers für eine kantige Stilepoche rutschte. Seit den 1950er Jahren legte der Brutalismus, von England ausgehend, Beton und andere Baustoffe schonungslos frei. Eine Offenheit, die in den letzten Jahren zunehmend verloren geht. Und dies ist wie immer, wie es schon der Gotik oder der Neogotik zuvor ergangen ist, der Zeitpunkt, an dem sich eine künstlerische Avantgarde dieser versinkenden Welt mit Feuereifer annimmt.

 

Ein Lauf gegen die Zeit

„Habitat C3B“ Niklas Goldbach, 2008. Im Rahmen der Ausstellung „Gesellschaft zur Wertschätzung des Brutalismus / The Brutalism Appreciation Society“ vom 08.04. - 24.09.2017 im HMKV im Dortmunder U © Niklas Goldbach
„Habitat C3B“, Niklas Goldbach, 2008 (Bild: © Niklas Goldbach)

Seit 2007 ergötzt sich die Facebook-Gruppe „The Brutalism Appreciation Society“ (Gesellschaft zur Wertschätzung des Brutalismus) mit aktuell 50.978 Mitgliedern (stündlich werden es mehr) an scharfkantig gestellten Schwarzweiß-Aufnahmen eben jener Betonschönheiten. Das erklärte Ziel der Teilnehmer ist es, dem Verschwinden des so geschätzten Stils nicht unwidersprochen zuzusehen: „As they start to disappear from our cities, this group is for anyone who appreciates buildings built in this much maligned architectural style.“

In Dortmund (HMKV im Dortmunder U) zeigt die gleichnamige, heute zu eröffnende Präsentation nun 21 Arbeiten – teils Beiträge aus besagter Internetgruppe, teils aktuelle künstlerische Positionen aus Belgien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Kroatien, Österreich, Polen, der Schweiz, Spanien, der Tschechischen Republik und den USA. Gegenüber dem Deutschlandfunk äußerte die Kuratorin Inke Arns sich zum Ziel der großangelegten Schau: „Brutalismus war ja nie nur ein Baustil, sondern […] das waren ja auch utopische Wohnformen oder gesellschaftspolitische Wohnformen, die da ausprobiert worden sind.“ In dem aktuellen Hype sieht sie weniger eine „ernste“ Auseinandersetzung mit dem Baustil und der dahinterstehenden Gesellschaftsutopie. Vielmehr vermutet sie hier ein „Gefühl“, einen „Gegensatz vielleicht zur digitalen, ephemeren Welt, in der wir so leben“.

 

Inspired by Brutalism

„Luftschachtstudien I -IV“, Philip Topolovac, 2012. Im Rahmen der Ausstellung „Gesellschaft zur Wertschätzung des Brutalismus / The Brutalism Appreciation Society“ vom 08.04. - 24.09.2017 im HMKV im Dortmunder U © Philip Topolovac / VG Bild-Kunst, Bonn 2017
„Luftschachtstudien I -IV““ Philip Topolovac, 2012 (Bild: © Philip Topolovac/VG Bild-Kunst, Bonn 2017)

Unter den so sehnsüchtig erwarteten Exponaten finden sich Stücke wie die charmante „Miniatur-Plattenbausiedlung“, die der Berliner Street-Art Künstler Tore mit der Sprühdose aus Porenbetonsteinen zauberte. Da rennen die Protagonisten von Nikolas Goldbachs Videoarbeit „Habitat C3B“ in Paris durch eines der typischen 1970er-Jahre-Neubauviertel um ihr Leben. Da sind die vier fremdartigen Gebilde, die eher an Raumschiffe denn an Plastiken erinnern, für die sich Philip Topolovac von den Abluftschächten der Prager U-Bahn inspirieren ließ. Da eignet sich ein „Profi-Skater“ (neues Berufsziel!) unter der Regie von Kay Walkowiak einen brutalistischen Raum auf besondere Weise an. Da lässt Jordi Colomer seinen Filmhelden mit einer Papp-Architektur am Stiel durch die Straßen von Barcelona, Bukarest, Brasilia und Osaka laufen. Da dokumentiert die Französin Anne-Valérie Gasc den Abriss der so ungeliebten Nachkriegsbauten. Da kommt Heidi Speckers mit ihrer Fotoserie „Concrete“ der rauhen Betonoberfläche fast unsittlich nahe. Da begeben sich die britschen Filmemacher Ruben Woodin Dechamps und Oscar Hudson auf einen Roadtrip durch das sich auflösende Jugoslawien. Wer es also heute Abend nicht nach Dortmund geschafft hat (das Wohnzimmerregal musste aufgeschlagen werden, der Osterurlaub war unaufschiebbar, der Dackel hatte Windpocken), hat nun den besten Grund für eine Ruhrpotttour. Möglich ist der Besuch der Ausstellung und des reichhaltigen Rahmenprogramms noch bis zum 24. September 2017. (db/kb/jr, 7.4.17)

 

Was sonst noch zu sehen ist …

Arbeiten von Bettina Allamoda (DE), Jordi Colomer (ES), Darco FBI (FR), EVOL (DE), Darko Fritz (HR), Anne-Valérie Gasc (FR), Niklas Goldbach (DE), Freya Hattenberger & Peter Simon (DE/PL), Alekos Hofstetter (DE), Martin Kohout (CZ), Aglaia Konrad (AT/BE), Nicolas Moulin (FR), Reto Müller (CH), Andrea Pichl (DE), Heidi Specker (DE), Philip Topolovac (HR/DE), Kay Walkowiak (AT), Ruben Woodin-Dechamps & Oscar Hudson (UK), Tobias Zielony (DE)

Otto Bartning und die soziale Moderne

Le Corbusier, Otto Bartning und Hans Scharoun (v. l. n. r.) während der Eröffnung der Ausstellung „Le Corbusier - Architektur, Malerei, Plastik, Wandteppiche“ am 7.9.1957 in Berlin (© Marie-Agnes Gräfin zu Dohna)
Le Corbusier, Otto Bartning und Hans Scharoun (v. l. n. r.) während der Eröffnung der Ausstellung „Le Corbusier – Architektur, Malerei, Plastik, Wandteppiche“ am 7. September 1957 in Berlin (© Marie-Agnes Gräfin zu Dohna)

Im Herbst 1957, zwei Jahre vor seinem Tod, wurde Otto Bartning (1883-1959) zwischen seinen beiden prominenten Berufskollegen Le Corbusier und Hans Scharoun abgelichtet. Kein Zufall, spielte er doch schon ab den 1920er Jahren in der ersten Liga der deutschen Architekturmoderne. Eine neue Ausstellung, die zum 30. März in der Berliner Akademie der Künste startet, wagt jedoch die These: Eigentlich wissen wir bislang nur wenig über den Architekten und Theoretiker, Inspirator und Kritiker, Schriftsteller und Berater Otto Bartning. Dem will die Berliner Retrospektive mit originalen Zeichnungen, Fotografien und Architekturmodellen abhelfen – darunter viele bisher noch unveröffentlichte Exponate aus dem Otto-Bartning-Archiv der TU Darmstadt, das auch seinen privaten Nachlass umfasst. Anhand dieser neuen Quellen kommen die Ausstellungsmacher zu dem Schluss, dass Otto Bartning in besonderer Weise eine Brücke schlug zwischen dem künstlerischen und dem sozialen Anspruch der Architekturmoderne.

 

Systemkirchen

Otto Bartning, Stahlkirche auf der Ausstellung Pressa, Köln, 1928 (Foto: Hugo Schmölz, © Otto-Bartning-Archiv TU Darmstadt)
Otto Bartning, Stahlkirche auf der Ausstellung Pressa, Köln, 1928 (Foto: Hugo Schmölz, © Otto-Bartning-Archiv TU Darmstadt)

Im Schwerpunkt in Deutschland, aber ebenso in anderen europäischen Ländern errichtete Bartning Kultur-, Sozial- und Wohnbauten. Zusammen mit Architekten wie Walter Gropius und Bruno Taut prägte er das Neue Bauen der Weimarer Republik, von 1926 bis 1930 wirkte er als Professor und Direktor der Bauhochschule in Weimar. Doch bekannt wurde Bartning in den 1920er Jahren vor allem durch seine radikal modernen Kirchenentwürfe. Mit seinem (nie umgesetzten) Idealraum der „Sternkirche“ (1922) und der innovativen Montagekonstruktion der „Stahlkirche“ (1928) setzte er nicht nur technisch Zeichen. Darüber hinaus schuf er für den protestantischen Strang der Liturgischen Bewegung neue Konzepte, die Gemeinde im Predigtraum zur Gemeinschaft zusammenzuführen. Nach dem Krieg konnte er seine Erfahrungen im Systembau auf sein legendäres Notkirchenprogramm übertragen: Ab 1946 entstanden so in 43 deutschen Städten Typenkirchen, die größtenteils heute noch in liturgischer Nutzung stehen.

 

Modellsiedlungen

Otto Bartning, Baustelle Deutscher Reichspavillon, Mailand, 1926 (Fotograf unbekannt, © Atlantik Photos & Co.)
Otto Bartning, Baustelle Deutscher Reichspavillon, Mailand, 1926 (Fotograf unbekannt, © Atlantik Photos & Co.)

Nach 1945 gehörte Bartning zu den Mitbegründern des Deutschen Werkbunds. Als Gründungsmitglied der Sektion Baukunst der Akademie der Künste war er 1955 zudem mitbestimmend für Grundlinien der Architekturentwicklung der jungen Bundesrepublik. Von 1952 bis 1959 leitete er den Wiederaufbau Helgolands an. Nicht zu vergessen die Internationale Bauausstellung „Interbau 1957“ in Berlin: Unter seiner Leitung entstand der Bebauungsplan für das Hansaviertel, deren zentrale Bartningallee nach ihm benannt ist. In Berlin sind darüber hinaus die markante Fächerform der Gustav-Adolf-Kirche (1934) in Charlottenburg, die Notkirche (1949, Offenbarungskirche) in Friedrichshain, die Himmelfahrtkirche (1956) in Gesundbrunnen sowie Wohnblöcke in der Siemensstadt und in der „Reichsforschungssiedlung“ Haselhorst zu nennen.

 

Hintergrundinfos

Otto Bartning, Frauenklink, Darmstadt, 1952-54 (Foto: Günter Senfft, © Otto-Bartning-Archiv TU Darmstadt)
Otto Bartning, Frauenklink, Darmstadt, 1952-54 (Foto: Günter Senfft, © Otto-Bartning-Archiv TU Darmstadt)

Die Ausstellung wird begleitet vom 31. Berliner Denkmaltag am 31. März und einem Symposium vom 9. bis 10. Juni. Ergänzend erscheint ein Katalog mit Texten von Werner Durth, Wolfgang Pehnt und Sandra Wagner-Conzelmann, der Kuratorin der Ausstellung. Die Präsentation „Otto Bartning (1883-1959). Architekt einer sozialen Moderne“ ist nach der Vernissage am 30. März (19 Uhr) bis zum 18. Juni 2017 in Berlin zu sehen. Weitere Stationen sind Karlsruhe (Städtische Galerie Karlsruhe, 22. Juli bis 22. Oktober 2017) und Darmstadt (Institut Mathildenhöhe Darmstadt, 19. November 2017 bis 18. März 2018). (kb, 21.3.17)

 

Mehr?

Otto Bartning, Notkirchen nach 1946, Johanneskirche, Wuppertal-Elberfeld, 1948/49 (Foto: Carl Schäfer, © Archiv des Ev. Kirchenkreises Wuppertal)
Otto Bartning, Notkirchen nach 1946, Johanneskirche, Wuppertal-Elberfeld, 1948/49 (Foto: Carl Schäfer, © Archiv des Ev. Kirchenkreises Wuppertal)

„Sorry, das ist kein Brutalismus!“

Köln, Haus der Architektur, Vorstellung der Initiative "Brutalismus im Rheinland" am 14. März 2016 (Bild: D. Bartetzko)
In den Social Media ist man sich zumindest einig, was Brutalismus NICHT ist: „Rokoko“ (Köln, Haus der Architektur, Vorstellung der Initiative „Brutalismus im Rheinland“ am 14. März 2017, Bild: D. Bartetzko)

Wer sich in diesen Tagen in Facebook-Gruppen zur Architekturmoderne umtut, stolpert rasch über den Begriff „Brutalismus“. Darunter sammelt sich gerade alles, was irgendwie vom kantigen Betonstil angezogen wird. Das Zauberwort „Brutalismus“ klingt so wundervoll unangepasst und ist zugleich passé genug, um von einer neuen Nutzergruppe wiederentdeckt zu werden. Aber was genau darunter fällt, ist in der Praxis zumeist wolkig. Da führt ein euphorischer Facebook-Post mit „irgendwelchen“ Nachkriegs- und Betonbauten dann gerne zu emotionalen Abgrenzungsdebatten („Sorry, das ist kein Brutalismus!“) innerhalb der sich selbst findenden Gruppe. Eine solche formiert sich im Rheinland gerade nicht nur auf Facebook und im eigenen Blog, sondern auch im guten alten analogen Köln, wo man sich am 14. März im Haus der Architektur zur Diskussionsveranstaltung traf.

 

Alleinstellungsmerkmal Beton

Bensberg, Rathaus (Bild: CEphoto Uwe Aranas)
Das ist Brutalismus (wir meinen den Bildvordergrund)! (Bensberg, Rathaus, 1972, Gottfried Böhm, Bild: CEphoto Uwe Aranas)

Anlass dazu gibt es im Rheinland genug, denn unübersehbar verfügt man hier im Segment Architektur über ein Alleinstellungsmerkmal: ungezählte qualitätvolle Bauten der zweiten Nachkriegsmoderne, als der Brutalismus unter dem Siegel der „Materialehrlichkeit“ den rohen Beton inszenierte. Und während es die 1950er Jahre inzwischen erfolgreich durch den kollektiven Geschmacksfilter geschafft haben, kämpfen die Räume der 1960er und 1970er Jahre noch immer um ihre Chance. Dazu will ihnen nun die Initiative „Brutalismus im Rheinland“ verhelfen.

Die neue Neigungsgruppe bekennt sich in ihrem digitalen Gründungspapier zur regionalen Qualitätsdichte: „Hier fanden sich neben der Bundeshauptstadt Bonn und der Landeshauptstadt Düsseldorf auch starke Metropolen wie Köln mit einer Phalanx mächtiger Bauherren, wichtiger Architekten und Künstler.“ Vor diesem Hintergrund sieht sich die Gründungsgruppe für die vielgescholtenen Bauten der 1960er und 1970er Jahre verantwortlich: „Die Initiative Brutalismus im Rheinland hat sich im Sommer 2016 über eine Anregung von Tobias Flessenkemper zusammengefunden. Anke von Heyl, Markus Graf und Eckhard Heck vervollständigten eine kleine Gruppe, die erste Ideen entwickelte.“ Kristallisationspunkte ihres Engagements sind Großbauten wie das Kölner Ingenieurwissenschaftliche Zentrum (IWZ), Bildungsbauten wie die Ruhr-Universität Bochum, „mehrebige“ Infrastrukturbauten wie die Kölner Domplatte oder Kleinarchitekturen wie Brunnenanlagen.

 

Es wird konkret

Köln, Haus der Architektur, Vorstellung der Initiative "Brutalismus im Rheinland" am 14. März 2016 (Bild: D. Bartetzko)
Fast noch ein wenig erschrocken über die große Resonanz auf ihre Veranstaltung: die Vertreter der Initiative „Brutalismus im Rheinland“ und ihre Gäste am 14. März 2017 vor über 100 Teilnehmern (Bild: D. Bartetzko)

Im Haus der Architektur Köln stellten die Vertreter der Initiative – unter der angenehm stringenten Moderation des Kunsthistorikers Dr. Ulrich Krings („Hat jetzt noch jemand etwas wirklich Essentielles zu sagen? Dann wünsche ich Ihnen einen schönen Abend!“) – ihre Ziele vor. Entstanden sei das Ganze nach einer überraschend gut besuchten Themenführung zum Tag des offenen Denkmals und sich anschließenden Social-Media-Kontakten. Als Gast führte Oliver Elser (Deutsches Architekturmuseum, Frankfurt) durch das Online-Portal #sosbrutalism (die Ausstellung dazu startet im Oktober). Gleich darauf bot Dr. Martin Bredenbeck (Rheinischer Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz, Köln) der Initiative die Gastfreundschaft seiner Institution an – vielleicht als Arbeitskreis unter deren Dach.

Ganz konkret werden soll es mit einer Filmreihe zum Thema und am 6. Mai (Details werden nachgereicht) mit einer Fahrrad-„Tour de brut“. Ein Brutalismus-Stadtplan ist – ähnlich wie es ihn schon für Paris und London gibt – für Köln in Arbeit (Spender und Sponsoren sind herzlich willkommen). Die erste Gruppensitzung der Rheinland-Brutalisten ist für den 3. Mai um 19 Uhr geplant (um Anmeldung wird gebeten, dann wird der Ort bekanntgegeben). Die im Publikum anwesenden Vertreter der institutionellen Denkmalpflege begrüßten diese Aktivitäten mit Freude. Denn alleine, da waren sich alle einig, könne es keine Seite schaffen. Vielmehr brauche es das denkmalfachliche Gerüst der Kriterienbildung ebenso wie das freie Engagement der Architekturbegeisterten. Oder, um es mit Eckhard Heck zusammenzufassen: „Das ist am gehen.“

 

Die eigene Gemachtheit inszenieren

Köln, Zentralbibliothek (© Raimond Spekking / CC BY-SA 4.0 (via Wikimedia Commons))
In direkter Nachbarschaft die – wagen wir einmal eine Definition – brutalistische Kölner Zentralbibliothek (1979, Franz Löwenstein/Franz Lammersen) (© Raimond Spekking/CC BY SA 4.0 (via Wikimedia Commons))

Was darüber hinaus vom Abend übrig bleibt? Eine Annäherung an eine Brutalismus-Definition von Oliver Elser: Architektur, die ihre eigene „Gemachtheit“ inszeniert. Der Blick über den Bauzaun von Martin Bredenbeck: Nehmt das Thema weit, schaut kulturgeschichtlich auf die Entstehungshintergründe, dann vermitteln sich die Qualitäten des Brutalismus (fast) von alleine! Und im Publikum das feste Daumendrücken, dass hier die Brutalismus-Architekturen des Rheinlands dauerhaft neue Fürstreiter gewonnen haben. Dass man sich auf Facebook inzwischen schon entschuldigen muss, NICHT zum Brutalismus zu zählen, ist ein erstes gutes Zeichen. (db/kb, 14.3.17)