Forschung

Villa Waiblingen (Bild: FRANK Architekten)

Recycling als Prinzip

Wieso nicht das Bestehende erhalten, um- oder weiternutzen anstatt wie selbstverständlich neu zu bauen? Das Prinzip der Wiederverwertung von Materialien ist inzwischen auch in der Architektur ein bedeutsames Thema. Im Rahmen des Projekts reused.TUM, einer Lehr- und Forschungsinitiative der Fakultäten Architektur und BauGeoUmwelt der Technischen Universität München, findet am 16. November ein interdisziplinäres Kolloquium statt, bei dem aus wissenschaftlicher und praxisorientierter Perspektive das Bauen im Bestand untersucht werden soll. Zwölf Referenten und Referentinnen aus unterschiedlichen Fachgebieten – von Ingenieurswissenschaften bis zur Kunstgeschichte – sprechen bei der Veranstaltung.

Gegliedert ist das Kolloquium dabei in fünf Blöcke, die den Bogen von Erfassung und Prüfung über Konservierung und Prävention bis hin zu Stadtumbau, Effizienzsteigerung und Materialtechnologie spannen. Die Initiative reused.TUM („reused“ steht hier für „Restaurierung, Erfassung, Umbau, Sanierung, Erhaltung, Denkmalpflege“) möchte damit als Impulsgeber für die hochaktuelle Frage des Umgangs mit gebautem Bestand wirksam werden. Die Veranstaltung findet statt im Vorhoelzer Forum TUM (Arcisstr. 21, Hauptgebäude, Treppenhaus Süd, 5. Obergeschoss, Raum 5170, 80333 München), um eine kurze Voranmeldung wird gebeten unter: reused@tum.de. (db, 6.11.17)

Sanierte 60er-Jahre Villa in Waiblingen (Bild: FRANK Architekten)

New York, 55 Madison Avenue (Bild: Citizen59, CC BY SA 3.0)

Chippendale braucht Sie!

Nein, Sie denken jetzt nicht an die textilarm tanzenden Hausfrauenbeglücker. Es geht um Architektur. Um eine Ikone der Postmoderne. „Chippendale“ nennen die New Yorker eine Ikone eben jenes Stils, die keine Scheu vor Schnörkeln zeigte. Der geschwungene Dachabschluss eines Hochhauses erinnert sie an die vom Rokoko inspirierten Möbelentwürfe des Kunsttischlers Thomas Chippendale, der lange die amerikanischen Wohnzimmer beherrschte: Das Sony Building (nach dem aktuellen Eigentümer), oder auch AT&T Building (nach dem einstmaligen Nutzer, einem amerikanischen Telekommunikationskonzern), wurde von 1979 bis 1985 von den Architekten Philip Johnson und John Burgee entworfen – als tiefe Verbeugung vor den New Yorker Wolkenkratzern der 1920er Jahre. Wer mag, kann darin auch Anklänge an die italienische Renaissance sehen.

Jetzt droht der Inkunabel ein schwerer Schlag: Der granitverkleidete Sockel soll dran glauben. Im Erdgeschoss soll eine Glasfassade stattdessen bald besuchereinladende Offenheit signalisieren. Daher ruft eine Online-Petition auf „change.org“ dazu auf, das AT & T Buildung unter Denkmalschutz zu stellen. Oder, genauer gesagt, die New York City Landmarks Preservation Commission soll das Gebäude listen. Auch eine Schweizer Initiative von „archithese“ und eine Petition auf avaaz.org bemühen sich um den Bau. Egal wie: Retten Sie das AT&T! (kb, 2.11.17)

New York, AT&T Building, 55 Madison Avenue (Bild: Citizen59, CC BY SA 3.0)

 

Schrobenhausen, Rathaus, 2011 (Bild: Aisano, GFDL oder CC BY SA 4.0)

Neues Denkmal für Schrobenhausen

Bei Vokabeln wie „Betonklotz“ reibt sich der ruhrpottgewöhnte Architekturbeschauer verdutzt die Augen. Doch für das oberbayerische Schrobenhausen ist der Rathausbau am Lenbachplatz etwas deutlich Modernes: Der – farbig angepasste, teils kupferverkleidete und mit einem versöhnlichen Satteldach versehene – Stahlbetonbau entstand 1968/69 nach Plänen des Architekten Peter Buddeberg. Dass dafür damals das historische Rathaus niedergelegt wurde, mag die Phantomschmerzen für manche Schrobenhausener noch verstärken. So wurde es nicht nur mit Freude begrüßt, als die Denkmalpflege das „neue“ Rathaus unter Schutz stellte.

Hintergrund der Kritik ist die anstehende Sanierung des nachkriegsmodernen Rathauses. Von einer Verlegung, von einem Abriss gar war zwischendurch die Rede. Im Frühjahr beschloss der Stadtrat jedoch, nicht gegen die Unterschutzstellung vorzugehen. Das Landesamt sieht den Bau als „einen herausragenden Bezugspunkt im Ensemble Altstadt“. Landeskonservator Mathias Pfeil stellte sich diesen Herbst der „Schrobenhausener Zeitung“. Die Unterschutzstellung des Rathauses stehe noch in einem größeren Zusammenhang, arbeite das Landesamt doch gerade Bauten der 1960er/70er Jahre mit ihren besonderen Qualitäten auf. „Gebäude, die relativ jung sind, brauchen Zeit, bis sie anerkannt sind.“ Buddeberg habe sich in Schrobenhaus städtebaulich sensibel am historischen Standort und an Vorbildern wie der „Schrannenhalle“ orientiert. (kb, 1.11.17)

Schrobenhausen, Rathaus, 2011 (Bild: Aisano, GFDL oder CC BY SA 4.0)

5-Mark-Schein aus dem Jahr 1948 (Entwurf: Max Bittrof, Urheber: Bank der deutschen Länder, Bild: gemeinfrei)

Was erbt Europa?

Bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts hatten (Kunst-)Geschichte, Archäologie und Architektur ein höchst institutionalisiertes Schutzsystem für ihre Definition eines kulturellen Erbes etabliert. Dieses identitätsstiftende Geschichtsbild wurde fleißig auch in den nicht-europäischen Kontext exportiert. Doch bewährt sich diese Deutungstradition trotz der zunehmenden Globalisierung auf der einen und der Sehnsucht nach einer kleinräumlichen Beheimatung auf der anderen Seite? Wie könnte ein neues Europa-Bild aussehen – gerade angesichts des für 2018 ausgerufenen Kulturerbejahres.

Für die Tagung „The Cultural Heritage of Europe @ 2018. Re-assessing a Concept – Re-defining its Challenges“, die in Paris (Institut national d’histoire de l’art (INHA)) vom 4. bis 6. Juni 2018 stattfinden soll, werden noch Themen gesucht. Im Angebot sind vier Panels: 1) Place and Space (vom Bau bis zum „dritten Raum“), 2) Substance and Materiality (vom Artefakt bis zum digitalen Erbe), 3) Time and Temporality (von fest bis flüchtig), 4) Identity (von kollektiv bis zu partiell). Vorschläge (Abstract mit max. 200 Worten und Angabe des Panels) können bis zum 10. November 2017 eingereicht werden an: patrimoine.europe2018@gmail.com. Weitere Informationen gibt es bei: Michael Falser, Heidelberg, falser@asia-europe.uni-heidelberg.de; Elinor Myara Kelif, Paris, elinor.kelif@paris-sorbonne.fr. Konferenzsprachen werden sein: Französisch und Englisch. (kb, 22.10.17)

5-Mark-Schein aus dem Jahr 1948 (Entwurf: Max Bittrof, Urheber: Bank der deutschen Länder, Bild: gemeinfrei)

Bremen, Freimarkt (Foto: Hagen Stier)

Geschenkt! Endspurt bei märklinMODERNE

Weihnachten kommt wie immer früher als gedacht. Aber dies Jahr könnt Ihr Euch rechtzeitig mit Geschenken versorgen. Denn auch unserer Crowdfunding-Aktion „märklinMODERNE“ geht in den Endspurt. Noch rund eine Woche ist Zeit, Teil von „märklinMODERNE“ zu werden. Am 31. Oktober wird um 23.59 Uhr der Zugang geschlossen und die Kasse gestürzt. (Wenn unser Funding-Ziel von 5.500 Euro erreicht bzw. überboten wurde, werden Eure Spenden abgebucht. Wenn nicht, dann nicht. Also kein Risiko für Euch.) Hier wären also unsere ultimativen Geschenkvorschläge, mit denen Ihr gleichzeitig die Welt im Kleinen retten könnt. Und eine Verlosung unter allen Unterstützern gibt es auch noch!

Das signierte Modell der „Villa im Tessin“, die Film-DVD, limitierte Fotokunst von Hagen Stier, einen Restaurantgutschein, eine exklusive Exkursion zur Wiege des Modellbaus, u. v. m. hier: https://www.startnext.com/maerklinmoderne. Für alle Fast-Dankeschön-Erwerber, Grundsätzlich-wirklich-sehr-Geneigten und Last-Minute-Unterstützer ist jetzt genau der richtige Zeitpunkt. Unter allen Unterstützern verlosen wir am Ende einen Faller-Adventskalender! (db/kb/jr, 21.10.17)

Titelmotiv: Bremen, Freimarkt (Foto: Hagen Stier)

Münster-Mecklenbeck, Martin-Luther-Kirche (Bild: Luminanz, GFDL oder CC BY SA 1.0-3.0)

Der letzte letzte Gulbransson wird 50

Wenn man schon nicht der Erste sein kann, dann will man doch zumindest als Letzter glänzen: Unter den Kirchen, die der Münchener Architekt Olaf Andreas Gulbransson vor seinem tödlichen Autounfall im Jahr 1961 noch entwerfen konnte, gibt es einen geheimen Wettstreit. Welche ist das wirkliche, das wahre, das einzige, das späteste Spätwerk des Baumeisters? In Münster-Mecklenbeck (als ob dieser zauberhafte Stadtteilname nicht an sich schon Superlativ genug wäre) ist man sich sicher, dass hier der letzte Gulbransson-Bau steht. Die Martin-Luther-Kirche wurde vor 50 Jahren, am 29. Oktober 1967 eingeweiht.

So ist es nur recht und billig, das Jubiläum gebührend zu feiern: am Reformationstag 2017, der zugleich auch Höhepunkt der Reformationsdekade (500 Jahre Thesenanschlag) und damit bundesweiter Feiertag ist. Die Mecklenbecker Martin-Luther-Kirche ergänzte das 1953 eingeweihte Gemeindehaus und wurde ihrerseits 1975 um einen Glockenturm bereichert. Der Kirchengrundriss ist ein echter Gulbransson: ein auf die Spitze gestelltes Quadrat. Damit schuf der Architekt einen Raum, der eine Richtung vorgibt, aber zugleich Gemeinschaft ermöglicht. In den letzten Jahren wurden Dach und Fenster saniert. Die Gemeinde hat also – ausgestattet mit ausreichend Superlativen – wirklich allen Grund, am diesjährigen Reformationstag kräftig zu feiern. (kb, 20.10.17)

Münster-Mecklenbeck, Martin-Luther-Kirche (Bild: Luminanz, GFDL oder CC BY SA 1.0-3.0)

Greifswald, Wandgestaltung am Dubnaring 1 (Bild: Jojoo64, CC BY SA 4.0)

Helmut Maletzke ist tot

Für so manchen Greifswalder hat er die Platte mit einer schönen Erinnerung verknüpfen können: Der Maler Helmut Maletzke gestaltete zahlreiche Kunstwerke im öffentlichen Raum der Hansestadt. Geboren am 8. Oktober 1920 in Stettin, etablierte sich Maletzke nach dem Krieg in Greifswald als freier Grafiker, wo er auch einige Semester Kunst und Kunstgeschichte studieren sollte. Zunächst war er künstlerisch breit tätig, so gestaltete er neben Wandbildern z. B. auch Schiffsneubauten der Mathias-Thesen-Werft in Wismar. Nach eigenen Angaben wurde ihm vom „Verband Bildender Künstler“, dem er 1950 beigetreten war, 1972/73 das baugebundene Arbeiten untersagt. In der Folge konzentrierte er sich auf die Öl- und Aquarellmalerei, gerne mit landschaftlichen Motiven.

Zu seinen bekanntesten Werken im öffentlichen Raum zählen das Wandbild „Das mittelalterliche Greifswald“ (1953) im dortigen Rathaussaal oder das Wandmosaik am Dubnaring 1 (1971). In seinen letzten Lebensjahren begründete Maletzke den Künstlerbund „Ars Pomerania“ und in Greifswald das „Neue Pommernhus“. 2010 wurde u. a. durch einen Bericht des NDR bekannt, dass er unter dem Decknamen „Erwin Schreiber“ von 1961 bis 1989 als Inoffizieller Mitarbeiter der Staatssicherheit über seine Künstlerkollegen und Auslandreisen berichtete. Helmut Maletzke verstarb am 15. Oktober 2017 im Alter von 97 Jahren in seiner Wahlheimatstadt Greifswald. (kb, 17.10.17)

Greifswald, Wandmosaik „Blumenmädchen und Gärtnerjunge“ (H. Maletzke, 1971) am Dubnaring 1 (Bild: Jojoo64, CC BY SA 4.0, Detail)

Hamburg, Cityhof, 1958 (Bild: Herbert Wedemeyer)

Die neue Stadt

Das „Forum Stadt – Netzwerk historischer Städte e. V.“ hat zum sechsten Mal den Otto-Borst-Preis für Stadterneuerung ausgelobt. Mit der Preisverleihung prämiert der Verein „herausragende Maßnahmen aus Erhaltung, Sanierung, Umnutzung und Weiterbau“. Diese sollen die prägende Stadtsubstanz weiterentwickeln, der zeitgemäßen Nutzung dienen und den Stadtcharakter wahren. Der Wettbewerb ist offen für öffentliche wie private Bauherren und Planer, für städtische Einzelobjekte oder Ergebnisse städtebaulicher Planungen. Ausgenommen sind architektonische Leistungen ohne städtebaulichen Kontext sowie ausschließlich restauratorische Sanierungsmaßnahmen. Wesentliche Inhalte der Planung sollen bereits sichtbar sein, abgeschlossene Maßnahmen nicht länger als drei Jahre zurückliegen.

Einzureichen sind bis zum 15. Dezember 2017 (Poststempel) ein Anschreiben und bis zu zwei Pläne (DIN A0). Zusätzlich kann erläuternder Text (maximal 2 DIN A 4-Seiten) beigefügt werden. Die vollständigen Unterlagen müssen sowohl als Print- als auch als Dateiversion auf CD (kein USB-Stick) eingereicht werden an: Forum Stadt – Netzwerk historischer Städte e. V. Stichwort Otto-Borst-Preis 2018, Ritterstrasse 17, 73728 Esslingen am Neckar. Auskunft erteilt: Dipl.-Ing. Julius Mihm, Baudezernat, Rathaus, Haus Rettenmayr, Marktplatz 1, 73525 Schwäbisch Gmünd, baudezernat@schwaebisch-gmuend.de. Auf seiner nächsten öffentlichen Internationalen Städtetagung in Rostock 2018 verleiht Forum Stadt e. V. den Otto-Borst-Preis 2018 mit Urkunde und einer Porzellanplakette. (kb, 16.10.17)

Hamburg, Cityhof, 1958 (Bild: Herbert Wedemeyer)

Ravensburg, Gemeindezentrum Hl. Kreuz, Bedienelement des Liedanzeigers (Bild: Andreas Praefcke, GFDL oder CC BY SA 3.0)

Glaube immer nur an die Zahlen, die …

„Kirchenabrisse [sind] wegen Priestermangels, Gläubigenmangels und letztlich Geldmangels in Deutschland seit Jahren Realität.“ Solch ein Satz, gestern veröffentlicht auf „katholisch.de“, wäre noch vor wenigen Jahren einem Aufreger gleichgekommen. Heute scheint man sich gewöhnt zu haben an die Bilder niederfallender Glockentürme. „Katholisch.de“ jedenfalls erfragte die Zahl katholischer Kirchen, die seit 2000 aufgegeben wurden. Die Antworten von 25 Bistümern (27 waren angefragt) zusammenrechnend, ergeben sich über 500 Profanierungen, davon rund ein Drittel Abrisse.

Der Liturgiewissenschaftler Albert Gerhards warnt im selben Beitrag (auch mit Blick auf die Moderne): „Aber wir stehen in dieser Entwicklung auch erst am Anfang“. Noch 2005 ergab eine Umfrage des Deutschen Liturgischen Instituts , das aktuell mit der „Straße der Moderne“ Inkunabeln dieser Stilepoche vorstellt, „dass die Diözesen für die kommenden 10 Jahre – also bis 2015 – davon ausgingen, dass etwa 700 Kirchengebäude nicht mehr benötigt und aufgegeben werden.“ „Die Zeit“ sah 2004 konfessionsübergreifend „jede dritte Kirche […] bedroht“. Manche Statistiken rechnen Gemeindezentren heraus, oder Teilabrisse, oder Standorte mit einem neuen Andachtsraum im Ersatzbau. In Plattformen wie wikipedia, in Blogs wie kirchenschwinden.de oder in der virtuellen Karte „inivisibilis“ wird die Entwicklung fortlaufend dokumentiert. Und für jede betroffene Gemeinde wird ihre Kirche wohl das eine bleiben: ein unverwechselbarer Einzelfall. (kb, 7.10.17)

Ravensburg, Hl. Kreuz, Liedanzeiger-Bedienung (Bild: Andreas Praefcke, GFDL/CC BY SA 3.0)

Portland, Supermarkt (Bild: lyzadanger, CC BY SA 2.0)

Der erste Supermarkt

Wie das so ist mit den Superlativen, irgendwer war immer früher. Da gab es schon 1949 diesen „Blauen Laden“ in Augsburg, bei dem die Selbstbedienung angepriesen wurde. Und die Amerikaner, die haben das Prinzip ja quasi schon auf der Mayflower erfunden. Doch in Köln-Ehrenfeld, wo der Unternehmer Herbert Eklöh am 26. September 1957 seinen „Laden“ in der Rheinlandhalle eröffnete, soll die Sache mit dem Supermarkt zum ersten Mal auf bundesdeutschen Boden so richtig groß aufgezogen worden sein: 200 Quadratmeter Verkaufsfläche, 200 Parkplätze, 160 Regalmeter, 60 Meter Kühltheken.

Was in der DDR bescheidener Kaufhalle heißen sollte, traf im amerikaorientierten Westen einen Nerv. Die Ladenbesitzer verkauften das Weniger an Service als Mehr an Freiheit, versprachen den Wirtschaftswunderkunden mehr Auswahl bei weniger Zeitaufwand. Der Kölner Supermarktpionier Eklöh eröffnete bereits 1938 einen größeren Selbstbedienungsladen in Osnabrück, der sich allerdings – mag es am Zeitpunkt oder am Standort gelegen haben – nicht hatte durchsetzen können. Von Köln aus jedoch bediente und befeuerte Eklöh, Konsul von Mexiko, klug den Trend. Seine Filiale auf Kuba verkaute er zum rechten Zeitpunkt noch an die Amerikaner. Seine 24 deutschen Supermärkte gab er an ein Konsortium (Horten, Hertie, Kaufhof, Karstadt) – und saß dort fortan im Aufsichtsrat. (kb, 5.10.17)

Portland, Supermarkt (Bild: lyzadanger, CC BY SA 2.0)